Auf die Ernährung kommt es an: Immunsystem stärken beim Hund für umfassendes Wohlbefinden

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die körpereigene Abwehr besonders wichtig. Das gilt allerdings nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere vierbeinigen Weggefährten. Schließlich freuen sich Hunde zwar auch im Herbst und Winter über ausgiebige Spaziergänge, doch sie sind Wind und Wetter meist schutzlos ausgeliefert. Wie du das Immunsystem beim Hund stärken kannst und warum die Ernährung dabei eine wichtige Rolle spielt, erfährst du hier.

Gesund und fit durch den Winter: Warum das Immunsystem beim Hund stärken?

Sei es nun Schnupfen, Husten oder Halsweh, was nach typischen Beschwerden der menschlichen Gesundheit klingt, kann auch unseren Hunden ganz schön zusetzen. Vor allem in der kalten Jahreszeit kann sich dein Vierbeiner leichte Erkältungen bis hin zu schweren Krankheiten einfangen. Tiere mit einem ohnehin schon schwachen Immunsystem, wie Welpen, alte Hunde oder Hunde mit sonstigen körperlichen Belastungen und Vorerkrankungen, sind besonders gefährdet.

Die Tierärztin Stefanie Krukemeyer weiß, dass eine Entzündung der oberen Atemwege bei Hunden eine der häufigsten Beschwerden ist und gibt zu bedenken: "Erkrankungen dieser Art zählen vergleichsweise zu den eher neueren Krankheitsbildern bei Hunden. Gerade, wenn es draußen kalt und nass ist, und ungünstige äußere Einflüsse auf schwache Abwehrkräfte treffen, sollten Hundehalter ihre pelzigen Lieblinge deshalb gut schützen."

Ein Hund mit guten Immunsystem ist im Herbst im Freien

Wie kann man die Abwehrkräfte des Hundes über das Futter unterstützen?

Die Abwehrkraft deines Hundes arbeitet derzeit auf Hochtouren. Bei jedem Spaziergang muss das Immunsystem des Hundes genauso wie das Immunsystem des Menschen gegen unzähligen Krankheitserreger ankämpfen. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft ist selbstverständlich auch bei kalten Temperaturen wichtig. Allerdings sollte bedacht werden, dass nicht nur das Alter des Tieres und/oder chronische Erkrankungen das Immunsystems schwächen. Denn auch gesunde Hunde mit guten Abwehrkräften können beispielsweise durch Stress oder eine mangelhafte Ernährung plötzlich anfälliger für Krankheiten sein.

Die richtige Ernährung bildet das Fundament eines gesunden Immunsystems und ist somit auch zentral für die Gesundheit deines Vierbeiners. Die Immunabwehr ist deshalb eng mit der Fütterung des Tieres verbunden. Damit ist eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen gemeint. Außerdem kommt eine ausgewogene Ernährung auch der Darmflora deines Hundes zu Gute. Da die Darm-Gesundheit für den gesamten Organismus bedeutsam ist, spiegelt sie sich im Umkehrschluss auch in einem gesunden Immunsystem wider.

Ein brauner Akita-Welpe schaut direkt in die Kamera

Warum kann eine natürliche Nahrungsergänzung ein geschwächtes Immunsystem stärken?

Um die natürlichen Abwehrkräfte der Fellnase auf natürliche Weise zu kräftigen, kann die Beigabe von hochwertigen Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Sekundäre Pflanzenstoffe können Abhilfe schaffen, indem sie freie Radikale abfangen und das Tier vor schädlichen äußeren Einflüssen schützen. So ist sich Stefanie Krukemeyer sicher, dass beispielsweise eine Ergänzung des gewöhnlichen Hundefutters um Vitamin C zur Stärkung des körpereigenen Immunsystems des Vierbeiners beitragen kann: „Man hat bei Schlittenhunden, die immer im Schnee unterwegs sind und starke Leistung erbringen müssen, einen Test durchgeführt. Man hat einer Kontrollgruppe ganz normales Futter gegeben, einer anderen Gruppe hochdosiertes Vitamin C. Tatsächlich war diese Kontrollgruppe nicht bis kaum krank und sehr viel leistungsstärker. Das zeigt uns wieder: Vitamin C schadet nie.“

Ein brauner Hund hängt an einer Leine

Erlesene Kräutermischungen für eine starke Abwehr

Im Handel gibt es mittlerweile diverse Nahrungsergänzungen für Hunde, die gerade in Zeiten mit erhöhtem Bedarf den Körper und das Wohlbefinden des Tieres unterstützen sollen. Für ein besseres Immunsystem sind insbesondere erlesene und auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmte Kräutermischungen zu empfehlen.

Fein gemahlene Kräuter werden entsprechend der empfohlenen Tagesdosis mit dem Futter vermengt und versprechen bei regelmäßiger Anwendung ein starkes Immunsystem. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass Kräuter wichtige Phytonährstoffe und daher essenziell für eine gesunde Ernährung des Hundes sind. Sie können den Organismus ideal bei der Verwertung von Vitalstoffen unterstützen. Auf diese Weise können die Pflanzenstoffe die Abwehrkräfte stärken, Stress lindern und körperliche Belastungen ausgleichen.

Ein brauner Hund leckt sich das Maul

Was tun, wenn der Hund bereits ein geschwächtes Immunsystem hat?

Läuft die Nase deines Hundes, röchelt er ein wenig oder wirkt er schlapp und irgendwie kränklich? Falls sich der Gesundheits-Zustand deines Hundes ins Negative verändert oder er Verhaltensauffälligkeiten zeigt, solltest du in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen. Leidet der Hund an einer bakteriellen Infektion, kann der Tierarzt Antibiotika verschreiben. Gegen Viren kann allerdings nur ein starkes Immunsystem ankämpfen.

Stefanie Krukemeyer schwört sowohl zur Vorbeugung oder als unterstützende Maßnahme während einer vom Tierarzt verschriebenen Therapie auf natürliche Nahrungsergänzungsmittel: „Es ist ganz wichtig, dass man nicht mehr nur alleine das Futter gibt, sondern tatsächlich die normale Futterration mit Kräutern, Obst und Vitaminen aufpeppt, weil das körpereigene Abwehrsystem des Hundes damit gestärkt wird.“

Bei Problemen mit den oberen Atemwegen können auch Hausmittel zum Einsatz kommen. Die Tierärztin setzt in diesem Fall vor allem auf Fenchel und Honig. Die natürlichen Immunsystem-Booster sollten einfach ab und zu dem täglichen Hundefutter beigemischt werden, um die Abwehrkräfte des Vierbeiners zu stärken.

Ein brauner Hund liegt im Hundekorb

Warum ist eine Stärkung der Darmflora bei schwachen Abwehrkräften wichtig?

Der Darm ist das größte Abwehrsystem im Körper des Hundes, natürlich auch bei uns. Da haben wir eine große Menge an Lymphknotenplatten. Es ist das größte Abwehrsystem des Körpers. Gesunder Darm, gesunder Hund“, meint Stefanie Krukemeyer, die seit über zwanzig Jahren als Tierärztin tätig ist. Um die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen, sollte also auf eine gesunde Darmflora gesetzt werden. Vor allem Kuren (z.B. mit Milchsäurebakterien, Prä- und Probiotika, Zellulose) sind wunderbare Zusätze für einen intakten Magen-Darm-Trakt.

Kranke Hunde, Leistungshunde, Mutterhündinnen und Welpen können in besonderer Weise von natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln für den Darm profitieren. Dank des Darmstabilisators Enterococcus faecium können die Darmflora stabilisiert und das Immunsystem gestärkt werden. Zudem kann der Zusatz von Ei-Antikörpern die Milchproduktion anregen, junge Hunde im Wachstum unterstützen, die Leistungsfähigkeit des Vierbeiners verbessern sowie auch das Wohlbefinden schwacher Hunde fördern.

Unser Tipp: Im Idealfall sollte man sich bei einem Ernährungsexperten oder Tierarzt informieren, welches Nahrungsergänzungsmittel wofür und in welcher Dosis für den eigenen Hund verwendet werden kann. Für Stefanie Krukemeyer steht allerdings fest, dass natürliche Ergänzungsmittel gegenüber synthetischen Erzeugnissen stets zu bevorzugen sind.

Ein Hund steht inmitten roter Herbstblätter, die am Boden liegen

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.



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