Wenn Magnesiummangel Muskelschmerzen und Muskelzucken hervorruft – Tipps und Infos

Unkontrollierbares Muskelzucken am Körper, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schmerzen und viele andere Symptome deuten oft auf einen Magnesiummangel als Ursache hin. Stress, Erkrankungen des Darms und auch Sport können unter anderem Ursache dafür sein. Warum der Mineralstoff so wichtig für unseren Körper ist, wer überhaupt einen Mangel erleiden kann und wie eine Behandlung bei Magnesiummangel aussieht, verraten wir dir hier.

Was ist Magnesium und was hat es mit Muskelzucken zu tun?

"Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen für den menschlichen Körper und in der Orthomolekularmedizin. Ein Mangel kann deshalb die Ursache für viele Symptome und Erkrankungen sein", erklärt Dr. Bruno Kugel, der bereits jahrzehntelang auf diesem Gebiet forscht. Es ist an der Regelung und am Aufbau von mehr als 500 Enzymen im Körper notwendig und deshalb an nahezu allen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Der Mineralstoff ist außerdem für die Stabilisierung von Zellwänden zuständig und wird zum Umbau von Glukose gebraucht. Er ist somit eng in den Energiestoffwechsel der Muskeln involviert. Das schließt den Herzmuskel mit ein, der besonders viele Mitochondrien besitzt. Ohne Magnesium kann der Körper also keine Energie erzeugen. Das typische Anzeichen oder ein erstes Symptom eines Mangels kann dabei das Muskelzucken sein. Oft beginnt es als Zucken am Augenlid, was bei vielen Menschen auch ein Symptom für Stress sein kann.

Sportlerin mit Magnesiummangel hat Muskelschmerzen im Bein

Wie wirkt Magnesium und welche Aufgaben hat es?

Da der Mineralstoff vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss er regelmäßig über die Ernährung zugeführt werden. Magnesium ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt:

  • Es spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel und beugt damit Müdigkeit und Erschöpfung vor.
  • Es ist an der reibungslosen Funktion des Muskelapparats beteiligt und kann die Muskulatur entkrampfen und Muskelzucken verhindern.
  • Es ist für das Herz-Kreislaufsystem essentiell und kann Herzrhythmusstörungen vorbeugen.
  • Es spielt eine Rolle bei der Reizleitung des Nervensystems und kann neuronalen Erkrankungen vorbeugen.
  • Es ist für die Festigkeit von Zähnen und Knochen notwendig und kann Osteoporose vorbeugen.

Es gibt Menschen mit einem erhöhten Magnesiumbedarf. Sportler, Schwangere und stillende Frauen, aber auch Kinder und Jugendliche benötigen besonders viel davon. Auch Diabetiker oder Menschen, die regelmäßig Medikamente oder Alkohol zu sich nehmen, haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium, genau wie Migräne- und Kopfschmerzpatienten. Und nicht zuletzt führt Stress zu einem erhöhten Magnesiumbedarf. Die Konzentration von Magnesium in Lebensmitteln ist seit vielen Jahren immer weniger vorhanden. Durch Waschen und Kochen wird es zusätzlich reduziert. Bei vielen Menschen in den Industrieländern kommt es deshalb zu einem latenten chronischen Magnesiummangel, der vor allem für Mütter, Sportler oder Diabetiker Folgen haben kann.

Frau mit Nackenverspannung

Welche Ursachen für einen Magnesiummangel gibt es?

"Einen Magnesiummangel kann man als Laie an den Symptomen oft nicht erkennen, da diese so unterschiedlich sein können", so Dr. Kugel. Wer über längere Zeit zu wenig Magnesium zu sich nimmt, kann einen Magnesiummangel erleiden. Das kann viele Ursachen haben:

  • So können etwa stressige Lebenssituationen, Wachstumsphasen, Schwangerschaft oder eine einseitige Ernährung (Diäten) zu einem Mangel führen.
  • Es kann aber auch sein, dass bestimmte Medikamente die Aufnahme von Magnesium aus dem Darm bremsen und so ein Magnesiummangel entsteht.
  • Auch chronische Erkrankungen und eine vermehrte Schweißproduktion (Sportler) über längere Zeit können schuld an einem Magnesiummangel sein. Bei Diabetes mellitus scheiden die Patienten vermehrt Magnesium über den Urin aus. Diese Unterversorgung mit Magnesium kann zusätzlich die Insulinsensitivität reduzieren. Das bedeutet, dass die Zellen nicht mehr so gut auf das Insulin ansprechen und deshalb mehr Glukose im Blut bleibt, was wiederum eine erhöhte Insulinausschüttung bewirkt und die Patienten negativ beeinflusst. Diabetiker sollten deshalb immer mit ihrem Arzt über eine Verbesserung der Magnesiumaufnahme sprechen.
  • "Die häufigste Ursache für einen Mangel dieses Mineralstoffs ist aber Stress", betont Dr. Bruno Kugel.

Welche Symptome treten bei Magnesiummangel auf?

Die Symptome, die bei einem Magnesiummangel auftreten können, sind mindestens so unterschiedlich wie die Ursachen. "Es gibt Fragebögen, mit denen man Symptome für einen Mangel an dem Mineralstoff erkennen kann. Darauf sind um die 60 Fragen, die Anzeichen für einen Mangel abfragen", so Dr. Kugel.

Am häufigsten äußert sich ein Magnesiummangel aber in Muskelkrämpfen und da vor allem als Zucken oder Wadenkrämpfe. Vor allem Schwangere und Sportler zeigen diese Symptome häufig. Weil Magnesium bei der normalen Funktion der Muskeln beteiligt ist und für eine Entkrampfung sorgt, ist bei einem Magnesiummangel das Calcium im Übergewicht. Die Muskeln ziehen sich augenblicklich und sehr schmerzhaft zusammen. Das verursacht Wadenkrämpfe und Muskelzuckungen. Die Muskelzuckungen können aber auch an anderen Stellen am Körper auftreten. Typisch sind Muskelzuckungen am Augenlid oder an den Beinen. Aber Vorsicht! Muskelzucken ist nicht immer zwingend eine Folge von Magnesiummangel. Das Muskelzucken kann speziell auch vor dem Einschlafen auftreten, was normal ist. Dann ist das Muskelzucken ein Zeichen dafür, dass der Teil deines Gehirns, der für die Bewegung zuständig ist, noch aktiv ist.

Symptome eines Magnesiummangels können aber auch folgende sein:

  • Muskelverspannungen
  • Schmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Darmprobleme
  • Kribbeln/Taubheitsgefühle in den Fingern oder in einzelnen Muskeln
  • spastische Lähmungen
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • geringe Belastungsfähigkeit

Ein Anzeichen für Magnesiummangel kann aber auch ständiges Frieren sein. Denn bei Menschen, die an einem Magnesiummangel leiden, ist die Durchblutung schlechter. Eine gute Durchblutung sorgt dafür, dass dir warm ist. "Geht der Mangel über lange Zeit, kann es neben Schmerzen auch zu neurologischen Erkrankungen kommen", so Dr. Kugel.

Bitterschokolade

Wie kannst du Magnesium aufnehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Magnesium-Aufnahme von 300 bis 400 mg bei Erwachsenen. Jugendliche, Sportler, Schwangere und Stillende haben einen höheren Magnesiumbedarf. Magnesium steckt in nahezu allen Lebensmitteln, sogar im Wasser. Es gibt aber einige Lebensmittel, die besonders reich an Magnesium sind. Zu den Spitzenreitern gehören hier:

  • Weizenkleie mit 550 mg/100 g
  • Kürbiskerne mit 535 mg/100 g
  • Sonnenblumenkerne mit 420 mg/100 g
  • Bitterschokolade mit 290 mg/100 g
  • Cashewnüsse mit 270 mg/100 g
  • Erdnüsse mit 160 mg/100 g

Aber auch Vollkornmehl, Haferflocken und Vollkornbrot enthalten Magnesium in größeren Mengen. Früchte können da in puncto Magnesiumgehalt nicht so gut mithalten. Trotzdem bringen es Bananen und Himbeeren auf 30 mg/ 100 g.

Beim Gemüse zählen vor allem Erbsen, Bohnen oder Brokkoli zu ähnlich magnesiumreichen Lebensmitteln. Oft ist aber eine Aufnahme von Magnesium mit der Ernährung alleine nicht möglich. Denn wenn du deinen Magnesiumbedarf nur über Lebensmittel decken wolltest, müsstest du täglich sechs Bananen, 200 g Nüsse oder zwei Tafeln Bitterschokolade essen.

Besonders in der Schwangerschaft oder Stillzeit solltest du auf eine gute Magnesiumzufuhr achten. Der Bedarf an Magnesium ist hier je nach Alter der Schwangeren von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zwischen 310 bis 350 mg täglich festgelegt. In der Stillzeit erhöht sich der Bedarf an Magnesium sogar auf 390 mg pro Tag. Dr. Kugel erhöht diesen Wert sogar auf bis zu 600 mg. "Eine Überdosierung ist mit normalen Magnesiumpräparaten kaum möglich. Auch wenn man es überdosiert, ist das Symptom dafür meist 'nur' Durchfall", erklärt Dr. Kugel.

Sportlerin trinkt
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Wie lässt sich ein Magnesiummangel ausgleichen?

Experten behaupten, dass beinahe jeder aufgrund des täglichen Stresspegels einen höheren Magnesiumbedarf hat. Sie empfehlen daher zusätzlich mit Magnesiumpräparaten zu substituieren. Die sollten aber nicht unbedingt aus dem Discounter kommen. Denn oft sind die magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmittel zu hoch oder zu niedrig dosiert. Außerdem kann es sein, dass der Mineralstoff in ungünstigen Kombinationen mit anderen Mineralstoffen und Vitaminen steht, die deinem Körper entweder gar nichts bringen oder schlimmer noch, die Aufnahme von Magnesium sogar zusätzlich bremsen. Unseriöse Anbieter werben oft mit unzulässigen gesundheitsbezogenen Aussagen über ihre Präparate.

Zu den hochwertigen und vertrauenswürdigen Präparaten zählt etwa SILICIUM PLUS von Dr. Rilling Healthcare. Es enthält neben Magnesium auch Calcium und Silicium. Denn auch Calcium trägt unter anderem zum normalen Energiestoffwechsel, zur normalen Muskelfunktion und zum Erhalt der Knochen bei.

Als weiteres Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt sich SILICIUM PRIME von Dr. Rilling Healthcare. Es enthält zusätzlich Vitamin D und Vitamin K. Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei und gleichzeitig zum Erhalt von Knochen und Immunsystem. Vitamin K trägt ebenfalls zum Erhalt normaler Knochen und zur normalen Blutgerinnung bei. Beide Präparate eignen sich dauerhaft zur Ergänzung der Calcium-, Magnesium- und Siliziumaufnahme für die ganze Familie. Dabei ist die Dosierung genau angegeben.

Bevor du Magnesium zu dir nimmst, solltest du aber immer einen Arzt aufsuchen, um sicher zu gehen, dass es sich auch um einen Magnesiummangel handelt und du die Behandlung genau darauf abstimmen kannst. Es reicht auch nicht, wenn du das Präparat über ein paar Tage nimmst. Um einen Magnesiummangel einigermaßen auszugleichen, musst du mit mehreren Wochen oder in manchen Fällen auch Monaten Einnahme rechnen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.



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