Grundregeln für eine gesunde Ernährung

"Man ist, was man isst." Dieser Satz hat nach wie vor Gültigkeit. Unsere Ernährung bestimmt unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit. Durch eine gesunde Lebensweise erhöht sich die Lebenserwartung und wir fühlen uns fit und gesund. Erfahren Sie, auf welche Punkte Sie achten müssen und welche Stolperfallen bei der gesunden Ernährung bestehen:

Eine lächelnde Frau mit Obst und Gemüse für eine gesunde Ernährung

Der Start: Analysieren Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten

Bevor Sie eine Ernährungsumstellung vornehmen, sollten Sie Ihre Gewohnheiten analysieren. Notieren Sie am besten über einen Zeitraum von drei Tagen alle Lebensmittel, welche sie zu sich nehmen. Machen Sie sich Gedanken, was ist gesund, was eher weniger? Anschließend berechnen Sie die täglich aufgenommene Menge an Kalorien und Fett. Vergleichen Sie diese Werte mit den empfohlenen Angaben. Eine Körperfettanalyse-Waage ist eine praktische Anschaffung, da Sie die Zusammensetzung Ihres Körpers kontrollieren können. Ein zu hoher Fettgehalt kann zu Herzerkrankungen führen, sodass auch hier eine Kontrolle des Ist-Zustandes stattfinden sollte. Professionelle Unterstützung finden Sie bei Ernährungsberatern und Personaltrainern. Aber auch ohne Hilfe können Sie mit einigen Tricks und Tipps Ihr Wohlbefinden steigern und das Gewicht senken. 

Der Ernährungsplan: Abwechslung bringt Freude und fördert die Gesundheit

Bei der gesunden Ernährung ist es wichtig, auf eine abwechslungsreiche Kost zu achten. Der Körper benötigt viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, sodass der Ernährungsplan sowohl Obst und Gemüse als auch Fleisch, Getreide und vieles mehr

enthalten sollte. Die klassische Ernährungspyramide ist eine gute Orientierungshilfe, sie alleine ist jedoch nicht ausreichend. Um sich die Flexibilität zu erhalten, können Sie am Abend den Plan für den nächsten Tag aufstellen. Achten Sie darauf, dass sie durch die ausgewählten Speisen satt werden, diese jedoch nicht zu viele Kalorien enthalten. Addieren Sie den Energiegehalt der Lebensmittel, in der Regel finden Sie auf Verpackungen beziehungsweise im Internet entsprechende Angaben. Ein grüner Salat kann beim Mittagessen dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu steigern.

Im Allgemeinen verfügt jedes Lebensmittel über seine Vorteile, sodass Abwechslung wichtig ist. Kartoffeln und Zitronen enthalten Vitamin C, das die Abwehrkräfte unterstützt. Rosenkohl enthält Antioxidantien, die freie Radikale im Körper angreifen. Äpfel sind gesund für die Darmflora und Ananas kann zur Entschlackung eingesetzt werden. Je mehr verschiedene Lebensmittel - egal ob Obst, Gemüse, Fleisch oder Getreide - Sie in Ihre Ernährung integrieren, desto vorteilhafter ist der Ernährungsplan für die Gesundheit. 

Ernährungspyramide

Vegan essen: Vorteile und Nachteile 

Ein Trend in der modernen Ernährung ist die vegane Lebensweise. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Ernährungsform sondern auch um eine Lebenseinstellung. Veganer verzichten auf alle tierischen Produkte. Dies betrifft nicht nur das Fleisch sondern auch Milch, Eier und vieles mehr. Ein oftmals angesprochener Vorteil ist die Vermeidung von Milch. Doch ist das auch gesund? Untersuchungen zufolge leidet der größte Teil der Bevölkerung an einer Laktoseintoleranz, die nicht immer bemerkt werden muss. Werden Milchprodukte schwerer verdaut, dann beeinträchtigt dies das Wohlbefinden und belastet den Körper. Die Überzeugung zum veganen Leben kann somit sowohl aus ethischen Gründen als auch aus einem gesundheitsbewussten Denken entstehen. 

Ayurveda - eine Ernährungslehre mit einer langen Tradition

Ayurveda ist eine ursprünglich aus Indien stammende Heilkunst. Sie betrachtet den Menschen als Gesamtes und beinhaltet somit auch Anleitungen für eine gesunde Ernährung. Um einen Einblick in die Ernährungslehre zu erhalten, werden folgende Regeln empfohlen:

  • Essen Sie nur dann, wenn Sie auch ein Hungergefühl verspüren. 
  • Verdauen Sie stets zunächst einmal aufgenommene Nahrungsmittel und führen Sie erst danach dem Körper wieder neue Speisen zu. 
  • Da am Mittag die Verdauung am besten funktioniert, sollten Sie zu diesem Zeitpunkt die Hauptmahlzeit einnehmen. 
  • Essen Sie nie unter Hast. Nahrung sollte stets in entspanntem Zustand zu sich genommen werden, also nicht zwischendurch sondern am Tisch sitzend. 
  • Sie sollten nicht bis zur vollständigen Sättigung essen, sondern lieber mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. 
  • Integrieren Sie nach Möglichkeit in jede Mahlzeit die sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen: herb, bitter, scharf, salzig, süß und sauer. 

Freude an der Ernährung: Gesunde Ernährung kann Spaß bereiten

Die Ernährung von Kindern ist besonders wichtig, da sich Kinder in einem ständigen Wachstum befinden. Sie benötigen eine erhöhte Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, um keine Schäden zu erleiden. Steht dem Körper beispielsweise nicht ausreichend Calcium und Vitamin D zur Verfügung, kann das Knochenwachstum gestört werden. Ein Eisenmangel kann zu Blutarmut führen, was oftmals an einem zu blassen Teint erkannt wird.

Da Kinder in der heutigen Zeit vielen Einflüssen durch die Werbung ausgesetzt sind, gilt es, sie von gesunden Lebensmitteln zu überzeugen. Der wichtigste Punkt ist, dass Sie als Eltern mit einem guten Beispiel vorangehen. Hier gilt es, Obst und Gemüse den Kleinen schmackhaft zu machen und besonders Zucker zu vermeiden. Unser Tipp: Schon bei Babys sollten Sie Lebensmittel bevorzugen, die nicht so süß sind und wenig bis keinen Zucker beinhalten. Dabei ist es erfahrungsgemäß oft besser, das Wort gesund zu vermeiden. Kinder ahmen oftmals Verhaltensweisen nach, was die Chance auf eine positive Einstellung zur gesunden Ernährung erhöht. Zwang ist keine gute Wahl, da er nicht zur gewünschten Einstellung führt. Es ist besser, die Kinder direkt in die Ernährungsgestaltung mit einzubeziehen. Kinder sind neugierig und testen gerne neue Dinge aus. Gehen Sie beispielsweise auf einen Wochenmarkt und entdecken Sie gemeinsam unbekannte Früchte und Obstsorten. Oder bereiten Sie gemeinsam ein Mittagessen zu, wobei die Kinder aktiv mithelfen können. Die intensive Beschäftigung mit der Ernährung ist nicht nur für Kinder sehr schön. Wenn auch Sie Freude an der gesunden Ernährung und neuen Rezepten haben, dann steigert sich das Wohlbefinden und Abnehmen wird nicht zur Qual.

Eine Frau kocht mit ihrem Kind

Zusatzstoffe: Sie sind eine große Gefahr

Das Thema Ernährung ist in der heutigen Zeit leider eng mit dem Thema Zusatzstoffe verbunden. Viele Lebensmittel enthalten ungesunde Inhaltsstoffe, die nicht immer an den berüchtigten E-Nummern erkannt werden. Aromen, Gewürze, Gewürzextrakte oder Monoglutamate sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Selbst natürliche Aromen sind nicht so natürlich, wie der Name vermuten lässt. In Gewürze werden Trägerstoffe mit eingebracht, die nicht nur natürlichen Ursprungs sind. Daher erfordert es intensive Recherche, um zu erfahren, welche Inhaltsstoffe sich tatsächlich hinter den auf der Verpackung angegeben Informationen befinden. Ein Ausweg aus dieser Lage ist die Rohkost, die nur mit natürlichen Produkten arbeitet. Achten Sie hierbei jedoch auf den Kauf von Bioprodukten, um giftige Reste des Spritzens mit Pflanzenschutzmitteln zu vermeiden. 

Gesunde Ernährung muss zu keinem Verzicht führen sondern erhöht die Sensibilität für die Themen Ernährung und Gesundheit. Sie steigern Ihr Wohlbefinden und verringern die Risiken für Erkrankungen. Entscheidend ist, bewusst zu essen und sich durch einen Ernährungsplan zu verdeutlichen, welche Lebensmittel für die Gesundheit in welchen Mengen förderlich sind.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.