Yoga, Kunst und Rosenduft: So kannst du dein Herz-Chakra stärken

Das vierte Chakra steht für bedingungslose, universelle Liebe zu anderen und uns selbst. Das Anahata Chakra wird auch Herz Chakra genannt und hat eine wichtige Bedeutung für ein erfülltes Leben in einer Gemeinschaft und innerer Harmonie. Ist es blockiert, kann das Folgen wie Unzufriedenheit, Unruhe oder auch körperliche Beschwerden wie Hals- oder Herzprobleme haben. Es gibt verschiedene Wege, dieses wichtige Chakra zu reinigen und dich für die Liebe zu öffnen. 

Frau mit Hand am Herz

Liebe, Offenheit und Harmonie: Wofür steht das Herzchakra?

Sehr zentral im Körper gelegen, gleich neben dem Herzen, liegt das Herzchakra. Es hat eine wichtige Bedeutung für uns als soziale Wesen. Das Anahata Chakra verbindet als viertes Chakra das dritte Chakra (Nabelchakra) mit dem fünften Chakra (Halschakra), legt also eine Brücke zwischen Gefühl (Seele) und Verstand (Psyche). Hier liegt das Zentrum für Liebe, Hingabe, Mitgefühl, Toleranz, Gemeinschaftssinn, Selbstlosigkeit und Heilung.

Es nimmt die Schönheit der Welt wahr, in der Natur oder auch in der Kunst. Es unterstützt uns beim Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen im Leben. Ein starkes, vitales Herzchakra unterstützt auch viele wichtige Körperfunktionen. Mit dem Chakra ist auch der Tastsinn verbunden, der sowohl körperliche als auch emotionale Berührungen zulässt. Es stärkt dein Selbstwertgefühl, Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Menschen, Kulturen und Ideen und fördert eine Art Kollektivsinn, durch den du dich im Leben mit deinen Mitmenschen verbunden fühlst.

Folgende Attribute sind dem Herzchakra zugeordnet:

  • Farbe: Grün oder Rosa
  • Sinn: Haptik
  • Element: Luft
  • Recht: zu lieben und geliebt zu werden
  • Hauptthemen: Liebe, Beziehungen, Sinn, Zugehörigkeit zur Menschheit
  • Ziele: Gleichgewicht, Mitgefühl, Selbstakzeptanz, gute Beziehungen
  • Organe: Herz
  • Meditation: Bija Mantra (Keimsilbe): HAM (klingt wie Lama)

Der Sanskrit-Name Anahata heißt übersetzt soviel wie unverletzt oder unversehrt.

Zwei Frauen mit offenem Herz-Chakra umarmen sich

Energieschleusen für dein Ich: Was sind Chakren?

Das System der Chakren entstand in Indien zwischen 1500 und 500 vor Christus. Es wurde zum ersten Mal in einem alten Text namens Veda erwähnt. Chakra ist definiert als ein sich drehendes Energierad, das die Wirbelsäule hinauf zum Scheitelpunkt des Kopfes verläuft. Das Konzept der sieben Chakren kam Ende des 19. Jahrhunderts in die westliche Welt. Einfach erklärt funktionieren die sieben Chakren wie eine Art Pumpe, die Energie von außen in den Menschen hineinschleust. Entlang der Wirbelsäule sind sie miteinander verbunden, wobei jedes einem bestimmten Körperbereich zugeordnet ist. Je nach individuellem Entwicklungs- und Bewusstseinszustand der Person sind die Chakren allerdings unterschiedlich ausgebildet. Von ihrem Zustand hängt ab, wie viel Energie in den Körper gelangt.

Welche Chakren gibt es?

Das sind die sieben wichtigen Chakren:

  • Wurzelchakra: Erdung, Urvertrauen. Farbe: Rot
  • Sakralchakra: Kreativität, Sexualität. Farbe: Orange
  • Nabelchakra: Weisheit, Macht. Farbe: Gelb
  • Herzchakra: Liebe, Heilung. Farbe: Grün
  • Halschakra: Kommunikation. Farbe: Hellblau
  • Stirnchakra: Wahrnehmung. Farbe: Indigoblau
  • Kronenchakra: Spiritualität. Farbe: Violett

Im besten Fall drehen sich die Energiewirbel schnell, leuchten stark und sind in den ihnen zugeordneten Farben klar. Von einem „erleuchteten Menschen“ spricht man im Hinduismus/Buddhismus, wenn alle sieben Chakren vollständig geöffnet sind und die Energie des Lebens (Prana) ohne Blockaden und Störungen fließt. Dabei helfen Yoga, Meditation, richtige Ernährung, aber auch andere Tätigkeiten für die Seele.

Grafik zeigt die sieben Hauptchakren

Wie bemerke ich Blockaden am Herzchakra?

Anders als beim Sakralchakra geht es beim Anahata Chakra um die allumfassende Liebe zu anderen Lebewesen und vor allem zu einem selbst. Störungen in diesem Bereich können sich durch übertriebene Lässigkeit und fehlende Empathie bemerkbar machen. Menschen mit schwachem vierten Chakra und einem Mangel an Herzensliebe neigen zu Süchten, übermäßigem Alkoholkonsum oder Gier nach Geld, Besitz und Erfolg als Kompensation.

Mögliche Anzeichen eines blockierten Herzchakras am Körper: 

  • Herzerkrankungen: Rhythmusstörungen, koronare Erkrankungen am Herzen, Angina Pectoris, niedriger Blutdruck
  • rheumatische Erkrankungen
  • Allergien, Atembeschwerden, Lungenprobleme, Asthma
  • schlechte Haut
  • erhöhte Cholesterinwerte

Mögliche Anzeichen eines gestörten Herzchakras an der Seele und Psyche:

  • Unfähigkeit, Liebe zu geben oder zu nehmen
  • Verbitterung, Einsamkeit, Herzenskälte
  • Probleme im zwischenmenschlichen Bereich und Beziehungsprobleme
  • Gefühle wie Misstrauen, Verschlossenheit, Egoismus
  • Burnout
  • Furcht

Das Pendel kann aber auch in die andere Richtung ausschlagen und zu übertriebener Abhängigkeit von der Liebe anderer Menschen bis zu Selbsthass und Selbstaufgabe reichen. Ein offenes viertes Chakra hilft dir dabei, die Liebe zu dir selbst und anderen ohne Hintergedanken, Erwartungen oder Forderungen zu genießen. 

Zwei Frauen beim Yoga.

Lernen, das Herz zu öffnen: Wie kann ich mein Herzchakra stärken?

Die indische Philosophie kennt sehr viele Wege, um ein bestimmtes Chakra zu entstören und die Energie darin wieder zum Fließen zu bringen. Es gibt sehr viele Ebenen, auf denen du etwas für die Öffnung deines Herzchakras tun kannst. Eine große Bedeutung haben dabei Rituale wie Meditation, Gebet oder Yoga. Heilende Steine, Düfte und ätherische Öle oder die Wirkung von Farben und Klängen können dir ebenfalls helfen, das Chakra zu reinigen und dein Herz für dich und andere zu öffnen.

So kannst du das Chakra für dein Herz über deinen Körper reinigen:

  • Yoga: Bestimmte Positionen im Yoga, wie das Kamel, die Kobra oder die Brücke, dienen der Öffnung und helfen dir auf Dauer dabei, dein Herz-Chakra zu reinigen.
  • Spazieren gehen in der Natur: Die Betrachtung der Natur in all ihrer Schönheit kann dein Herzchakra ebenfalls öffnen. Besonders gut eignet sich dafür ein Ausflug in den Wald oder der Gang über eine grüne Wiese, da die Herzfarbe Grün ist. 
  • Den Körper spüren: Da der Atem der Kanal zum Herzen und zum Anahata Chakra ist, kannst du mit jeder Art von Sport die Energie dort aktivieren. Wichtig dabei ist, dass dir der Sport Spaß macht und du deinen Körper beim Trainieren so richtig spürst. Auch ein Gang in die Sauna oder einfach eine kalte Dusche nach der warmen kann dir schnell Abhilfe schaffen, da du dich so besser in deinem Körper wahrnimmst. 

Herzchakra öffnen mit Ernährung:

Folgenden Lebensmittel, Kräuter und Pflanzen sollen dein Herzchakra aktivieren:

  • Gemüse: Spinat, Grünkohl, Zucchini, Rosenkohl, Brokkoli, Bohnen, Erbsen, Spargel, Rucola, Feldsalat
  • Obst: Kiwi, Äpfel, Trauben, Gurke, Avocado, Limetten
  • Kräuter: Minze, Basilikum, Oregano, Koriander, Petersilie, Thymian, Salbei, Rosmarin
  • Superfoods: Spirulina, Chlorella, Weizengras, Matcha, grüner Tee
Grünes Gemüse.

So geht die psychologische Stärkung des Herzchakras

Gezielte und geführte Meditationen für das dem Herzen zugeordnete Chakra findest du zahlreich im Netz. Aber auch für jene, die nicht unbedingt Fans von indischer Esoterik und Spiritualität im Allgemeinen sind, gibt es Formen, das Herzchakra zu öffnen und zu reinigen, ohne dass sie dafür Meditation oder Yoga praktizieren müssen:

  • Heilsteine wie Jade, Smaragd, Rosenquarz, Malachit, Türkis oder Rubin können am Schreibtisch, im Schlafzimmer oder als Schmuck direkt am Körper getragen werden und mit ihrer positiven Energie dein viertes Chakra kräftigen.
  • Kerzen mit bestimmten Düften oder ätherische Öle wie Zimt, Kardamom, Rosendüfte oder Kiefernadelduft, können innere Blockaden lösen und die Energie wieder strömen lassen. Dasselbe gilt für grüne Farbe in Überwürfen, Decken, Einrichtungsgegenständen, die du zentral aufstellst. Aber auch grüne Bilder an der Wand können Effekte hervorrufen.
  • Gehe in ein Museum oder in eine Galerie und konzentriere dich auf das Betrachten von Bildern oder Skulpturen! Du musst dafür nichts wissen oder lernen. Genieße einfach die Farben und Formen!
  • Gönne dir eine ausgiebige Massage!
  • Umarme jemanden, den du gerne hast oder streichle deine Katze oder deinen Hund!
  • Sakrale barocke Musik von Bach, Händel oder Vivaldi eignet sich besonders gut für das Lösen von inneren Blockaden rund um das Herzchakra. Es gibt auch eigene Entspannungsmusik, die den gleichen, das Herz aktivierenden Effekt hat.
  • Lies Liebesgedichte! Die offene Form dieser Literatur geht direkt ins Herz. 
  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch!