Hausmittel gegen Hühneraugen: Wie kannst du sie selbst behandeln?

Gerne zieren wir unsere Füße mit zarten Riemchensandalen oder sexy High Heels. Die engen Schuhe können schnell zu Druckstellen führen, die einer der Hauptgründe für das Entstehen von Hühneraugen sind. Sie sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch unangenehm schmerzen. Wir verraten dir in diesem Artikel, wie du Hühneraugen mit einfachen Hausmitteln wieder loswerden kannst.  

Frau massiert sich Füße mit Hühneraugen

Welche Hausmittel kannst du zum Entfernen verwenden?

Hühneraugen sind im Gegensatz zu Warzen nicht ansteckend und nur in wenigen Fällen bedenklich für deine Gesundheit. Da sie aber Schmerzen verursachen können und nicht schön aussehen, solltest du dich vor ihnen schützen und sie frühzeitig entfernen. In den meisten Fällen funktioniert das sehr gut mit einfachen Hausmitteln, wie Teebaumöl oder Essigwasser. Ist das Hühnerauge aber schon länger an deinem Fuß und der Dorn schon sehr tief in die unteren Hautschichten vorgedrungen, solltest du unbedingt einen Kosmetiker oder Podologen aufsuchen.

Um die drückende Verhornung zu entfernen, sind zwei Schritte notwendig. Zuerst muss die harte Hornhaut aufgeweicht werden, danach kannst du sie ganz einfach mit einem Bimsstein behandeln. Fußbäder oder Tinkturen mit natürlichen Mitteln machen deine Haut schön weich und können gleichzeitig desinfizierend und antiseptisch wirken.

Wie kann ich ein Fußbad gegen Hühneraugen anwenden?

Für ein Fußbad verwendest du am besten 

  • Teebaumöl, 
  • Kamillenblüten 
  • oder Weidenrindenextrakt. 

Gib ein paar Tropfen Teebaumöl oder zwei Hände getrockneter Kamillenblüten in warmes Wasser und lass die Mischung mindestens 15 Minuten auf deinen Fuß wirken! Teebaumöl und Kamille wirken desinfizierend und sorgen dafür, dass die harte Haut schneller weich wird.

Ein weiteres effektives Mittel ist getrockneter Weidenrindenextrakt, der sehr reich an Salicylsäure ist. Die Säure wird auch in Hühneraugenpflastern eingesetzt, die du in der Apotheke bekommst.

Frau beim Fußbad als Hausmittel gegen Hühneraugen

Wie funktionieren Tinkturen gegen Hühneraugen?

Tinkturen trägst du mit einem Wattestäbchen oder Kosmetikpad mehrmals täglich auf die betroffene Stelle auf. Am besten lässt du sie auch über Nacht einwirken. Dafür eignet sich:

  • Arnika-Tinktur oder Arnikasalbe: Arnika wirkt entzündungshemmend. Regelmäßig aufgetragen kann die Tinktur dabei helfen, die ausgetrocknete Haut wieder weich zu machen.
  • Propolis-Tinktur: Das Bienenharz gilt als “natürliches Antibiotikum” und sorgt ebenso dafür, dass die betroffene Stelle weich wird.
  • Apfelessig mit Wasser (3:1): Auch der verdünnte Essig weicht durch seine Säure die verhornte Stelle schnell auf. Er wirkt außerdem antiseptisch und desinfizierend und kann deine Haut vor Viren und Bakterien schützen.
  • Knoblauch: Frischer Knoblauch ist eine der simpelsten und hautfreundlichsten Möglichkeiten der Behandlung, allerdings ist es auch die geruchsintensivste. Befestige ein Stück frisch aufgeschnittene Knoblauchzehe mit einem Pflaster direkt über dem Hühnerauge und lass die Zehe (am besten über Nacht) einwirken.

Worauf solltest du nach der Behandlung achten?

Ein Fußbad macht die Hornhaut schön weich, so dass du sie vorsichtig mit einem Bimsstein behandeln und entfernen kannst. Säurehaltige Hausmittel und Teebaumöl können jedoch die umliegende Haut reizen und ihr Feuchtigkeit entziehen, deshalb solltest du deine gesamten Füße danach mit einer pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen. Cremes mit Urea, Hyaluronsäure und Aloe Vera eignen sich hier sehr gut. 

Wie kannst du neuen Verhornungen vorbeugen?

Alleine mit dem Entfernen von Hühneraugen ist es aber noch nicht getan. Die unangenehmen Verhornungen können jederzeit wieder entstehen. Um dem vorzubeugen, musst du die Ursache(n) beseitigen: 

  • Achte unbedingt auf bequeme und gut passende Schuhe, um erneute Druckstellen zu vermeiden. Zu enge oder spitz zulaufende Schuhe und High Heels solltest du nur zu besonderen Anlässen tragen.
  • Eine regelmäßige Pediküre, insbesondere das Schneiden der Zehennägel kann ebenso den Druck von deinen Füßen und Zehen nehmen.
  • Regelmäßige Fußbäder und eine Fußmassage beim nächtlichen Eincremen sorgen dafür, dass deine Füße besser durchblutet werden und nicht austrocknen. So kannst du übermäßiger Hornhautbildung vorbeugen.
  • Bei einer Fußfehlstellung können medizinische Einlagen helfen, den Fuß zu entlasten. Diese sollten spätestens nach einem Jahr erneuert werden.

Wodurch entstehen Hühneraugen?

Hühneraugen sind auch unter dem medizinischen Begriff "calvus" bekannt. Das lateinische Wort "calvus" bedeutet übersetzt "Nagel". Hühneraugen können überall am Fuß entstehen, meist sind Zehen und Fußaußenseiten davon betroffen. Schuld daran sind oft zu enge oder schlecht sitzende Schuhe, die einen starken Druck oder Reibung auf die nahe am Knochen liegende Haut ausüben.

Durch den chronisch ausgeübten Druck komprimiert sich die Hornhaut in einem zentralen Punkt und wächst in der Form eines Dorns oder Nagels (daher auch die Bezeichnung calvus) in die tieferliegenden Hautschichten. Dabei können Nervenbahnen gereizt werden und es kommt zu einem unangenehmen, drückenden Schmerz beim Gehen.  

Nicht nur falsche Schuhe, sondern auch Fußfehlstellungen, Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes und sehr trockene oder empfindliche Haut können das Entstehen begünstigen.

Fuß mit Hühnerauge.

Woran erkennst du Hühneraugen?

Die deutsche Bezeichnung "Hühnerauge" kommt von ihrem Aussehen. Im Zentrum der kreisrunden verhornten Punkte sieht die Hornschicht meist leicht glasartig und durchscheinend aus und kann an ein Vogelauge erinnern. Auf den ersten Blick können sie leicht mit Warzen, vor allem mit den ähnlich schmerzenden Dornwarzen verwechselt werden. Warzen werden durch Viren oder Bakterien verursacht und sind ansteckend. Eine genaue Unterscheidung ist deshalb sehr wichtig für die weitere Behandlung. Wenn du dir nicht sicher bist, worum es sich handelt, solltest du lieber erst einen Arzt befragen.

Hühnerauge oder Warze: Wie kannst du sie unterscheiden?

Hühneraugen haben meist eine glatte Oberfläche. Die Mitte der bis zu erbsengroßen, verhornten Stellen wirkt meist glasig und leicht glänzend. Sie bilden sich oft an der Hornhaut der Ferse oder auf den Zehen, können aber auch zwischen den Zehen entstehen. Diese weichen Hühneraugen glänzen nicht und sind in den meisten Fällen milchig-weiß verfärbt. Auch sie wachsen nach unten in die tiefer liegenden Hautschichten. Wenn du auf ein Hühnerauge drückst, kannst du einen dumpfen, eher drückenden Schmerz spüren.

Auch Warzen sind klein und punktförmig. Sie glänzen aber nicht. An den Fußsohlen, Fersen und Zehenzwischenräumen treten vorwiegend Dornwarzen auf. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Warzen bilden sie auch eine Verhornung, die in die unteren Hautschichten wächst. Meist sind kleine rote oder schwarze Pünktchen auf einer Warze erkennbar. Warzen verursachen einen tiefen, stechenden Schmerz. Oft ist auch das Gewebe um die Warze sehr empfindlich und gereizt.

Wann solltest du zum Arzt gehen?

Bestimmte Hausmittel können dir dabei helfen, Hühneraugen einfach und schnell loszuwerden. Vorausgesetzt die Hühneraugen sind noch ganz frisch und nicht entzündet. Je älter sie sind, desto tiefer dringt der Dorn (medizinisch auch als Sporn bezeichnet) in die Haut ein.

Die Behandlung mit einem Fußbad und das anschließende Schleifen mit einem Bimsstein reichen dann nicht mehr aus. In dem Fall solltest du unbedingt eine medizinische Fußpflege bei einem Arzt oder Podologen machen lassen. Der Podologe schneidet die verhornten Stellen vorsichtig mit einem Skalpell aus, ohne dem umliegenden Gewebe zu schaden.

Auch bei Kindern und Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Diabetes ist der Gang zum Arzt unverzichtbar.