Der perfekte Schnitt für jede Frau: Welches Kleid passt zu mir?

Kleider sind feminin, angenehm zu tragen und sehr praktisch, da ein einziges Kleidungsstück reicht, um komplett angezogen zu sein. Das richtige Kleid kann deine Vorzüge perfekt zur Geltung bringen – egal ob am Abend, tagsüber, im Urlaub oder im Büro. Allerdings ist es wichtig, Stoff, Muster, Länge und Schnitt auf die eigene Figur abzustimmen. Wir verraten, welches Kleid zu welchem Typ Figur passt.

Frau fröhlich in Kleid auf einem Bein

Busen, Taille und Co: Welcher Figur-Typ bin ich?

Jede Frau ist anders und auf ihre Art schön. Stil und Geschmack haben wenig mit Aussehen zu tun. In der Mode wird die Figur in bestimmte Typen eingeteilt. Dabei geht es vor allem um das Verhältnis von Schultern, Busen und Hüften zueinander. Auch die Bein- und Armlänge, Bauch und Busen spielen eine Rolle.

Sehr vereinfacht können diese Proportionen in folgende Typen eingeteilt werden. Wenn du dir bei deinem Typ nicht ganz sicher bist, kannst du deine Proportionen auch mit einem Maßband und einem Taschenrechner ermitteln. Miss dafür Brust, Hüfte und Schulterumfang ab! Lege das Maßband an der breitesten Stelle an! Bei der Taille an der schmalsten Stelle! Deinen Figur-Typ ermittelst du dann mit folgenden Formeln:

  • X-Typ: Diese Figur hat die typische Sanduhrform. Hüften und Schultern sind etwa gleich breit und sie hat eine schmale Taille. Hier gibt es weniger als fünf Prozent Unterschied oben und unten. Die Taille ist mindestens um 25 Prozent kleiner als Hüfte oder Schultern. 
  • H-Typ: Frauen mit der H-Figur sind gerade gebaut. Hüften und Schultern sind etwa gleich breit, die Taille ist nicht sehr ausgeprägt. Diese Figur wirkt sehr sportlich und elegant. Schultern-, Hüft- und Brust-Maße unterscheiden sich nicht mehr als fünf Prozent. Die Taille ist maximal um 25 Prozent schmäler.
  • A-Typ: Bei der A-Linie werden zarte Schultern und eine schwungvolle Taille von breiten Hüften und kräftigen Oberschenkeln begleitet. Teile den Wert deiner Hüfte durch den Wert der Schulter oder der Brust. Ist das Ergebnis gleich oder größer als 1,05, ist man ein A-Typ.
  • V-Typ: Schmale Hüften und breite Schultern dominieren bei dieser Figur. Bauch und Busen können etwas mehr Fülle haben. Oft sind die Beine etwas länger. Die Berechnung erfolgt durch Schultermaße geteilt durch Hüftmaße. Ist der Wert größer oder gleich 1,05, gehörst du zum Figurtyp V.
  • O-Figur: Frauen mit dem O-Typ haben schmale Beine und Arme. Busen oder Bauch können etwas voluminöser sein. Die Taille kann mehr Umfang haben als die Hüfte oder die Schultern. 
Grafik zeigt verschiedene Figurtypen

Welches Kleid passt zu welchem Körper?

Ein Kleid ist ein sehr schönes Kleidungsstück, mit dem du deinen Auftritt perfekt in Szene setzen kannst. Hosen mögen vielleicht praktischer im Alltag sein – in einem Kleid bewegst du dich aber schon ganz anders. Obendrein kann die Luft im Sommer darunter zirkulieren, was bei hohen Temperaturen für Kühlung sorgt.

Ein gelungenes Outfit hat immer das Ziel, eine Sanduhr-Silhouette zu erzeugen. Das wirkt optisch ausgewogen und harmonisch und nicht zuletzt weiblich. Das menschliche Auge mag Symmetrie. Deswegen empfinden wir etwa gleich großen Oberkörper und Unterkörper als angenehm. Egal wie dein Körper auch gebaut sein mag - mit dem perfekten Kleid gelingt das immer. 

Figurschmeichler A-Linie

Ein Kleid mit A-Linie wird von oben nach unten immer weiter und sieht eben wie ein A aus. Es steht fast jeder Frau. Beim X-Typ wird die weibliche Silhouette betont, während der Schnitt bei Frauen mit dem H-Typ optisch mehr Kurven bekommen. Eventuelle Problemzonen um die Hüfte und die Oberschenkel werden von dieser Kleiderform optimal kaschiert. Vorteilhaft wirkt sie ebenfalls bei einer großen Oberweite und breiten Schultern: Sie bringt die Proportionen ins Gleichgewicht.

Kurvenwunder Wickelkleid

Das Wickelkleid ist bequem und praktisch. Es wird meist in der Taille mit einem Gürtel geknotet. H-Typ-Frauen bekommen dadurch schöne Kurven, O-Typ-Frauen können die ihren so geschickt in Szene setzen und ein kleines Bäuchlein verstecken. Wer breitere Hüften hat oder ein V-Typ ist, sollte bei einem Wickelkleid aber aufpassen, dass diese Zonen nicht übermäßig betont werden. 

Lässiger Allrounder: Das Hemdblusenkleid

Das Hemdblusenkleid ist einfach ein schmäler geschnittenes Hemd, das so lange ist, dass es als Kleid durchgeht. Breite Hüften und Schultern werden durch den geraden Schnitt proportional ausgeglichen. Ein aufgeknöpfter Kragen verlängert optisch deinen Oberkörper – ideal für jene mit großem Busen. X-Typen oder H-Typen sollten aber unbedingt einen Gürtel dazu nehmen, da sie sonst schnell „kastig“ aussehen. 

Die Essenz der Eleganz: Das Etuikleid

Ein Etuikleid ist figurbetont geschnitten, knielang und ohne Ärmel. Es steht Sanduhrtypen, androgynen Figuren oder der V-Figur. Diese sollten aber zu einer Variante mit langen Ärmeln greifen, da das eine harmonische Proportion unterstützt. Frauen mit O-Figur sollten diese Kleider lieber nicht tragen, da sie die Körpermitte betonen. 

Den Blick nach oben lenken: Empire-Kleid

Dieser Kleiderschnitt ist durch einen tief ausgeschnittenen Brustbereich mit direkter Raffung darunter gekennzeichnet. Ab dem Brustbereich fällt das Empire-Kleid locker geschnitten über Hüfte und Po bis zum Knie oder den Knöcheln. Die kürzere Variante heißt Babydoll. Diese Kleider kaschieren sehr viel und rücken den Brustbereich optisch in den Vordergrund. Wer einen kleinen Busen hat, ist damit gut beraten. Dieser Schnitt ist für fast jede Figur geeignet. V-Typen sollten auch hier Ärmel tragen. Nur für den O-Typ kann dieses Kleid unvorteilhaft sein. 

  • Frau in rotem Wickelkleid
  • Frau mit Kleid in A-Linie
  • Frau in Hemdkleid
Wickelkleider, Hemdblusenkleider oder die A-Linie stehen fast jedem Typ ausgezeichnet. Bei der Länge geht das Midikleid für alle.

Wie kann ich Blicke mit Längen und Farben lenken?

Mit der richtigen Kleiderlänge kannst du deine Beine optisch strecken. Hier gilt:

  • Kurze Kleider oder Minikleider stehen kleinen Menschen. Mit einem V-Ausschnitt kannst du nochmal ein paar Zentimeter größer wirken. Ideal ist die Länge des Minikleides, wenn der Saum eine Handbreit über dem Knie endet.
  • Midikleider stehen allen Figuren. Als Faustregel gilt: Es sollte noch mindestens ein Drittel des Unterschenkels zu sehen sein. Bei dickeren Waden darauf achten, dass der Saum kurz über den Waden endet und nicht an deren breitester Stelle – das betont sie sonst zusätzlich.
  • Maxikleider oder bodenlange Kleider stehen vor allem großgewachsenen Typen. Kleine Frauen sehen darin etwas verloren aus. Sie kaschieren ein Bäuchlein oder Oberschenkel gekonnt. 

Prinzipiell kannst du mit Applikationen, Rüschen, Bändern oder Musterungen einen Akzent setzen, also eine Stelle an deinem Körper betonen. Bei einem Kleid solltest du sie dort verwenden, wo du die Blicke haben möchtest. Matte, dunkle Farben dienen zum Kaschieren