Meditation gegen Migräne und andere Kopfschmerzen: Wie findest du zu mehr Entspannung und Wohlbefinden?

Regelmäßiges Meditieren hat viele positive Einflüsse auf unseren Körper und Geist. Achtsamkeitsmeditation, Yoga und Qui Gong schenken dir nicht nur Kraft, sondern können auch bei Migräne helfen.

Eine Frau macht Meditation gegen Kopfschmerzen

Migräne und andere Kopfschmerzen: Was sind die Ursachen und Unterschiede?

Migräne und Kopfschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Was genau der Auslöser für die unangenehmen Schmerzen ist, lässt sich nicht immer eindeutig nachweisen. Kopfschmerzen können beispielsweise bei: 

auftreten. Auch Stress ist ein häufiger Auslöser.

Während jeder zweite Mensch gelegentlich unter Kopfschmerzen leidet, sind von Migräne nur etwa zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung betroffen. Migräne hat nur wenig mit den normalen Kopfschmerzen zu tun. Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die oft angeboren ist. Die extrem starken, pulsierenden Schmerzen können die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Äußere Einflüsse, wie Bewegung und Licht, können die Beschwerden verschlimmern. In besonders schweren Fällen kann es auch zu einer Aura kommen. Als Aura werden neurologische Störungen bezeichnet, die zu kurzzeitigen Sehstörungen und Schwindelattacken führen können.

Migräneattacken lassen sich auf eine Reizüberflutung des Gehirns zurückzuführen. In unserem Alltag wird es ständig mit neuen Reizen konfrontiert, die wir über unsere Sinne wahrnehmen. Bei Migräne-Betroffenen kann das Gehirn diese Reize nicht mehr richtig verarbeiten und es kommt zu einer Reizüberflutung. Auch Stress kann diesen Zustand auslösen.  

Migräne gilt im Allgemeinen als nicht heilbar. Allerdings können dir Meditation und achtsamkeitsbasierte Stressreduktion dabei helfen, die Symptome zu verbessern. Studien haben jüngst gezeigt, dass Meditieren vorbeugend gegen Migräne und Kopfschmerzen helfen kann.

Eine Frau hat Migräne oder Kopfschmerzen

Entspannungstechnik aus dem Yoga - Wie kann Meditation gegen Migräne helfen?

Einfach ausgedrückt ist Meditation nichts anderes als konzentrierte Aufmerksamkeit. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen “meditatio” und “medio” ab, was so viel bedeutet wie “Nachdenken über” und “Mitte”. Beim Meditieren geht es darum, den Geist nach innen zu richten und zur eigenen Mitte zu finden. Seit tausenden von Jahren betreiben Menschen unterschiedlichste Meditationsmethoden, um zu ihrer inneren Mitte und zur Ruhe zu finden. Meditieren ist nicht nur ein wichtiger Teil der buddhistischen Lehre des Yogas, es gibt noch viele weitere Meditationsarten. Dazu zählen beispielsweise Qui Gong, Zen-Meditation und ebenso autogenes Training und Progressive Muskelentspannung. Meditation ist oft auch eine spirituelle Praxis. Die unterschiedlichen Konzentrationsübungen können zu tiefer Entspannung, einem veränderten Bewusstsein und mehr Achtsamkeit führen. 

Studien haben unlängst bewiesen, dass Meditieren viele positive Effekte hat. Es kann dir dabei helfen:

  • mehr Ruhe und Entspannung zu finden,
  • dich besser zu konzentrieren, 
  • besser zu schlafen,
  • resistenter gegenüber Stress und Anspannung zu sein, 
  • ein starkes Immunsystem zu haben,
  • und so Kopfschmerzen und Migräne vorzubeugen.
Eine Frau vor dem Laptop bei geführter Meditation gegen Migräne

Was bewirkt innere Einkehr bei Migräne-Patienten?

Meditieren kann einen positiven Einfluss auf dein Wohlbefinden haben, wenn du es regelmäßig machst. Denn jedes Mal, wenn du meditierst, gibst du deinem Geist Ruhe und Zeit, alle Eindrücke zu verarbeiten. Dadurch vermeidest du eine Reizüberflutung, die die Hauptursache für Kopfschmerzen und Migräne ist. Regelmäßiges Meditieren trägt genauso wie Yoga und andere Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion bei und kann somit ebenfalls helfen, chronische Kopfschmerzen zu lindern.

Meditation heißt aber nicht automatisch einfach nur stillsitzen, die Augen schließen und die Gedanken vorbeiziehen lassen. Das Sitzen in der Stille, auch als Zen Meditation bezeichnet, ist eben nur eine Form der passiven Meditation. Diese zu erlernen, kann am Anfang sehr schwer sein. Wer schafft es schon, 20 Minuten ruhig zu sitzen und sich nur auf sich selbst zu konzentrieren? Hilfreich beim Einstieg können deshalb unterschiedliche Mantras sein. Ein Mantra ist ein Spruch, den du immer wieder in Gedanken aufsagst. Ein mögliches Mantra wäre "Mir geht es gut" oder "Ich finde immer mehr zu meiner Mitte". Auch geführte Meditationen in der Gruppe oder Online-Videos können den Einstieg in die Meditation erleichtern.

Anleitung für Meditation gegen Kopfschmerzen: So klappt es mit dem Meditieren

Nimm dir am besten einen festen Zeitpunkt am Tag vor! Optimal ist es direkt nach dem Aufstehen.

  1. Finde eine bequeme Haltung im Sitzen oder Liegen und schließe deine Augen!
  2. Richte deine Aufmerksamkeit zunächst auf deinen Atem und versuche, möglichst tief und gleichmäßig ein- und auszuatmen!
  3. Nimm die Gedanken, die durch deinen Kopf gehen, wahr und lass sie ebenso wieder ziehen!
  4. Versuche Ängsten und Sorgen nicht zu viel Raum zu geben oder sie negativ zu bewerten! Du nimmst sie einfach nur wahr und lässt sie wieder los.

Du kannst dir am Anfang auch einen Wecker stellen und mit fünf Minuten pro Tag beginnen. Dann steigerst du dich Stück für Stück, bis du bei mindestens 20 Minuten am Tag angelangt bist. Meditation zu erlernen, erfordert zugegebenermaßen Disziplin und Durchhaltevermögen. Wenn du dir überlegst, wie viele positive Einflüsse Meditation auf deinen Körper und Geist haben kann, sollte es dir das definitiv wert sein.