Massagen gegen Migräne – Kopfschmerzen sanft in den Griff bekommen: Experten-Podcast mit Heilpraktiker Thomas Gurniak

Migräne beschäftigt viele Menschen. Die Symptome schränken bei vielen Betroffenen den Alltag ein und werden oft mit starken Medikamenten behandelt. Manche Migräne-Patienten versuchen auch durch pflanzliche Mittel oder psychologische Maßnahmen den pulsierenden Kopfschmerzen entgegenzuwirken. Aber auch eine spezielle Massagemethode zur Entspannung der Nackenmuskulatur kann bei diesen Beschwerden helfen, wie Experte und Heilpraktiker Thomas Gurniak verrät.

Was unterscheidet Migräne von anderen Kopfschmerzen?

60 % aller Deutschen und Österreicher sind nach eigenen Angaben gelegentlich von Kopfschmerzen betroffen. Viele von ihnen leiden unter wiederkehrenden Attacken. Etwa 200 unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen wurden bereits deklariert, wobei Spannungskopfschmerzen und Migräne zu den häufigsten Kopfschmerzen zählen. Doch wie unterscheiden sich die beiden Formen voneinander?

Bei „normalen Kopfschmerzen“ breitet sich oft ein dumpfer Schmerz über den ganzen Kopf aus. Migräne dagegen taucht meist einseitig auf. Der sehr starke Schmerz wird von Betroffenen meist als „hämmernd“ oder „pulsierend“ beschrieben und kann in Begleitung von weiteren Beschwerden, wie Übelkeit oder Überempfindlichkeit gegenüber Licht auftreten. Im Zweifel sollte man aber für eine eindeutige Abklärung immer einen Arzt aufsuchen.

Frau mit einseitigen Kopfschmerzen oder Migräne

Welche Symptome zeigen sich bei Migräne?

Etwa 20 % der Betroffenen erleben die Migräne mit einer Aura, neurologischen Störungen wie Flimmern, Lichtblitzen oder Einschränkungen des Gesichtsfeldes. „Oft geht die Migräne mit einer Übelkeit, ja sogar Erbrechen und einer Lichtempfindlichkeit einher,“ weiß Thomas Gurniak, Heilpraktiker mit Naturheil-Praxis in Taufkirchen bei München. Migräne-Attacken können nach 20 bis 30 Minuten abklingen, aber auch ein, zwei Tage lang anhalten. „Je nachdem, was die Migräne auslöst,“ so Naturheilpraktiker Thomas Gurniak.

Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal liegt auch darin, dass sich Menschen mit Spannungskopfschmerzen in der Regel bei Bewegung an der frischen Luft besser fühlen, während Migräne-Patienten aufgrund der Begleiterscheinungen sich lieber im Dunkeln aufhalten und ausruhen.

Migraene-Aura

Was sind die Auslöser für Migräne?

Migräne ist laut neuesten Forschungen eine multifunktionelle Störung. Getriggert werden kann eine Migräne durch mehrere Faktoren:

  • Wetter: starke Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Stress: Die Migräne kommt oft am Ende einer außerordentlich stressigen Phase.
  • Sport: Körperliche Anstrengung, vor allem Krafttraining, kann eine Migräne auslösen.
  • Hormone: Bei Frauen tritt die Migräne häufig während der Menstruation auf, wenn der Östrogen-Spiegel sinkt.
  • Lebensmittel: bestimmte Nahrungsmittel mit hohem Histamingehalt (Käse, Tomaten, etc.) sind mögliche Auslöser für die Migräne.
  • Alkohol: Alkohol zählt zu den häufigsten Auslösern, wobei nicht die Menge, sondern die Inhaltsstoffe und die Tageszeit Triggerfaktoren sein können.
  • Schlaf: Auf Abweichungen vom Schlafrhythmus kann der Körper ebenfalls mit einer Migräne-Attacke reagieren.

Welche Ursachen für Migräne sind die häufigsten?

Schlafmangel, übermäßiger Stress, sowohl privat als auch beruflich, zählen zu den häufigsten Faktoren, die eine Migräne auslösen. Aber auch Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien können schuld am Auftauchen einer Migräne sein. Diese führen im Magen-Darm-Trakt zu Entzündungen, heben den Entzündungseiweißspiegel und lösen so eine Antwort des Immunsystems, das zum Großteil im Darmtrakt liegt, aus.

„Lassen Patienten die Lebensmittel weg, die einen Histaminüberschuss auslösen, ist nach unserer Erfahrung auch die Migräne meist weg“, betont Thomas Gurniak.

Frauen sind viel häufiger von einer Migräne betroffen, weil auch Hormonschwankungen eine Rolle dabei spielen können. Der Ursprung einer Migräne kann tatsächlich im weiblichen Hormonhaushalt liegen. Allerdings werden die weiblichen Hormone auch durch den eigenen Stoffwechsel beeinflusst. „Histamin, Serotonin, aber auch Adrenalin und Noradrenalin gehören zu diesen „Influencern“, erklärt Gurniak. „Stress verändert und verschiebt die Spiegel dieser Hormone, weshalb es dann zum Ausbruch der Migräne kommen kann.“ Stress ist also immer ein erhöhter Trigger-Faktor für dieses nahezu unerträgliche „Gewitter im Kopf“.

Vitamine, Massage und Co: Was tun gegen Migräne?

Da der Histaminüberschuss bei einer Migräne eine große Rolle spielt, kann Vitamin C helfen. „Wir spritzen in unserer Praxis als eine akute Maßnahme Vitamin C, da dieses Vitamin sehr effektiv hilft, Histamin abzubauen“, erklärt Thomas Gurniak.

Weil die Klienten stressbedingt oft sehr verspannt im Nacken sind, kann auch eine Lockerung der Nackenmuskulatur bei einer Migräne-Attacke sehr hilfreich sein. Dadurch wird die Durchblutung in der Muskulatur angeregt. Schlackenstoffe können so besser abgebaut werden und Vitamine und Nährstoffe besser eingeschleust werden. „Hier eignet sich besonders ein Gerät, das die pneumatische Pulsationsmassage (PPM) nach Deny mit den klassischen Methoden des Schröpfens, der Lymphdrainage und der Massage bzw. der Reflexzonenmassage vereint“, erklärt Gurniak: der Pneumatron® 200.

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Wie kann die pneumatische Pulsation bei Migräne helfen?

Über den Wechsel von atmosphärischem Druck und sanftem Unterdruck des Pneumatron® 200 wird das Gewebe etwa  zweihundertmal pro Minute über Glocken angesaugt und sofort wieder entspannt. So wird die Bewegung der Gewebeflüssigkeiten angeregt, das Gewebe kommt sanft in Schwingung. Das gelingt in einer Tiefe von bis zu 8 cm und erreicht über Reflexbögen sogar innere Organe.

„Durch die Pulsation werden Blut und Lymphe angeregt. Im Gewebe angesammelte Stoffwechselschlacken und Umweltschadstoffe können so besser abtransportiert werden. Vitalstoffe, Hormone aber auch Mineralien kommen besser an die Zellen und Zellverbände heran“, erklärt Thomas Gurniak.

Oft können speziell auch bei Migräne die Faszien, die den gesamten Körper und das Organsystem durchziehen, mit eine Rolle für die starken Kopfschmerzen spielen. Mit der PPM können Faszien gelöst und vor dem „Verkleben“ bewahrt werden. „Jede Massage kann außerdem eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem haben“, so Gurniak. Die Aktivität des Parasympathikus, des entspannenden Teils, wird erhöht, während die Anspannung, die über den Sympathikus geschieht, nachlässt. Das wirkt dem Stress entgegen und sorgt für eine Harmonisierung. Diese PPM-Massagen werden von Heilpraktikern, Therapeuten, oft auch Ärzten angewandt. „Weil die Tiefenwirkung oft noch besser als bei einer Massage ist, sprechen Klienten oft bereits nach wenigen Minuten Behandlung mit dem PPM-Gerät von einer deutlichen Erleichterung“, ist Thomas Gurniak begeistert.

Massage gegen Migräne mit dem Pneumatron

Wie kann ich Migräne vorbeugen?

Ganz wichtig, um Migräne-Attacken vorzubeugen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser, Tee, vor allem Leber- oder Nierentees, die den Abtransport von Schlacken- und Schadstoffen positiv beeinflussen, sind vor allem für Migräne-Patienten wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung.

Auch sollte über den Arzt abgeklärt werden, ob Lebensmittelunverträglichkeiten oder eine Histaminintoleranz vorliegen. „Das kann ganz leicht über den DAO -Spiegel (Diaminoxidase) festgestellt werden“, so Gurniak.

Zu den häufigsten Ursachen seiner Erfahrung nach zählt aber auch die verspannte Nackenmuskulatur. "Mit der Pneumatischen Pulsationsmassage können die Häufigkeit und die Intensität von Migräne-Attacken aus meiner Praxis-Erfahrung sehr oft reduziert werden“, erklärt Gurniak.

„Eines der besten Voraussetzungen, um Migräne-Attacken vorzubeugen, ist zudem ein gutes Stressmanagement: Stress zu reduzieren, ausreichende Schlafphasen und sich öfter einmal etwas Gutes tun, hilft ebenfalls, solche Attacken zu verhindern“, gibt Gurniak noch einen letzten entscheidenden Expertentipp.

Bei Buchstabenwürfeln wird aus Verspannung Entspannung

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.



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