Ständig müde und antriebslos im Winter? So tankst du wieder Energie!

Das trübselige Wetter, kaum Licht – mit den Temperaturen sinkt oft auch unsere Laune gegen den Nullpunkt. Der Körper reagiert mit Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung. Diese Symptome hängen oft mit der Jahreszeit zusammen. Ayurveda bietet dir ein ganzheitliches Konzept, das dir hilft, dem Winterblues zu entfliehen.

Müde Frau vor dem Computer

Warum sind wir laut Ayurveda im Herbst und Winter so erschöpft und müde?

Gemäß Ayurveda durchziehen bioenergetische Energien unser Leben. Diese grundsätzlichen Kräfte sorgen nicht nur für unsere eigenen Charakterstärken und -schwächen. Die Doshas sind auch im Wechsel der Jahreszeiten unterschiedlich zu spüren. Folgende Elemente sind bezeichnend für die einzelnen Doshas:

  • Vata-Dosha: Luft und Äther
  • Pitta-Dosha: Feuer und Wasser
  • Kapha-Dosha: Erde und Wasser

Wenn die Tage kühler werden und die Blätter sich langsam bunt färben, dominiert das Vata-Dosha. Du fühlst den Wind im Herbst als kalt und trocken, da dieses Dosha der Luft zugeordnet wird. Trocken und kalt sind typische Vata-Eigenschaften. Menschen mit diesem Dosha als Haupt-Dosha haben genau diese Hautkonstitution. Du bist jetzt im Herbst und Winter anfälliger auf Trockenheit, aber auch auf Verspannungen und Schmerzen.

Ein weiteres Problem, das uns in den Winterblues treibt, ist der Mangel an Licht. Die ständige Dunkelheit sorgt für eine erhöhte Melatoninausschüttung und Melatonin fördert den Schlaf. Die Folge: Viele fühlen sich auch tagsüber müde und schlapp und würden am liebsten dauernd schlafen. Die möglichen Folgen davon sind Antriebslosigkeit, Stimmungstiefs bis hin zur Depression. Das bringt uns körperlich und seelisch an unsere Grenzen.

Ayurveda Doshas

Was sind die Ursachen einer Winterdepression?

Vielleicht kennst du das ja auch: Wenn die Tage kürzer werden, kommst du morgens oft nur schwer aus dem Bett. Tagsüber fühlst du dich antriebslos und müde. Wenn die Stimmung im Keller ist, greifst du zwischendurch immer häufiger zu Süßigkeiten. Abends bist du dann so erschöpft, dass du am liebsten nur ins Bett möchtest. Doch was sind die Ursachen für diese Probleme?

Eine Winterdepression ist eine saisonal abhängige Depression (SAD) und tritt im Gegensatz zu einer Depression nur im Winter auf. Sie beginnt im Herbst und dauert oft bis in den Frühling an. Die hauptsächliche Ursache ist der Lichtmangel. Dieser Mangel an Licht verändert den Schlaf-Wach-Rhythmus und kann auch zu einem Ungleichgewicht der Hormone führen.

Durch die Periode, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre sind Frauen sehr häufig im Lauf des Lebens Hormonschwankungen ausgesetzt. Sie sind eine weitere Ursache dieser typischen Antriebslosigkeit. Frauen können deshalb öfter von dieser Art der Depression betroffen sein.

Körperlicher und psychischer Stress gehören ebenfalls zu den Ursachen einer (Winter)Depression. Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen sind die Folge.

Sobald die Tage wieder wärmer und länger werden, verschwindet auch die Winterdepression. Ein stärkeres Bedürfnis nach Schlaf ist zwar noch kein Anzeichen einer Winterdepression. Wenn diese aber starke körperliche Auswirkungen haben, solltest du dir Gedanken über eine Therapie machen.

Frau sitzt depressiv am Bett

Wie äußert sich eine Depression bzw. Winterdepression?

Folgende Symptome können auf eine Winterdepression oder Depression hindeuten.

  • Erschöpfung: Du fühlst dich ständig antriebslos und kannst dich nur schwer zu etwas aufraffen.
  • Müdigkeit: Du fühlst dich dauernd antriebslos, müde und schlapp und sehnst dich auch tagsüber häufig nach Schlaf.
  • Unausgeglichenheit: Deine Stimmung ist gereizt, du bist ohne Freude und vernachlässigst Familie und Freunde.
  • Konzentrationsstörungen: Du kannst dich nur schlecht auf deine Aufgaben fokussieren.
  • Lust auf Süßes: Du greifst jeden Tag mehrmals in die Naschlade.
  • Schlafstörung: Du wachst nachts häufig auf – eine weitere Ursache für die Erschöpfung und Antriebslosigkeit tagsüber.
  • Appetitlosigkeit: Du isst eher lustlos oder vergisst gar auf das Essen.
  • Nervosität und Angst: Dich plagt eine ständige Unruhe.

Zur anhaltenden Müdigkeit und Erschöpfung kommen körperliche Beschwerden, die keine organische Ursache haben. Stellst du mehrere dieser Symptome bei dir fest, leidest du womöglich nicht nur an einer depressiven Verstimmung. Je nach der Schwere und Ursache der Probleme ist eine entsprechende Therapie nötig. Bei leichten depressiven Verstimmungen können sich die betroffenen Personen aber oft selbst helfen.

Sonne scheint durch ein Herbstblatt

Wie kann man dem Winterblues vorbeugen?

Mit ein wenig Unterstützung und Tipps aus dem Ayurveda kannst du aus dem Stimmungstief wieder herausfinden. Wer genau weiß, worauf er achten muss, kann dem Winterblues mit seiner Antriebslosigkeit sogar vorbeugen.

In die Lehre des Ayurvedas fließen die vielen Wesenszüge und Konstitutionen des Menschen ein. Ein überhandnehmendes Kapha-Dosha im Winter ist laut Ayurveda schuld an Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Mit folgenden Tipps, die du täglich umsetzen kannst, kriegst du das leichter in den Griff.

Sonne tanken bringt Energie und gute Laune

Wir verlassen im Herbst und Winter Wohnung und Haus im Dunkeln, verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen und kehren im Dunkeln zurück. Das fehlende Licht macht unseren Körper schlapp und müde. Auch wenn die Sonnenstrahlen im Herbst und Winter rar sind, solltest du sonnige Stunden an freien Tagen und am Wochenende nutzen. Raus in die Natur und Sonne tanken heißt es dann. Auch Vitamin D-Präparate können helfen, den Lichtmangel für unseren Körper auszugleichen.

Lichttherapie nach Ayurveda

Es gibt eine Ayurveda-Lichttherapie, die mit speziellen therapeutischen Lampen deine Hormonproduktion ankurbelt. Eine dieser Therapien ist die Therapie mit Edelsteinstrahlern. Sie sollen tief in den Körper eindringen und den Körper wieder in eine Harmonie versetzen. Viele Ayurveda-Kuren beinhalten diese Form der Therapie.

Bewegung gegen Müdigkeit

Mit Bewegung regst du dein Pitta-Dosha an und schlägst Antriebslosigkeit und Müdigkeit ein Schnippchen. Das gibt dir innere Wärme und regt gleichzeitig den Stoffwechsel an. Am besten verlegst du dein Training an die frische Luft. Ist es draußen zu nass oder kalt, hilft natürlich auch Bewegung drinnen. Yoga ist beispielsweise der ideale Weg, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Eine Frau bewegt sich im Herbst gegen Müdigkeit

Ernährung für mehr Energie in der kalten Jahreszeit

Achte jetzt besonders auf deine Ernährung! Vitamine wie B-Vitamine oder Vitamin C aus Obst und Gemüse geben deinem Körper jetzt Energie für die kalte Jahreszeit und stärken noch dazu dein Immunsystem. Nährstoffreiche Öle sind jetzt ebenso wichtig.

Wenn deine Depression aber durch zu viel Kapha entstanden ist, solltest du auf Pitta-Kost setzen. Leichte und wärmende Nahrung mit erhitzten scharfen Gewürzen regt den Stoffwechsel an. Rote Früchte sind ebenfalls gut. Dazu solltest du regelmäßig Senf, Knoblauch, Pfeffer, Chili, Ingwer und Zimt verwenden. Das macht müde Geister wieder munter.

Düfte und Öle gegen Antriebslosigkeit im Winter

Auch deine Nase trägt viel zur guten Laune bei. Denn Düfte hängen eng mit unseren Gefühlen zusammen.

  • Mit Aromaölen aus Zitrusfrüchten belebst du Körper und Geist.
  • Jasmin und Bergamotte wirken aufmunternd auf müde Gemüter.
  • Mit Kapha-Ölen kannst du Müdigkeit und Depression bekämpfen. Eine Ganzkörper-Ölmassage mit Kaphaölen hebt die Stimmung automatisch und du regst die Lebensgeister wieder an.
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Welche Mittel aus dem Ayurveda können bei Winterblues helfen?

Einige ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel können helfen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung oder Stimmungstiefs zu vertreiben:

  • MA1402 Kapha Balance-Tabletten von Maharishi Ayurveda helfen speziell in den kalten Wintermonaten, wieder in Schwung zu kommen. Wer sich selbst als klassischen Morgenmuffel bezeichnet, besitzt einen Überschuss an Kapha-Dosha. Die mehr als 20 speziell auf das Kapha-Dosha abgestimmten Inhaltsstoffe von Kapha-Balance helfen bei der Wiederherstellung des Gleichgewichts und steigern das Wohlbefinden. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung am Morgen gehören dank Winterkirsche, Basilikum, Muskatnuss, Amla- und Bela-Frucht, sowie Ingwer und verschiedenen Pfeffer-Sorten bald der Vergangenheit an.
  • Aufgrund der Hormonschwankungen sind Frauen vom Winterblues häufiger betroffen. MA347 Frauen Rasayana kann Stimmungsschwankungen, Leistungsabfall und Unwohlsein bekämpfen. Bestandteile wie Shilajit, Amla-Frucht indische Myrrhe, ayurvedisches Eisenerz, Zimt und Pfeffersorten sind in der kalten Jahreszeit nicht nur Vata-ausgleichend. Sie helfen auch bei Neigung zu starken Blutungen, Menstruationsstörungen und prämenstruellen Spannungen.
  • MA686 aus dem Maharishi Ayurveda-Shop hilft laut Ayurveda-Arzt Dr. Wolfgang Schachinger speziell bei Unruhe und Angst. Es wirkt Vata-ausgleichend und Kapha-ausgleichend und soll zweimal täglich etwa eine halbe Stunde vor dem Frühstück und Abendessen mit warmem Wasser oder Milch eingenommen werden. Mit diesen handfesten Tipps und den ayurvedischen Nahrungsergänzungsmitteln schlägst du den Winterblues hoffentlich in die Flucht.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Ayurvedaarzt Dr. Wolfgang Schachinger

Schachinger Wolfgang, Dr.

Mit Achtsamkeit die Gesundheit stärken lautet die Devise von Dr. med. Wolfgang Schachinger, Arzt für Allgemein- und Ayurvedamedizin sowie Leiter im „Haus der Gesundheit“ in Ried im Innkreis.