Loslassen und unser eigenes Glück suchen...

Ich bin 50 Jahre jung, seit 27 Jahren mit meinem Schatz verheiratet und Mutter von zwei Töchtern im Alter von 23 und 25 Jahren. Im Sommer 2014 erreichte mein beziehungsweise unser Leben einen absoluten Tiefpunkt. Zu diesem Zeitpunkt war meine jüngere Tochter bereits seit vier Jahren „seelisch“ erkrankt.

Ein krankes Kind sitzt am Stuhl

Was bewirkte die Erkrankung meiner Tochter?

Kurz zur Vorgeschichte: Schulabbruch (Matura), monatelange Klinikaufenthalte, Antidepressiva, wöchentliche Therapien, regelmäßige Kontrollbesuche beim Psychiater. Die Diagnose der Ärzte lautete “Zwangsgedanken bzw. Zwangsstörung“, eine unheilbare Erkrankung, die es nur schwer ermöglicht, ein „eigenständiges“ Leben zu führen und ein eigenes Einkommen zu verdienen. Für uns brach eine Welt zusammen. Wir waren schockiert, hilflos und überfordert.

Warum und wie konnte das passieren? Was hatten wir Eltern falsch gemacht? Ängste, Schuldzuweisungen, Verurteilungen, Wut, Hass, Schwere, Traurigkeit,… Irgendwer musste doch Schuld sein. Die darauffolgenden Jahre waren ein Auf und Ab. Die Erkrankung unserer Tochter bestimmte unseren Lebensinhalt. Ängste erzeugten weitere Ängste, unsere negativen Gedanken manifestierten selbst Krankheiten bei uns. Ich pflegte meine Opferrolle und die Belastung, die Schwere, die Verzweiflung, die Streitereien, als das nahm kein Ende. Dass es in meiner Ehe mehr als nur kriselte, war nicht zu verhindern.

Aus der Spirale ausbrechen...

Genau zu diesem Zeitpunkt, als ich dachte, ich kann einfach nicht mehr, "fiel“ uns etwas Wunderbares zu. Der Wunsch nach Veränderung in unserem Leben war sehr groß, wir wussten, so konnte es nicht mehr weitergehen. Mein Mann und ich entschieden, ein Spiegel/Karma Seminar zu besuchen (meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt wieder in der Klinik). Und wow!!! Es war eine der besten Entscheidungen in meinem beziehungsweise unserem Leben. In diesem Seminar hörten und lernten wir von unbewussten, negativen abgespeicherten Muster, die für unsere Lebenssituation verantwortlich waren. Wir erlernten mit Hilfe eines „karmischen“ Werkzeuges, diese Muster zu löschen, beziehungsweise aufzulösen. Dieses Seminar war neben dem Erlernen des karmischen Werkzeuges reich an wertvollen, wunderbaren Erkenntnissen in Sachen Liebe, Geborgenheit, Lasten loslassen, und für uns der Beginn eines neuen Lebens. Seit diesem Zeitpunkt bin ich dankbar für alle meine Erfahrungen, die ich mir selbst ausgesucht habe.

Glückliche Eltern mit einem Teenager schauen zum Himmel

Warum hat unser Verhalten Auswirkung auf das unserer Kinder?

Wir alle haben vom Tag unserer Geburt an positive und negative Erfahrungen gemacht. Unbewusst haben uns in unserer Kindheit vorherrschende Denk- und Gefühlsmuster aus unserem Elternhaus beeinflusst. Diese geben wir von Generation zu Generation weiter. Unsere Kinder tun niemals das, was wir ihnen sagen. Sie tun das, was wir ihnen vorleben. Vor lauter Angst und Sorge hatte ich in dieser Zeit auf eines vergessen, auf den wichtigsten Menschen in meinem Leben: Auf MICH.
Fehler und negative Lebenssituationen sind wertvolle Chancen, an denen wir wachsen und lernen.

Wir Eltern wollen glückliche Kinder haben. Um dies zu erreichen, dürfen wir Vorbild sein und selbst das Verhalten zeigen, dass wir gerne bei unseren Kindern sehen möchten. Auch unsere Kinder wollen glückliche Eltern haben. Ich liebe meine Kinder, deshalb darf ich ihnen zeigen und vorleben, dass ich kein Opfer bin und dass es möglich ist, meine Erfahrungen zu verändern, indem ich die Verantwortung für mein Leben übernehme. Sich Sorgen um die Kinder zu machen hat nichts mit Liebe zu tun. Es sind oft unsere eigenen verdrängten und verleugneten Ängste.

Autoren: Gerda und Peter Ambichl