Richtige Ernährung für mehr Energie im Alltag

Übergewicht, Gelenksschmerzen, Organprobleme und viele Zivilisationskrankheiten finden ihre Ursache in falscher Ernährung. Im Supermarkt und in der Gastronomie steht uns zwar eine riesige Auswahl an Speisen und Lebensmitteln zur Verfügung, doch nur weniges davon ist tatsächlich gut für unseren Körper. Die richtige Ernährung ist jedoch entscheidend für das eigene Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit.

Im stressigen Alltag lässt sich eine gesunde Ernährung scheinbar nicht immer einfach realisieren. Mit einigen Tipps und Tricks und dem notwendigen Wissen um Lebensmittel kann es aber doch gelingen.

Eine Frau sieht auf ein Teller mit gesundem und ein Teller mit ungesundem Essen

Wie sieht die richtige Ernährung aus?

Die erste Frage, die sich jeder stellen sollte, ist wie gesunde Ernährung eigentlich aussieht. Gerade beim Thema Ernährung gehen die Meinungen der Experten weit auseinander. Was die einen als gesund erachten, sehen die anderen wiederum kritisch bzw. betrachten es als schädlich für die Gesundheit. Im Grunde genommen ist es aber wie bei so vielen anderen Dingen im Leben: Welche Ernährung für den einzelnen Menschen gesund ist, hängt von vielen Faktoren ab und sollte daher individuell betrachtet werden. Nicht jeder Körper verträgt alle Lebensmittel gleich gut und nicht jeder Organismus verarbeitet die Nährstoffe auf die gleiche Art und Weise. Vor allem wenn Beschwerden vorliegen, die durch Übergewicht oder einen mangelhaften Ernährungsplan herbeigeführt wurden, gilt es selbstverständlich, darauf Bedacht zu nehmen. Jedoch gelten einige Regeln, die für alle Menschen angewendet werden können. Diese möchten wir euch vorstellen und näher erläutern. 

Welche Lebensmittel sind für den Menschen gesund?

Die Lebensmittelpyramide gilt nach wie vor maßgeblich für einen gesunden Lebensstil. Als grundlegende Nahrung dienen viel Gemüse (vor allem grünes Gemüse) und frisches Obst. Obst sollte jedoch auch in Maßen genossen werden, denn neben vielen Vitaminen enthalten die meisten Sorten auch viel Zucker (Fruchtzucker). Auch Ballaststoffe und Getreide werden benötigt. Fleisch und Fisch sowie Milchprodukte benötigt der Körper lediglich in geringen Maßen. Ein bis zwei Mal wöchentlich ist Fleisch am Teller laut aktuellen Meinungen ausreichend. Kein Geheimnis ist, dass selbstverständlich Süßes und auch Knabbergebäck nur sehr selten auf dem Speiseplan für gesunde Ernährung stehen.

Lebensmittelpyramide

Tierische Produkte schaden der Gesundheit? Muss ich mich vegan ernähren?

Viele Vegetarier berichten von einem gesteigerten Gesundheitsgefühl und Wohlbefinden, seit sie sich für die fleischlose Ernährung entschieden haben und der Trend ist stärker denn je. Selbst in den Medien findet das Phänomen der Pescetarier, Flexitarier und auch Veganer immer mehr Aufmerksamkeit. Wer sich gesund und richtig ernähren möchte, muss allerdings seine Ernährung nicht gleich auf eine vegane Ernährung umstellen und nicht befürchten, auf irgendetwas verzichten zu müssen. Gesunde Ernährung bedeutet, sich ausgewogen und vielseitig zu ernähren und die als schädlich bekannten Lebensmittel zu meiden. Verzichtest du nur auf Fleisch, lässt aber sonst alles gleich, wird dies nur in seltenen Fällen zu einer Verbesserung von möglichen aktuellen Beschwerden führen.

Vegetarische Burgen auf einem Brett

Was schadet der Gesundheit des Körpers?

Dass gesunde Ernährung nicht aus Fast Food, Chips und Soft Drinks im Wechsel mit Schokolade und Zuckerkonfekt besteht, liegt auf der Hand. Doch neben diesen Verlockungen, die es offensichtlich zu meiden gilt, um sich gesund zu ernähren, existieren auch viele weitere Nahrungsmittel und Zutaten, die weniger bekannt, aber ebenso wenig einer gesunden und ausgewogenen Kost zuträglich sind. Dazu zählen:

  • zu viel Salz und Zucker
  • industrieöle und Margarine
  • tierische Brat- und Backfette
  • fettreiche Butter, Schlagobers oder Sauerrahm
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Fruchtsäfte mit hohem Zuckergehalt

Wer beim Essen schon die allgemeinen Regeln einhält und auf die klassischen ungesunden Lebensmittel verzichtet hat und dennoch keine Verbesserung im Gesundheitszustand wahrnehmen kann, ist mitunter mit bewusstem Blick auf die Aufzählung oben erfolgreich. Denn nur zu oft werden diese kleinen Bestandteile des Speiseplans übersehen.

Alkohol und Fruchtsäfte etwa werden, da es sich um Flüssigkeiten handelt, oft überhaupt nicht zur Nahrung gezählt. Doch auch sie gelangen in den Körper und beeinflussen den Organismus durch den hohen Zuckeranteil mitunter sogar stark.

Ein Tipp:  Gesunde Fette als Alternative zu herkömmlichen Fetten und Ölen sind etwa pflanzliche Öle wie Walnuss- und Olivenöl oder auch Rapsöl.

Anstatt zu stark zu salzen, ist es empfehlenswert, es lieber einmal mit Kräutern, idealerweise aus dem eigenen Garten, zu versuchen, um den Speisen Geschmack zu verleihen. Das wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit aus, sondern schmeckt auch noch köstlich.

Verschiedene Gewürze

Wie kann ich dem Heißhunger am Abend entgegenwirken?

Richtige Ernährung wird nicht nur von der Auswahl der Speisen bestimmt. Entscheidend sind auch die Zeitpunkte, zu denen gegessen wird. Hier ist es hilfreich, die Essenszeiten regelrecht zu planen. Insbesondere wenn klar ist, dass der Alltag die disziplinierte Umsetzung zu gefährden droht. Wer beispielsweise tagsüber streng Diät hält und sich an die selbst auferlegten Essensregeln hält, den überfällt nachts rasch ein regelrechter Heißhunger, wo dann wiederum alles gegessen wird, was gerade in greifbarer Nähe zu finden ist.

Unser Tipp: Lass dir Zeit beim Essen und Trinken! Stress während der Mahlzeiten führt dazu, dass nicht genügend gekaut wird, wodurch die Verdauung schwieriger wird. 

Essgewohnheiten überdenken und ändern

Bei aller Disziplin und allem Wissen um die Auswirkungen verschiedener Nahrungsmittel fällt es vielen Menschen dennoch nicht immer einfach, eine gesunde Ernährung in ihrem Alltag zu integrieren. Wer viel unterwegs ist, hat es naturgemäß schwerer, sich gesund und richtig zu ernähren. Bei tagelangen Geschäftsreisen und Leben aus dem Koffer gelingt es immerhin nicht leicht, selbst zu kochen und frisch zubereitetes Essen mit schmackhaftem Gemüse zu genießen.

Hier gilt es, die Essgewohnheiten zu überdenken und dann Schritt für Schritt zu ändern. Anstatt sich den ganzen Tag über zu kasteien und dann abends Chips oder einem Burger zu verfallen, ist es ratsamer, während des Tages mehrere kleine Speisen einzuplanen, damit du dich immer gut gesättigt fühlst und keinen Heißhungerattacken zum Opfer fällst. Bist du oft unterwegs und kannst nicht immer selbst kochen, ist es auch möglich, vorher zu kochen und das vorbereitete Essen dann nur aufzuwärmen oder immer einen Müsliriegel oder Obst bei sich zu haben.

Müsliriegel aus Teil der richtigen Ernährung auf einem Teller

Richtige Ernährung beginnt beim Einkaufen

Zur Umstellung der Essgewohnheiten für die gesunde Ernährung zählt es ebenso, die Einkaufsgewohnheiten umzustellen und neu auszurichten. Hier einige Tipps, um schon beim Einkauf die Weichen für die gesunde Speisenauswahl zu stellen.

  • Gehe nicht hungrig einkaufen! Ein leerer Bauch ist anfällig für Spontankäufe.
  • Schreibe eine Einkaufsliste und halte dich streng daran!
  • Schiebe deinen Einkaufswagen auch einmal in Gänge, die du früher selten oder gar nicht aufgesucht hast! Du wirst überrascht sein, welche neuen Lebensmittel du dort entdeckst.
  • Lass dir ausreichend Zeit beim Einkaufen und prüfe den Einkauf nochmal vor dem Weg zur Kassa!

Schon mit diesen wenigen Tricks und bewusstem Mitdenken beim Einkauf lässt sich ein gesunder Warenkorb zusammenstellen. Denke immer daran: Nur, was in deinem Einkaufswagen landet, kann auch später in deinem Körper landen.

Eine Frau beim Einkaufen von Obst und Gemüse

Professionelle Ernährungsberatung

Um die richtige Ernährung zu unterstützen, lässt sich vieles selbst in die Hand nehmen. Fällt es dennoch schwer, die Ernährung umzustellen oder gar Beschwerden vorliegen, dann darf auch der Weg zur professionellen Ernährungsberatung nicht gescheut werden. Mitunter genügt schon ein Termin, der den notwendigen Anstoß oder Dreh im Kopf geben kann, um das eigene Essverhalten zu überdenken. In jedem Fall lässt sich so ein guter Ernährungsplan zusammenstellen, der auch an den individuellen Alltag angepasst ist und damit leicht umsetzbar ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich beim Hausarzt oder einem auf Ernährung spezialisierten Arzt austesten zu lassen. Durch einfach Bluttests lässt sich herausfinden, wie es aktuell um den Stoffwechsel steht und auf welche Inhaltsstoffe im Körper dieser wie reagiert. Als Schlussfolgerung daraus lässt sich gut ableiten, welche Nahrungsmittel besser gemieden werden sollen oder welche du gezielt zu dir nehmen solltest, um die richtige Ernährung zu unterstützen und das eigene Wohlgefühl zu stärken. Schließlich geht es nicht immer nur um Gewichtsreduktion, sondern häufig auch darum, sich vitaler zu fühlen oder die Immunkräfte zu fördern. Mehr als wir denken lässt sich dabei über die eigene Ernährung und einige kleine Änderungen in den eigenen Einkaufs- und Essgewohnheiten steuern.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.