Wechseljahre: Kopfschmerzen, Migräne und Co. müssen nicht sein – sanfte Lösungen

Hitzewallungen, depressive Verstimmungen und Schlafstörungen, aber auch Kopfschmerzen und Migräne können Frauen in den Wechseljahren große Probleme bereiten. Dabei muss nicht immer gleich zu Medikamenten gegriffen werden. Denn die Symptome in der Menopause lassen sich oft ganz einfach mit Homöopathie lindern.

Ältere Frau mit Kopfschmerzen

Was verursacht Kopfschmerzen in den Wechseljahren?

Der Wechsel von der letzten Regelblutung bis zu seinem einjährigen Ausbleiben bezeichnet man bei Frauen als Klimakterium oder Menopause. Die Regelblutung bleibt aus, da die Eierstöcke nicht mehr arbeiten und kein Ei mehr heranreift. Meist findet das zwischen dem 47. und dem 52. Lebensjahr statt. Die sogenannten Wechseljahre (Menopause) oder das Klimakterium können bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen. Sie sind gekennzeichnet durch die hormonelle Umstellung während dieser Zeit.

Progesteron und Östrogen sinken, während der Testosteronspiegel gleichbleibt. Das bedeutet, dass sich neben den Auswirkungen der Hormonschwankungen auch der Körper der Frau verändert. Fettpölsterchen, die die Rundungen an Po und Hüften bestimmen, rutschen jetzt eher Richtung Bauch. Durch diese Veränderung des Hormonhaushalts können während des Klimakteriums zahlreiche Wechseljahresbeschwerden auftreten, wie etwa Schweißausbrüche und Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzklopfen, aber auch Migräne und Kopfschmerzen.

Was ist das Besondere an Kopfschmerzen und Migräne in den Wechseljahren?

Kopfschmerzen oder Migräne gehören oft zu den Symptomen für Wechseljahresbeschwerden. Auch wenn man bisher recht wenig über die echten Ursachen weiß, sind oft Hormonschwankungen für Kopfschmerzen oder Migräne bei vielen Frauen verantwortlich. Denn bei Frauen taucht die Migräne dreimal häufiger auf als bei Männern.

Kopfschmerzen oder gar Migräne können sogar in den Wechseljahren oft ganz neu auftauchen, beispielsweise im Zuge einer Hormonersatztherapie. Neben den Hitzewallungen, depressiven Verstimmungen und anderen Problemen der Menopause leiden diese Frauen bei Migräne zusätzlich unter dem Pochen im Kopf, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder sogar Erbrechen. Vor allem in den Wechseljahren ist eine Migräne ein ernstzunehmendes Problem. Der Gang zum Arzt ist in diesem Fall unbedingt notwendig. Der Hausarzt überweist häufig zu einem entsprechenden Facharzt, da oft erst abgeklärt werden muss, ob nicht andere Ursachen als die Wechseljahre den Beschwerden zugrunde liegen.

Erst bei ausreichender Diagnose kann der Arzt eine Behandlung vorschlagen. Wenn sich der erste Verdacht als Begleiterscheinung für die Wechseljahresbeschwerden bestätigt, wird ein Ziel für die Behandlung definiert. Die Kopfschmerzen können hinsichtlich der Dauer, der Intensität und der Häufigkeit der Anfälle vermindert werden. Bei besonders starken Wechseljahresbeschwerden lindern oft nur Medikamente die Schmerzen und Symptome. Sind die Symptome nicht stark ausgeprägt, kann man auch mit sanften Lösungen, wie etwa der Homöopathie, gegensteuern.

Glasfläschen mit Pipette als Zeichen für Homöopathie
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Welche homöopathischen Mittel helfen bei Kopfschmerzen oder Migräne im Wechsel?

Das homöopathische Arzneimittel Steirofemin® wurde eigens für die Wechseljahresbeschwerden entwickelt. Es ist eine klassische Frauenbegleiterin für die Wechseljahre. Dieses homöopathische Mittel wirkt als flüssiges Kombipräparat und enthält mehrere Wirkstoffe der Homöopathie:

  • Traubensilberkerze (Cimicifuga racemoasa): In der Homöopathie zeigt die Traubensilberkerze vor allem bei Gemütserkrankungen von Frauen Wirkung, die mit dem Hormonhaushalt in Verbindung stehen. Damit lassen sich speziell depressive Verstimmungen vor oder während der Periode lindern. Auch bei unregelmäßigen Blutungen und anderen Menstruationsstörungen kann dieses Mittel helfen. Das Arzneimittelbild in der Homöopathie wirkt außerdem dem Libidoverlust, der Abneigung gegen den Geschlechtsverkehr, Herzklopfen, Migräne, Hitzewallungen, nächtlichem Schweißausbruch, sowie Kopfschmerzen und Migräne entgegen.
  • Ignatiusbohne (Strychnos ignatii): Zu den Anwendungsgebieten in der Homöopathie zählen bei der Ignatiusbohne nervöse Verstimmungen, Krampfzustände von Muskeln und Organen, sowie Schweißausbrüche und Hitzewallungen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen.
  • Kanadische Blutwurzel (Sanuinaria canadensis): In der Homöopathie lassen sich mit der Kanadischen Blutwurzel sämtliche Beschwerden der Wechseljahre behandeln, die durch vasomotorische Störungen verursacht werden. Dazu zählen etwa Angstgefühle, Schwindel, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen und psychische Labilität während des Klimakteriums.
  • Tintenfisch (Sepia officinalis): Der Tintenfisch zählt ebenfalls zu den typischen homöopathischen Mitteln gegen Wechseljahresbeschwerden. Sein Arzneimittelbild ähnelt der Traubensilberkerze sehr stark. Mit ihm lassen sich nicht nur Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Übelkeit oder Kopfschmerzen behandeln. Die gesamte Symptomatik bei Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane fällt außerdem in diesen Bereich der Homöopathie.

Die Dosierung von homöopathischen Mitteln sollte grundsätzlich mit dem Arzt abgesprochen sein. Es empfiehlt sich bei Steirofemin® aber die Faustregel "Je akuter die Beschwerden, desto häufiger die Anwendung". 40 Tropfen auf einen halben Liter Wasser über den Tag verteilt getrunken, können die Symptome lindern. Bei Hitzewallungen sollten akut 3-5 Tropfen pur eingenommen werden. Diese Dosierung gilt aber höchstens einmal pro Stunde.

Ebenso Linderung verschaffen kann das homöopathische Migränemittel DOLFIN von Steierl Pharma. Auch hier ist die Dosierung an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Gegen die typischen Beschwerden und vor allem gegen Migräneattacken kann man nicht nur homöopathisch helfen. Neben einer ausreichenden Zufuhr an Flüssigkeit (am besten frisches und sauberes Quellwasser) kann etwa Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen aufgetragen werden und so den Kopfschmerz lindern. Aber auch die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowie die Zufuhr von Frischluft können sich bei Migräne positiv auswirken. Wichtig ist es auch, die Angst vor den Wechseljahren zu überwinden. Das Klimakterium sollte nicht als Krankheit, sondern als ein natürlicher Lebensabschnitt gesehen werden, der viele Chancen offenbaren kann. Durch einen lockereren Umgang mit der Thematik kann auch der Kopf wieder freier werden.

Sojabohnen und Tofu für Ernährung in den Wechseljahren

Kann die Ernährung bei Wechseljahresbeschwerden und Migräneattacken helfen?

Wenn Frauen in den Wechseljahren nur an leichten Migräneattacken leiden oder diese nur sehr selten vorkommen, können auch sogenannte Phytoöstrogene helfen. Die Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die eine hormonähnliche Wirkung besitzen. Sie kommen natürlich etwa in Sojabohnen, Tofu, Sojamilch, Miso oder Erbsen vor.

Frauen sollten in den Wechseljahren ganz besonders auch auf die Ernährung achten. Denn zusätzlich zur Behandlung mit homöopathischen Mitteln lässt sich bei Schmerzen und anderen Wechseljahresbeschwerden auch mit der Ernährung Migräneattacken vorbeugen. So gibt es gewisse Nahrungsmittel, die einen Triggerfaktor darstellen. Das bedeutet, dass solche Lebensmittel eine Kopfschmerzattacke begünstigen können. Dazu zählen etwa Rotwein, Käse, Zitrusfrüchte und Süßigkeiten. Auch bestimmte Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker wie Glutamat können Attacken auslösen. Des Weiteren sollen Alkohol und Histamine Migräne in den Wechseljahren auslösen können. Verzichten sollten Frauen in den Wechseljahren oder Migräniker auf stark verarbeitete Lebensmittel. Neben Mitteln zum Haltbarmachen stecken in Fertiggerichten oft auch zu viel Zucker und Farbstoffe.

Auch eine basische Ernährung kann helfen, die Anzahl der Migräneattacken zu reduzieren. Die Auswahl an basischem Obst (z. B. Äpfel, Weintrauben, Zitronen, Heidelbeeren, Bananen,...), basischem Gemüse (z. B. Artischocken, Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Brokkoli, Blattsalate,...) und Kräutern (z. B. Oregano, Pfefferminze, Schnittlauch,...) ist groß und bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Basische Pilze wie Pfifferlinge, Shiitake, Champignons oder Steinpilze ergänzen den Speiseplan.

Einige Forscher vermuten, dass Migräniker außerdem einen erhöhten Energiebedarf haben, da die Reizverarbeitung im Gehirn mehr Energie in Anspruch nimmt. Regelmäßige Mahlzeiten sind deshalb ein Muss. Am besten frisch gekocht aus gesunden Zutaten. So lassen sich Wechseljahresbeschwerden auf sanfte Art lindern.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.