Wie kannst du auf natürliche Weise die Raumluft verbessern?

Luftverschmutzung ist seit langem ein globales Problem unserer Gesellschaft. Zahlreiche Studien haben sich bereits mit diesem Thema auseinander gesetzt. Doch während die Wissenschaft bereits nach Lösungen für die schädigende Wirkung der Verschmutzung in der Luft durch Abgase und Schadstoffe auf unsere Gesundheit sucht, blieb ein Aspekt dabei weitgehend unbeachtet: die schlechte Luft, bedingt durch zum Beispiel verschiedene Gerüche, Luftschadstoffe, Feinstaub oder Bakterien, in Räumen und Wohnungen. Wie man durch verschiedene Methoden die Raumluft verbessern kann, liest du hier.

Raumluft verbessern schafft gutes Raumklima

Was beeinflusst das Raumklima?

Muffiger Geruch und unbehagliches Klima können in der Wohnung oder in Räumen durch eine Vielzahl an Ursachen ausgelöst werden und die Raumluft beeinträchtigen:

  • Gerüche und Gestank
  • versteckter Schimmel
  • Gift- und Schadstoffe
  • Kunststoffe, die stark riechen
  • Lösungsmittel in der Luft
  • Naturbausteine mit Emissionsrisiken
  • Allergene
  • zu geringe Luftfeuchtigkeit
  • zu hohe Temperatur im Raum

Der Mensch verbringt 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen. Vor allem, wenn sich mehrere Personen in der Wohnung aufhalten, kann die Luft schnell "verbraucht" und muffig riechen. Schlechte Luft im Raum wirkt sich direkt auf unser Wohlbefinden und damit auf unsere Gesundheit aus. Die Folge: Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und im schlimmsten Fall Reizhusten und schweres Atmen bzw. Atemwegserkrankungen.

Wer Atemwegserkrankungen vorbeugen möchte, sollte die Raumluft verbessern

Wie wirkt sich die Luftfeuchtigkeit auf das Raumklima aus?

Muffiger Geruch und verschiedene Schadstoffe sind aber nicht die einzigen Übeltäter für das Stinken der Räume. Denn neben schlechter Luft bedingt durch verschiedene Gerüche wird das Raumklima auch wesentlich von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. So liegt die optimale Temperatur in der Wohnung oder im Haus zwischen 18 und 23 Grad, während die Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 Prozent hoch sein sollte.

Ob die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung oder im Büro zu gering ist, lässt sich neben dem Gefühl, die Luft riecht muffig, anhand folgender Punkte messen:

  • Treten im Winter oft Schluckbeschwerden, ausgetrocknete Schleimhäute in Mund und Nase oder spröde Lippen auf?
  • Treten in deinem Unternehmen oder in deiner Wohnung vermehrt Atembeschwerden wie Reizhusten und Infektionen der oberen Atemwege auf?
  • Bist du oft heiser, besonders nach gesprächsintensiven Tagen?
  • Leidest du häufig unter geröteten, brennenden Augen, gesteigerter Lidschlagfrequenz und Blendungsempfindlichkeit?
  • Fühlt sich deine Haut rau an, spannt und juckt häufig und neigt zu Entzündungen bis hin zu Ekzemen?
  • Bist du öfter müde und hast Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten?

Erheblich verbesserte Raumluft dank natürlicher Luftbefeuchter

Um die Ursachen für ein schlechtes Raumklima in der Wohnung, im Büro oder im Haus zu beseitigen ist die beste Lösung ein natürlicher Luftbefeuchter. Durch ein angenehmeres, natürliches Raumklima steigert sich das Allgemeinempfinden, was sich in vielen Bereichen positiv auf den Menschen auswirkt:

  • auf die Schlafqualität, die Entspannung, die Wetterfühligkeit und das allgemeine Wohlbefinden
  • auf die vegetative Erholung, den Kreislauf, die Herzfrequenz
  • bei Stauballergie
  • bei Atemwegsproblemen
  • bei Stress

Tipps zur Entfernung von Gerüchen

Um schlechten Gerüchen vorzubeugen, ist vor allem richtiges Lüften unabdingbar. Hierbei sind Stoß- oder Querlüften besser als Fenster kippen: Mehrmals am Tag alle Fenster ganz aufmachen, kurz durchlüften und nach wenigen Minuten Fenster wieder schließen. Gekippte Fenster auf längere Zeit kühlen vor allem die Wände und den Fensterbereich zu sehr ab. Die Fenster nicht länger als 15 Minuten offen halten. Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer kann gelüftet werden.

Pflanzen können zwar eher wenig gegen schlechte Gerüche in der Wohnung oder im Haus ausrichten, sie nehmen allerdings das ausgeatmete CO2 auf und führen dem Raum im Zuge der Photosynthese wieder Sauerstoff zu. Außerdem reichern Pflanzen die Atemluft mit Feuchtigkeit an und könnten so als "Erkältungsblocker" wirken. Ist die Schleimhaut der Atemwege feucht, ist sie gegen Krankheitserreger viel widerstandsfähiger. Einige Pflanzen geben bis zu 97 Prozent des Gießwassers als Wasserdampf wieder ab und regulieren so die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Ganz vermeiden lassen sich schlechte Gerüche in der Wohnung natürlich nicht immer. Beim Kochen, insbesondere beim Braten, produziert man nun einmal auch Gerüche. Ein leistungsstarker Dunstabzug ist daher vor allem in der offenen Küche ein absolutes Muss. Damit die Gerüche abziehen können, sollten die betroffenen Räume, wie oben bereits erwähnt, gut durchgelüftet werden.

Als letzter Punkt, den es zu beachten gilt, ist das Rauchen. Dies stellt eine weitere, gravierende Ursache für muffigen Geruch und schlechtes Raumklima. Vor allem der unangenehme Geruch des Aschenbechers kann in kurzer Zeit das komplette Raumklima zerstören. Der durchdringende Gestank nach kaltem Rauch ist ebenfalls eine Quelle, die es zu vermeiden gilt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.