Schwer atmen, Luftnot und Asthma: Nun ist Schluss damit!

Atemnot kann Symptom verschiedenster Erkrankungen sein. Die Betroffenen klagen darüber, nur schwer atmen zu können und manchmal sogar das Gefühl zu haben, zu ersticken. Falls Sie an chronischer Atemnot leiden, sollten Sie das auf jeden Fall ärztlich abklären. Zudem können Ihnen so manche Tipps helfen, endlich wieder freier durchzuatmen.

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Eine Frau greift mit einer Hand auf den Brustkorb wirkt schwer atmend

Betroffene klagen: „Ich kann nur schwer atmen - habe das Gefühl zu ersticken“

Angst und Panik machen sich breit, wenn es scheint, als bekäme man keine Luft mehr. Viele Betroffene berichten über ihre schrecklichen Erfahrungen, die sich bei Atemnot breit machen. Wenn das Atmen schwer fällt, ist nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigt, sondern kann dies sogar ein Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein. Der Gang zum Arzt ist deshalb unbedingt nötig!

Von Atemnot Betroffene fühlen sich in ihrem täglichen Leben eingeengt und haben das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können. Dabei berichten einige, sich intensiv auf's Atmen konzentrieren zu müssen. Sie leiden an Kurzatmigkeit und versuchen durch schnelleres Atmen die „fehlende Luft“ auszugleichen. Atembeschwerden können in jedem Alter auftreten. Oftmals wird von Luftnot, Schmerzen beim tieferen Einatmen und Pfeifen in der Lunge berichtet. „Krampfhaft“ wird versucht, intensiv Luft einzuatmen, doch der gewünschte „befreiende“ Effekt bleibt meistens aus. Auch bei körperlicher Anstrengung kann es zu erschwertem Atmen und Luftnot kommen. Bei vielen Betroffenen macht sich Angst breit und sie haben das Gefühl zu ersticken. Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch schmerzhaft sein. Schmerzen im Bereich des Rückens oder der Brust sind keine Seltenheit.

Unter Atemnotbeschwerden versteht man konkret folgende Empfindungen:

  • das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen
  • das fehlende Gefühl, durchatmen zu können
  • rasselnde oder pfeifende Atemgeräusche
  • hohe Atemfrequenz - schnelles Atmen
  • quälender Husten
  • Schmerzen bei normalem oder tiefen Einatmen

Funktion der Lunge

Zum besseren Verständnis von Atembeschwerden soll die Funktion der Lunge kurz erläutert werden: Ein gesunder Mensch atmet pro Minute etwa sechs Liter Luft ein und aus, das sind ungefähr 0,5 Liter pro Atemzug. Die Luft gelangt über die Luftröhre zu den Bronchien, die sich wie die Äste eines Baumes immer mehr verzweigen. Kleine Flimmerhärchen sind an den Innenwänden dieser, außerdem sind die Flimmerhärchen von einer dünnen Schleimschicht bedeckt. Das hat folgenden Sinn: Krankheitskeime und Staub aus der Atemluft werden so abgefangen. Die Flimmerhärchen können nun den Schleim aus den Bronchien abtransportieren.

Sind die Flimmerhärchen jedoch zerstört - beispielsweise durch Entzündungen oder Rauchen - so kann kein Schleim mehr abtransportiert werden. Folgend werden die Bronchien verstopft und die Betroffenen können den Schleim nur mehr abhusten.

Die kleinsten Bronchien enden in den Alveolen - Millionen kleiner Lungenbläschen. Hier findet der Sauerstoff- bzw. Gasaustausch statt. Wenn die Atemwege dauerhaft entzündet sind, können Bronchien und Lungenbläschen geschädigt sein. So ist es beispielsweise bei Menschen mit COPD häufig der Fall. In der Medizin spricht man von einer chronischen Bronchitis. Ausgelöst wird die Entzündung oftmals von schädlichen Gasen, Staub oder wiederkehrende Belastung wie Rauch.

Schwer atmen: Ursachen und Auslöser

Wenn das Atmen schwer fällt, können vor allem zwei Atemwegserkrankungen die Ursache sein: Asthma und COPD.

  • „Raucher-Krankheit“ COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) betrifft fast ausschließlich Erwachsene ab dem 40. Lebensalter. In neun von zehn Fällen ist das Rauchen der Hauptauslöser. Deshalb ist die Erkrankung auch als „Raucher-Krankheit“ bekannt. Das ständige Einatmen von Schadstoffen führt zu einer chronischen Entzündung und Verengung der Atemwege. Typische Symptome sind vermehrte Schleimproduktion, Atemnot und Husten. Vor allem am Morgen kann das Atmen sehr schwer fallen und quälender Husten auftreten. Je mehr Zigaretten pro Tag geraucht werden, desto höher ist das Risiko an einer COPD zu erkranken. Zunächst leiden die Betroffenen nur bei körperlicher Anstrengung an Atemnot, später jedoch kann dies leidvoller Alltag werden.

  • „Volkskrankheit“ Asthma

Bei Asthma Bronchiale spricht man von einer chronischen Entzündung der Atemwege. Meistens leiden die Betroffenen ihr ganzes Leben lang an einer Überempfindlichkeit des Bronchialsystems. Oftmals reagieren die Schleimhäute der Bronchien schon auf die kleinsten Reize, schwellen an und die Atemwege verengen sich. Solche Reize können beispielsweise durch Allergien ausgelöst werden. Typische Symptome sind starker Husten und Atemnot. Besonders Kinder sind häufig von Asthma betroffen.

Des weiteren gibt es noch viele andere Ursachen, die nicht immer direkt von der Lunge ausgehen müssen. Diese können im schlimmsten Fall sogar auf eine ernst zu nehmende Krankheit hinweisen. Außerdem können sie in akuter oder chronischer Form auftreten. Zur näheren Abklärung suchen Sie unbedingt einen Arzt auf!

Weitere Ursachen:

  • Verengung der Luftröhre
  • Lungenentzündung
  • Lungenkrebs
  • Atelektase
  • Tuberkulose
  • Lungenfibrose
  • Lungenödem
  • Lungenembolie
  • Pneumothorax
  • Herzschwäche
  • Herzinfarkt
  • Zwerchfellerkrankungen
  • Verformung des Brustkorbs
  • Blutarmut
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Anstrengung
  • Schwangerschaft
  • u.v.m.
Ein Arzt hält ein Röntgenbild eines Oberkörpers

Was tun bei Atemwegsproblemen?

Suchen Sie bei Atemnot unbedingt einen Arzt auf! Am besten Sie lassen sich von einem Pneumologen (Lungenfacharzt) und einem Kardiologen (Herzspezialisten) untersuchen. Beim Lungenfacharzt kann eine ausgedehnte Lungenfunktionsprüfung, eine Blutanalyse, eine Blutgasanalyse und eine Röntgenaufnahme angefertigt werden. Oftmals bekommen Patienten Sprays zur Inhalation, die akute Atemnot lindern können.

Besteht der Verdacht auf akute oder chronische Bronchitis, so wird die Lunge zuerst vom behandelten Arzt abgeklopft. Ein nachfolgendes Lungenröntgen kann Aufschluss über den Zustand des Lungengewebes geben. Außerdem lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen, ob genügend Sauerstoff im Blut transportiert wird.

Vor allem bei chronischen Lungenerkrankungen können Sie selbst einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung Ihrer Gesundheit leisten. Nicht immer müssen es nur Medikamente sein, kleine effektive Tipps bringen oftmals große Erleichterungen.

Schwer atmen war gestern: Selbsthilfe und Vorbeugung

  • Reine Raumluft dank Luftreiniger

Verbringen Sie viel Zeit in geschlossen Räumen mit stickiger Raumluft? Eine ständige Belastung durch schlechte Raumluft oder Luftschadstoffe schadet nicht nur der Lunge sondern der Gesundheit insgesamt. Doch oftmals hat man keine Möglichkeit, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Zu einer wirkungsvollen Verbesserung der Raumluft und der Atembeschwerden können Luftreiniger führen. Diese reinigen die Raumluft von Keimen, Feinstaub, Pilzsporen, Luftschadstoffen und unangenehmen Gerüchen.

Zusätzlich zu den Forschungsergebnissen empfehlen Leute, die selbst an Atemwegserkrankungen leiden, Luftreiniger weiter. Lungenprobleme wie Asthma, Hustenanfälle und Allergien können in vielen Fällen stark verbessert werden. Die Luft ist reiner, frischer und frei von Keimen und Schadstoffen. Ein natürlicher Weg der Atemverbesserung, der schon vielen Betroffenen zu einem qualitativieren Leben verholfen hat.

  • Rauchen vermeiden
    Stoppen Sie das Rauchen und verbessern Sie Ihre Gesundheit. Je mehr Sie rauchen und je älter Sie sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an COPD zu erkranken. Die chronische Lungenerkrankung ist in vielen Fällen für Atemnot verantwortlich. Meiden Sie außerdem stark verrauchte Räume. Auch diese können zu schwerem Atmen führen.
     
  • Auf Ernährung achten
    Vermeiden Sie Übergewicht indem Sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Obst und Gemüse sollten auf Ihrem täglichen Speiseplan immer zu finden sein.
     
  • Inhalieren zum Schleimlösen
    Manche ätherische Öle (wie beispielsweise Eukalyptusöl) eignen sich hervorragend zum Inhalieren. Schleim kann so gelöst werden. Achten Sie jedoch auf die Qualität des Öls, denn nur 100 % reine ätherische Öle nehmen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.
     
  • regelmäßige Bewegung
    Zuletzt sei noch angeführt, dass regelmäßige Bewegung die Atemnot verbessern kann. Dabei sind nicht anstrengende Sporteinheiten gemeint, sondern es reichen schon leichte körperliche Bewegungen, wie beispielsweise ein Spaziergang. Der Atemfluss wird dadurch angeregt und die Atmung kann gestärkt werden. Bewegen Sie sich mindestens dreimal wöchentlich zwischen 30 und 40 Minuten. 
 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.