Ätherische Öle – antibakterielle Wirkung einfach anwenden

Ätherische Öle sind konzentrierte Kräuter. Sie können eine wertvolle Ergänzung der Hausapotheke darstellen. Komplexe, natürliche Inhaltsstoffe aus der Natur wirken ganzheitlich und auf mehreren Ebenen. Schon wenige Tropfen können auf sehr günstige und effektive Weise Keime und Bakterien abtöten. Bereits mit einer kleinen Auswahl an naturreinen Ölen kann ein sehr breites Spektrum an alltäglichen Beschwerden abgedeckt werden. Erfahre in unserem Artikel, wie Du diese „flüchtigen" Essenzen für dich sinnvoll einsetzen kannst, zum Beispiel, welche ätherische Öle antibakterielle Wirkung haben.

Vielfalt und Natur: ätherische Öle und ihre antibakterielle Wirkung

Vielfalt ist der wichtigste Begriff im Zusammenhang mit pflanzlichen Ölen. Als Stoffwechselprodukt der Pflanze selbst schützen sie diese vor Krankheitsbefall oder unerwünschten Insekten. Ätherische (flüchtige) Öle haben oft bis zu hundert verschiedene Inhaltsstoffe. Sie bündeln die gesamte Abwehrkraft der Pflanze. Anders als etwa Antibiotika, bei denen immer nur ein einzelner Stoff zum Wirken kommt, haben ätherische Öle sehr viele Pfeile im Köcher. Das bedeutet, dass das Virus oder die Bakterien weniger schnell resistent werden können, da immer wieder andere Wirkstoffe zum Tragen kommen.

Durch ihre komplexe Struktur unterscheiden sich die pflanzlichen Öle von einem patentierten Medikament. Sie wirken komplex, vielfältig und ganzheitlich. Keime und Krankheitserreger müssen sich immer wieder neu auf die Eigenschaft der Substanz einstellen. In der Aromatherapie, der Lehre der Anwendung der duftenden und wohltuenden Substanzen, fließt viel von der traditionell chinesischen Medizin mit ein. Sie sieht den Menschen als Ganzes und geht sorgfältig auf die Suche nach der Ursache von Beschwerden.

Kräuter in Gläsern

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind konzentrierte Kräuter- oder Pflanzenessenzen. Sie sind auch Duftstoffe einer Pflanze. Wenn Du an Kräutern, Blüten oder Gewürzen riechst, nimmst Du den Duft wahr. Aber nicht jeder Duftstoff ist auch ein ätherisches Öl.

Ätherische Öle bestehen aus unzähligen chemischen Verbindungen, von denen der Duft nur eine Ebene ist. Deswegen ist die Herkunft und Qualität einer Konzentration für die Eigenschaft auch so wichtig. Der Duft selbst kann in einem Labor nachgebaut werden.

Antibakterielle ätherische Öle stehen neben einer aufgeschnittenen Orange

Wie wirken ätherische Öle?

Das nützliche, konzentrierte Öl einer Pflanze wird meist durch Wasserdampfdestillation und Kaltpressung gewonnen. Sie wirken immer auf drei Ebenen – Körper, Geist und Seele. Auf Grund der unterschiedlichen Zusammensetzungen der Inhaltsstoffe ergeben sich die unterschiedlichen Wirkungsweisen. Sie können eine entspannende, anregende, ausgleichende, konzentrationsfördernde oder auch beruhigende Wirkung haben.

Eine sehr praktische, flächendeckende und wirksame Einsatzart von ätherischen Ölen ist die Raumbeduftung. So können Keime großflächig und kostengünstig im Zaum gehalten werden. Mit einigen Tropfen Öl kann so ein ganzer Raum „gereinigt” werden. Immer mehr westliche Experten schätzen die Wirkung und den Einsatz von ätherischen Ölen. Hatte die Aromatherapie früher noch einen Hauch von Esoterik an sich, bestätigen immer mehr westliche Experten die antibakterielle und virushemmende Wirkung von ätherischen Ölen. Im Kampf gegen SARS zum Beispiel wurde Sternanis als eine der wichtigsten Wirkstoffe genutzt. 

Welche Öle wirken antibakteriell?

Die desinfizierende Wirkung einiger Öle (z. B. Lavendel oder Teebaumöl) und die verschiedenen Duftnoten machen sie ideal für die Verwendung in Haushaltsreinigern sowie als Zugabe zur Maschinenwäsche. Praktische Sprays mit antibakteriellen ätherischen Ölen eignen sich zur Desinfektion von Computertastaturen, Türklinken oder der Arbeitsumgebung und besteht idealerweise aus den stärksten antibakteriellen und antiviralen ätherischen Ölen wie Ravintsara, Thymian, Ingwer, Zimt, Pfeffer, Gewürznelke, Niaouli und Sternanis.

Antibakterielle Öle sind:

  • Eukalyptus,
  • Ingwer,
  • Lavendel,
  • römische Kamille,
  • Kardamom,
  • Kiefer,
  • Lemongrass,
  • Majoran,
  • Minze,
  • Orange,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Sandelholz,
  • Teebaum,
  • Thymian,
  • Wacholder,
  • Wintergrün,
  • Zitrone, Zitronengras und
  • Pfefferminzöl.

Da Entzündungen durch einen Erreger ausgelöst werden, wirken viele davon auch entzündungshemmend.

Welche Öle sind antiviral und antifungal und wie werden sie verwendet?

Es gibt auch viele Pflanzenextrakte, die antiviral wirken. Dazu gehören unter anderem

  • Ravintsara,
  • Eukalyptus,
  • Lavendel,
  • Sandelholz,
  • Teebaum,
  • Thymian,
  • Oregano,
  • Zimt und
  • Zitrone.

Sie können mit einem Trägeröl verdünnt als Massageöl oder als Raumduft verwendet werden. Wenige Tropfen davon können auch auf Stoffe oder Kleidung geträufelt werden. In Pflegeprodukten kommen die Öle direkter am Körper zum Einsatz.

Antifungal, also gegen Pilze, wirken die ätherischen Extrakte von

  • Eukalyptus,
  • Lavendel,
  • Patchouli,
  • Salbei,
  • Sandelholz,
  • Teebaum,
  • Thymian,
  • Wacholder und
  • Zitrone.

In Cremes, Massageölen, Seifen und auch Parfums können sie ihre antibakterielle, antimykotische oder antivirale Wirkung direkt auf der Haut entfalten. Da ätherische, essentielle Öle aber sehr konzentriert sind, sollten sie nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden. Trägeröle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Mandelöl verhindern eine Reizung in der Verwendung.

  • Ein Fläschchen Lavendelöl
  • Einige Stück Zimt und Steranis
  • Ein Fläschchen Kamillenöl
  • Ein Tyhmianstrauch
Lavendel, Kamille, Zimt, Sternanis und Thymian wirken als ätherische Öle antiviral und antibakteriell.

Worauf muss ich bei der Anwendung von ätherischen Ölen achten?

Wachstum, Umgebung, Ernte und Pflege der pflanzlichen Stoffe spielen eine große Rolle bei den Eigenschaften von Ölen. Deswegen ist das wichtigste Kriterium bei der Verwendung von ätherischen Ölen die Qualität. Billige Produkte bestehen nur durch den Duft, der oft im Labor synthetisch hergestellt wird und deswegen keinesfalls Ersatz für hochwertige, naturreine Öle bieten kann.

Wie immer in der alternativen Medizin oder Komplementärmedizin gilt auch hier die Regel, dass nicht alles bei allen gleich wirkt. Es kann bei manchen Menschen auch zu allergischen Reaktionen auf bestimmte Stoffe kommen, vor allem, wenn sie in der Kosmetik oder Hautpflege verwendet werden. Da die Öle hochkonzentriert sind, sollten sie immer verdünnt auf der Haut verwendet werden. Sie sollten nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen. Da sich der Körper an die Wirkung gewöhnen kann, sollten die Substanzen auch nicht länger als zwei Wochen hintereinander verwendet werden. Hier kann einfach auf einen anderen Wirkstoff gewechselt werden.

Eine Frau träufelt ein ätherisches Öl zur Raumbeduftung in einen Diffusor
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Ätherisches Öle: antibakterielle Wirkung im Alltag anwenden

Es gibt unterschiedliche Verwendungen von ätherischen Ölen:

Das Beduften von Räumen (Raumbeduftung) hat eine lange Tradition. Ursprünglich wurde mit Rauch gearbeitet, der auch heute noch in Form von Räucherstäbchen beliebt ist. Ölkonzentrationen können in Duftlampen, Streamern oder Duftbrunnen genutzt werden, um Räume zu beduften und die wohltuende Wirkung herbeizuführen.

In der Aromatherapie wird die wohltuende Wirkung ebenfalls über die Haut aber auch über den Geruchssinn, das vegetative Nervensystem, entfaltet. Beim Inhalieren der Wirkstoffe mit Wasserdampf kann die Linderung von Erkältungsbeschwerden unterstützt werden. Mit Inhalierstiften, die auch leicht selbst hergestellt werden können, kann Kopfschmerzen, Müdigkeit, Migräne oder auch hormonellen Beschwerden in der Schwangerschaft, Pubertät oder den Wechseljahren begegnet werden.

Viele Öle lassen sich schnell und einfach in den Alltag integrieren.

  • Sie können eine Alternative zu herkömmlichen Desinfektionsmitteln sein (etwa Beschütz meine Hände von DrEberhardt).
  • Mit einem Schuss Alkohol, 30 Tropfen Lavendel- oder Ravintsara-Öl, 50 Milliliter destilliertem Wasser und einem halben Teelöffel Natron kannst Du Dir auch selbst ein reinigendes und wohlriechendes Raumspray herstellen.
  • Wenn Du einige Tropfen Lavendelöl mit etwas Essig vermischt und in die Weichspülkammer der Waschmaschine gibst, duftet die Wäsche nicht nur frisch, es werden auch Keime und Bakterien getötet.
  • Kinderspielzeug lässt sich natürlich und schnell mit einer Lavendelölmischung desinfizieren.
  • Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann auch einige Tropfen Beschütz mich Mischung auf eine Mund-Nasen-Maske oder den Hemdkragen träufeln.

Das Familienunternehmen Dr. Eberhardt beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der positiven Wirkung von pflanzlichen Ölen und bietet neben einem gut sortierten Onlineshop auch individuelle Beratung und Schulungen an.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.