Natürlicher Essig: gesund, wohlschmeckend, vitalisierend. Wir klären auf!

Dass natürlicher Essig gesund ist, wissen die Menschen bereits seit tausenden von Jahren. Die Wirkung von natürlichem Essig auf den Körper ist dabei sehr vielseitig. Warum dieses einzigartige und wohlschmeckende Hausmittel nicht nur Deine Mahlzeit verfeinert, sondern auch gut für Deinen Darm, Deinen Stoffwechsel und Dein Immunsystem ist, verraten wir Dir in diesem Artikel.

Natürlicher Essig neben Weintrauben

Natürlicher Essig: Warum ist die Qualität von Essig entscheidend?

Essig ist das Ergebnis einer Fermentation von Alkohol, bei der die charakteristische Essigsäure entsteht. Wird dieser Prozess schonend durchgeführt und ihm ausreichend Zeit gelassen, so entsteht ein hochwertiger Essig mit hohem Anteil an guten aktiven Essigsäurebakterien, die einen positiven Einfluss auf Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden haben. Daher ist natürlicher Essig voller

  • gesunder Essigsäurebakterien
  • Vitamine (Vitamin C, Vitamin E, B-Vitamine),
  • Mineralstoffe (Eisen, Fluor, Kupfer und Mangan)
  • Ballaststoffe und wichtiger Spurenelemente (Kalium, Kalzium).

Bei guten Produkten werden hochwertige Lebensmittel in bester Qualität verwendet. Das Ausgangsprodukt ist meistens Wein bzw. Rebensaft, der durch Gärung zu Wein wird und durch seinen relativ hohen Alkoholgehalt einen hohen Anteil an aktiven Essigsäuren erhält, sofern die Fermentation schonend und mit viel Zeit geschieht. Neben Obst können auch Gemüsesorten und Getreide zu Essig fermentiert werden, was allerdings recht selten geschieht.

Seinen guten Geschmack erhält der Essig dann durch einen langen Herstellungs- sowie einen anschließend langen Reifeprozess. Hierbei werden vor allem Weinessige in Holzfässern gelagert, wodurch sich die Aromen intensivieren und unangenehme Säurespitzen abgebaut werden können.

Essig reift in Holzfässern

Was ist schlecht an billigen Essigsorten?

Das trifft aber nicht auf jeden Essig zu. Heute werden die meisten Essige industriell mittels Schnellfermentation günstiger Branntweine in teilweise weniger als 48 Stunden hergestellt. Darüber hinaus werden sie meistens pasteurisiert, wodurch zwar der säuerliche Geschmack, nicht jedoch die gesamte Fülle an wichtigen Inhaltsstoffen erhalten bleibt. Neben dem billigen Ausgangsprodukt werden dem fertigen Lebensmittel häufig zusätzlich Zuckercouleur, Süßstoffe, künstliche Aromen und Konservierungsstoffe zugesetzt.

Billiger Essig enthält kaum noch Mineralstoffe, dafür aber Acetonsäure. Acetonsäure kann die Schleimhäute stark angreifen und sich negativ auf die Bildung der roten Blutkörperchen in Deinem Körper auswirken. Durch das starke Erhitzen (= Pasteurisieren) und Filtern hat er kaum noch Vitamine und Mineralstoffe und somit auch keinen gesundheitlichen Vorteil für Dich.

Was macht natürlichen Essig gesund?

Viele Hochkulturen wussten von seiner wohltuenden und vitalisierenden Wirkung. Die Römer tranken ihn gemischt mit Wasser als Durstlöscher bei großer Hitze und Hildegard von Bingen machte Kräuteressig aus Heilpflanzen. Das Geheimnis im Essig ist die Säure. Vor allem die Essigsäure und die Gerbsäure Tannin sind entscheidend. Beide können viele positive Wirkungen auf Deinen Körper haben.

Verschiedenste Kräuter für Herstellung von Essig

Die gesundheitlichen Wirkungen können durch wohltuende Gewürze und Kräuter in hochwertigem Essig noch verstärkt werden. Je nach Rezept können sie zusätzlich mit Ingwer, verschiedenen Heilkräutern oder Beeren verfeinert sein. Die Verwendung von Heilkräutern hat viele positive Effekte, denn gesunde Pflanzenstoffe und ätherische Öle können als Wirkunterstützer vielfältige Gesundungsprozesse begünstigen. Kräuteressig kann zum Beispiel pur, verdünnt in einem Glas Wasser oder auch in Deinem leckeren Dressing über dem Salat die Verdauung anregen und Dir sogar beim Abnehmen helfen.

Wie wirkt beispielsweise Rotweinessig auf Deinen Körper?

Das Allround-Talent kann folgende gesunde Wirkung auf Deinen Körper haben:

  • Vitalisierend: Menschen, die eine Essig-Diät gemacht haben, berichten immer wieder von der belebenden Wirkung des Essigs. Ein einfaches Rezept zum selbst Ausprobieren: Versuche, am Morgen direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser (am besten lauwarm) gemischt mit einem bis drei Teelöffeln Rotweinessig zu trinken! Wenn Dir der Drink zu sauer sein sollte, kannst Du auch noch einen Teelöffel Honig dazu geben.
     
  • Stoffwechsel und Verdauung: Rotweinessig wird auch gerne zum Abnehmen verwendet. Der gesunde Weinessig regt nicht nur den Magen-Darm-Trakt an, sondern verbessert auch die Verdauung von Fett und Kohlenhydraten. Dabei wirkt er nicht abführend oder irritierend für den Magen.
     
  • Mikrobiom: Die Essigsäure ist neben der Propionsäure und Buttersäure eine der drei lebenswichtigen kurzkettigen Fettsäuren. Die Essigsäure unterstützt die Bakterien der Darmflora (Mikrobiom) positiv, fördert die Regeneration der Darmschleimhaut und hilft, schlechte Bakterien und Keime zu hemmen.
     
  • Sattmacher: Rotweinessig kann Dir dabei helfen, Deinen Blutzuckerspiegel und Deine Cholesterinwerte zu normalisieren. Mit einem normalen Blutzuckerspiegel kannst Du die gefürchteten Heißhungerattacken während einer Diät vermeiden und leichter Abnehmen. 
     
  • Basisch: Auch wenn Rotweinessig etwas sauer schmeckt, wirkt die Maleinsäure in Deinem Körper basisch. Er kann Dir dabei helfen, Deinen Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und Deinen Magen und Darm vor den Folgen einer Übersäuerung zu schützen.
     
  • Antibakteriell und entzündungshemmend: Die Essigsäure wirkt sanft desinfizierend. Sie kann Bakterien, Viren und Keime abtöten und die Regeneration bei leichten Verletzungen beschleunigen. Dünn aufgetragen kann natürlicher Essig so auch als Hausmittel für die Pflege der Haut verwendet werden. 
     
  • Antimykotisch: Er wird auch häufig unterstützend gegen Pilze und Darmbeschwerden angewendet.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.