Welche ist die schonendste Dauerwelle: Arten und Informationen

Weiche Beach-Waves, großzügige Locken oder frech gekraust – mit einer Dauerwelle lassen sich viele Frisuren realisieren. Je nach Haartyp stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen deine Haare mehr Fülle bekommen. Lies hier, welche Dauerwellen-Arten es gibt und ob die neuen Behandlungsmethoden für die Haare schädlich sind.

Frau mit Dauerwelle

Welche Dauerwellen-Arten gibt es und welche ist geeignet?

Wer glatte Haare hat, kann mit einer Dauerwelle neuen Schwung in die Frisur bringen. Von zarten Wellen bis hin zu kleinen Locken ermöglicht die chemische Prozedur viele Frisuren.

Grundsätzlich gibt es heutzutage zwei Behandlungsmöglichkeiten: die saure und die alkalische Dauerwelle. Bei der ersten werden die Schwefelbrücken im Haar sanfter gebrochen, was besonders für empfindliche oder poröse Haare geeignet ist. Jedoch hält diese Methode nicht ganz so lange wie eine alkalische Anwendung. Bei dieser wiederum kommt eine Zusammensetzung mit einer chemisch höheren Konzentration zustande und das Haar wird stärker angegriffen.

Welche am besten geeignet ist, hängt von einigen Faktoren ab, die es zu berücksichtigen gilt:

  • Die Haarsubstanz spielt eine große Rolle. Es sollte beachtet werden, ob die Haare dünn oder dick sind, porös oder gesund. Ist das Haar dick und füllig, hat es die Dauerwelle schwerer, richtig schöne Locken vom Ansatz bis zu den Spitzen zu kreieren. Feines Haar hat es da wesentlich einfacher, denn hier greift eine Dauerwelle besser und du erhältst prachtvolle Locken.
  • Welches Ergebnis möchtest du mit der Dauerwelle erzielen – große oder kleine Locken? Möchtest du sanfte Wellen oder deiner Frisur nur etwas mehr Volumen verleihen? Hier reicht eine leichte Dauerwelle oder eine Ansatz- bzw. Volumenwelle aus.
  • Ist das Haar gefärbt oder noch unbehandelt?

Beide Arten von Dauerwellen können auch als "Ansatz-Dauerwelle" angewendet werden. Hier haben wir beide Varianten etwas genauer unter die Lupe genommen.

Frau mit roten Dauerwellen-Locken

Saure Dauerwelle – die schonende Methode

Die saure Dauerwelle mit einem pH-Wert von 6 bis 6,9 ist relativ mild für die Haare. Dies hat den Vorteil, dass sich die Haarschuppen nicht zu stark öffnen und das Haar vergleichsweise wenig Schaden nimmt.

Sie eignet sich am besten, um eine Frisur mit den beliebten Beach-Waves zu zaubern. Sogar strapaziertem Haar kann mit einer sauren Dauerwelle zu leichten Locken verholfen werden. Saure Dauerwellen sind auch für gefärbtes oder blondiertes Haar gut eignet, denn die ohnehin schon strapazierten Haare werden so nicht noch weiter angegriffen. Die Rezeptur wurde vor einigen Jahren neu aufbereitet und entstanden ist ein schonendes Produkt für ein einheitliches Wellenergebnis, von einer Haltbarkeit mit etwa vier Monaten.

Ist eine alkalische Dauerwelle schädlich für meine Haare?

Schöne Locken möchte fast jede Frau gerne besitzen, doch was tun, wenn man nicht von Natur aus mit einer sprunghaften Lockenpracht und glänzenden Wellen gesegnet ist? Die chemische Dauerwelle machts möglich und sie ist heute längst nicht mehr so schädlich wie in den 80iger Jahren.

Die alkalische Dauerwelle hat einen ph-Wert von 7,1 bis 9 und eignet sich für jede Haarstruktur. Zu bedenken ist allerdings, dass die chemische Dauerwelle aggressiver ist und das Haar stärker beschädigt, als die saure Variante. Lass dich vor jeder alkalischen Behandlung von deinem Friseur beraten, er weiß ganz genau, was für dein Haar das Beste ist!

Mit der richtigen Pflege hält eine alkalische Dauerwelle bis zu sechs Monate. Um das Haar schon vor dieser Behandlung zu schonen, gibt es spezielle Vor-Pflegeprodukte, die einzelne Haarfasern mit Keratin oder Kollagen schützen. In der Dauerwellenflüssigkeit selbst stecken ebenfalls Pflegestoffe, wie geschmeidig machende Seidenproteine, Feuchtigkeit spendendes Aloe Vera oder Aminosäuren. 

Frau mit dunklen Locken

Die Dauerwelle präsentiert sich im neuen Look

Wer hätte das gedacht? Die absolute Trendfrisur der 80iger und 90iger feiert ihr Comeback. Doch statt mit kleinen Löckchen, zeigt sich die Dauerwelle von heute in großen coolen Wellen und hat nichts mehr mit den Frisuren von damals zu tun. Dauerhaft große Locken sind das Markenzeichen der aktuellen Haar-Form. Die leichten Wellen wirken besonders natürlich und passen zu jedem Haartyp, da sie den Naturlocken in ihrer Form ähneln.

Doch ganz ohne Chemie kommt eine Dauerwelle auch heute nicht aus. Das deutet schon die Bezeichnung permanente Umformung an, unter der die Dauerwelle bekannt ist. Dabei werden bestimmte Brückenverbindungen im Haar gelöst und anschließend in einer neuen lockigen Form wieder fixiert. Die Größe der Locken hängt von den Wicklern ab, also je größer die Wickler, umso schwächer ist die Wellung und geringer die Haltbarkeit. 

Ablauf: Wie entstehen die Locken beim Friseur?

Unser Tipp: Lass bei einer Dauerwellen-Behandlung auf jeden Fall einen erfahrenen Friseur an deine Haare! Um Haarschäden vorzubeugen, ist von "Do-It-yourself" Dauerwellen im Alleingang zu Hause unbedingt abzuraten.

  1. Zunächst wäscht der Friseur deine Haare gründlich mit einem reinigenden Shampoo, sodass sie frei von Fett und Stylingsrückständen sind. Denn nur so kann die Dauerwelle gleichmäßig und leicht wirken.
  2. Dann werden die Haare über spezielle Dauerwellenwickler in der gewünschten Lockengröße gedreht und mit Dauerwellenflüssigkeit versehen. Um die Haarspitzen vor dem Umknicken zu schützen, werden sie in Spitzenpapier eingewickelt. 
  3. Nach einer entsprechenden Einwirkzeit wäscht der Friseur die Flüssigkeit aus und trägt eine Fixierung auf.
  4. Rund zehn Minuten später kann diese ausgewaschen werden und die Haare sind dauerhaft gewellt.
Frau beim Haare föhnen

Tipps für die richtige Pflege für dauergewelltes Haar

Eine Dauerwelle strapaziert das Haar und es verliert an Elastizität und Reißfestigkeit. Dementsprechend solltest du bei der Pflege von dauergewelltem Haar sehr sorgsam vorgehen. Hier findest du einige Tipps für eine perfekte Pflege bei dauergewelltem Haar:

  • Shampoos und Conditioner verwenden, die Feuchtigkeit spenden
  • Haarkuren und Masken regelmäßig anwenden
  • Im Sommer Produkte mit UV-Schutz auftragen
  • Hitzeschutz vorm Föhnen verwenden bzw. niedrige Hitzestufe beim Föhnen
  • Feinzackige Bürsten und Kämme vermeiden