Kinderwunsch mit 40 Jahren? Damit auch spätes Mutterglück kein Traum bleibt

Salma Hayek, Halle Berry oder Uma Thurman – diese Hollywoodstars machen es seit Jahren vor. Schwanger werden jenseits der 40 ist heute kein großes Problem mehr. Doch was musst du tun, damit es mit dem Baby auch später noch klappt? Wir verraten die besten Tipps, damit sich der (späte) Kinderwunsch mit 40 Jahren doch noch erfüllt.

Ein Kinderwunsch nach 40 Jahren ist heute durchaus realistisch.

Warum kann der Kinderwunsch mit 40 Jahren schwierig werden?

Heute entschließen sich immer mehr Frauen für eine späte Schwangerschaft. Beinahe ein Viertel der Kinder bei uns hat eine Mutter, die bei der Geburt älter als 35 Jahre ist. Aber warum werden immer mehr Frauen später schwanger? Das liegt zu einem Großteil am Bildungsstandard der Frauen. Viele von ihnen studieren, beginnen zu arbeiten und wollen vor einer Schwangerschaft noch Karriere machen. Dazu fehlt vorher oft auch noch der richtige Mann, mit dem sich die Frau ein Kind vorstellen kann. Ist die große Liebe schließlich gefunden und die Karriere stabil, sehnen sich viele Frauen nach einem Kind. Ein Kinderwunsch mit 40 Jahren oder später ist da oft keine Seltenheit. 

Allerdings ist das nicht immer einfach. Auch wenn es sich bei der Schwangerschaft bereits um die zweite oder dritte handelt, kann diese auf sich warten lassen. Denn mit zunehmendem Alter der zukünftigen Mutter sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Vor allem nach dem 40. Lebensjahr wird die Chance, auf normalem Weg schwanger zu werden, immer geringer.

Ab 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Menstruationszyklus nur noch bei 15 Prozent. Ist die Frau bereits 40 Jahre alt, sinkt die Chance auf natürlichem Weg auf 10 Prozent. Schuld daran sind die hormonellen Veränderungen, die zu einer verminderten Eizellreifung und damit zu einer sinkenden Fruchtbarkeit führen.

Eine zweite oder dritte Schwangerschaft klappt mit 40 oft einfacher als eine erste.

Risiken und Komplikationen einer späten Schwangerschaft und Geburt

Bereits nach dem 35. Lebensjahr gilt eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft. Bei Schwangerschaften und Geburten nach dem 40. Lebensjahr können vermehrt Komplikationen auftreten. Auch Gendefekte oder Fehlgeburten sind bei Frauen über 40 wahrscheinlicher als bei Frauen, die zwischen 20 und 35 Jahren erstmals schwanger werden. Trotzdem musst du deswegen nicht in Panik verfallen. In den meisten Fällen verlaufen diese Schwangerschaften und Geburten ohne Komplikationen und die Mütter bringen vollkommen gesunde Kinder zur Welt, besonders, wenn sie auf dem Weg dorthin gut betreut werden.

Es macht in punkto Komplikationen übrigens einen Unterschied, ob man mit 40 Jahren oder darüber das erste, zweite oder dritte Kind bekommt. Sind vorangegangene Schwangerschaften schon mindestens einmal problemlos verlaufen, ist die Chance, dass dieses Baby gesund auf die Welt kommt, sehr groß. Handelt es sich bei einer Schwangerschaft nach dem 40. Lebensjahr um die erste Schwangerschaft, steigt das Risiko für Gendefekte. Auch kann das Risiko für Fehlgeburten nach dem 40. Lebensjahr steigen. Außerdem können auch bei der Geburt eher Komplikationen auftreten als bei Frauen, die vor dem 35. Lebensjahr schon einmal schwanger waren und bereits ein oder mehrere Kinder geboren haben.

Übrigens zehren schreiende Babys und durchwachte Nächte an den Nerven. Da sollte man bedenken, dass man als späte Mutter unter Umständen nicht mehr ganz so fit ist wie Frauen, die mit Mitte zwanzig ein Kind bekommen.

Tipps für eine Schwangerschaft mit 40 plus

Man kann als späte Mutter viel zur eigenen Fruchtbarkeit beitragen, um auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Folgende Tipps sollen dir helfen.

  • Verfasse ein Zyklustagebuch, in dem du den Eisprung und die fruchtbaren Tage im Monat bestimmen kannst! Das geht am besten mit einem Eisprungrechner und einem Ovulationstest. 
  • Lass dir von deinem Frauenarzt spezielle Vitamine verschreiben! Präparate mit Folsäure sind wichtig für die Entwicklung des Embryos.
  • Eine gesunde Ernährung beeinflusst den Zyklus und damit die Fruchtbarkeit positiv.
  • Alkohol und Zigaretten sollten tabu sein.
  • Regelmäßiger Sport hält gesund und macht dich für den anstrengenden Alltag mit Kind fit.
  • Sorge für aktive Entspannung und setze dich selbst (und deinen Mann) nicht zu sehr unter Druck, wenn es nicht sofort mit dem Kind klappt! Oft verhindert gerade die eigene innere Anspannung einen geregelten Zyklus.

Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch

Klappt es trotz dieser Tipps nicht mit dem späten Mutterglück und bleibt der Kinderwunsch über längere Zeit unerfüllt, kannst du dir Hilfe von außen holen.

Weil es um das 40. Lebensjahr mehrere Hürden auf dem Weg zum Kind geben kann, kannst du auf Ärzte mit jahrzehntelanger Erfahrung auf diesem Gebiet bauen. Sie können einen ganz persönlich zugeschnittenen Behandlungsplan zusammenstellen. Es können in einer individuellen Stimulationsbehandlung möglichst viele Eizellen gewonnen werden. Diese lassen sich dann mit dem Samen des Partners befruchten und müssen sich anschließend in die Gebärmutter einnisten. Viele Frauen nehmen dazu eine IVF im Naturzyklus in Anspruch. Bei dieser Form der Therapie reicht oft schon eine geringe Stimulationsdosis, um den Kinderwunsch mit Hilfe zu erfüllen. 

Vor allem bei Frauen, deren Eierstockreserven sich dem Ende zu neigen, kann eine hohe Stimulationsmenge keine großen Eizellzahlen herbeiführen. Da ist eine (modifizierte) Naturzyklus-IVF meist eine gute Alternative, um eine (späte) Schwangerschaft herbeizuführen. Diese wird an jedem aufeinanderfolgenden Zyklus im Monat angewendet.

Späte Mütter werden sehr engmaschig untersucht.

Vorteile einer späten Schwangerschaft

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt und körperlich fit ist, kann auch nach dem 40. Lebensjahr noch immer schwanger werden und ein gesundes Kind gebären. Wer ab diesem Alter schwanger wird, erhält außerdem sehr engmaschige Vorsorgeuntersuchungen. Die eigentlichen Risiken werden so auf ein Minimum gesenkt. 

Außerdem entscheiden sich Frauen ab 35 oft sehr bewusst für ein Kind. Sie sind in ihrem Leben angekommen, die (finanzielle) Versorgung ist gesichert und sie gehen oft gelassener an den neuen Abschnitt im Leben heran. Das zeigt sich oft auch im gelasseneren Umgang mit dem Nachwuchs. Und wer sich zu einer späten Schwangerschaft entschließt, steht in einer Riege mit (jeder Menge später) Hollywood-Mamas.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.