Nachhaltiger Konsum im Alltag – mit einigen Tipps gar nicht so schwer

In den letzten Jahren hat sich in der Breite der Bevölkerung ein steigendes Umweltbewusstsein entwickelt. Es scheint, als würden wir als Gesellschaft langsam begreifen, dass die Ressourcen auf dieser Erde begrenzt sind. Damit einher geht auch der Trend, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen. Viele Verbraucher versuchen in diesem Zusammenhang, insgesamt weniger zu kaufen oder auf umweltschonende Alternativen zu achten. Noch immer hält sich dabei das hartnäckige Vorurteil, dass Umweltschutz teuer und für den Otto-Normal-Verbraucher kaum umsetzbar sei. Das stimmt jedoch nicht unbedingt! Wer beispielsweise vermehrt auf Second Hand Artikel setzt, kann seinen ökologischen Fußabdruck so ein ganzes Stück reduzieren – und noch dazu ordentlich Geld sparen.

Frau trägt Kleidung für Second Hand in Karton

Second Hand Kleidung: Bequem ökologisch shoppen

Den meisten Menschen kommt, wenn sie an Second Hand Kleidung denken, direkt ein inneres Bild von überfüllten Wühlkisten und vollen Flohmärkten. Wenn du es magst, über den Flohmarkt zu schlendern und den Trubel genießen kannst – umso besser. Doch auch jene von uns, die lieber bequem online einkaufen, kommen heutzutage auf ihre Kosten. Online-Anbieter für Second-Hand Mode machen es möglich. Dort kann man – wie in einem ganz normalen Onlineshop – die Kleidung im Katalog durchstöbern. Praktische Filter und Suchmasken sorgen dafür, dass man schnell genau das findet, was man gesucht hat.

Eine günstige Alternative sind außerdem Kleidertauschpartys. Die werden regelmäßig in allen großen Städten angeboten. Falls nicht, kannst du immer noch im Freundes- und Bekanntenkreis selbst eine Kleidertauschparty organisieren. Der Vorteil dabei ist, dass jeder auch selbst ein paar gebrauchte Kleidungsstücke loswerden kann, die ohnehin nur noch ungetragen im Kleiderschrank herumliegen würden. Außerdem entsteht kein zusätzlicher CO2-Ausstoß durch den Transport. Dafür ist natürlich auch die Auswahl etwas begrenzt und möglicherweise wird nicht jeder etwas Neues für sich finden können.

Geld sparen bei Büchern und Elektronik

Bücher und gut erhaltene Elektronikartikel sind prädestiniert dazu, gebraucht gekauft zu werden. Bei diesen Dingen kann man wunderbar Schnäppchen ergattern, da sie selbst, wenn sie kaum genutzt wurden, in gebrauchtem Zustand deutlich günstiger sind als beim Neukauf. Zumal ein Buch, wenn man es auch nur einmal gelesen hat, oft schon nicht mehr wie neu aussieht. Noch dazu ist es vor allem bei Mobiltelefonen sinnvoll, sie möglichst lange zu verwenden, da bei der Herstellung meist seltene Erden benötigt werden. Die Förderung dieser Erze ist nicht so einfach und oft umweltschädlich. Zusätzlich können dabei Abfallproduktive und giftige Abwässer anfallen, die die umliegenden Gebiete verschmutzen. Versuche daher besser, Elektronikprodukte wenn möglich gebraucht zu kaufen und auch wieder weiterzuverkaufen, wenn du sie nicht mehr benutzt. Bei Online-Anbietern können Bücher, Elektronik, Computerspiele und DVDs unkompliziert weiterverkauft werden. Für den Einkauf dieser Dinge kannst du Partnerplattformen nutzen. Auf Kleinanzeigenseiten findet man ebenfalls immer wieder gute Schnäppchen, auch wenn man auf diesen Seiten meist erst etwas stöbern muss.

Frau blättert in Buch

Reparieren statt wegwerfen

Für mehr Nachhaltigkeit gehört es auch dazu, weniger Müll zu produzieren. Das bedeutet, nur Dinge wegzuwerfen, die man wirklich nicht mehr benutzen kann. Alles andere lässt sich noch reparieren, weiterverkaufen oder verschenken. In diesem Zusammenhang ist es nützlich, sich einige handwerkliche Fähigkeiten anzueignen – Nähen zum Beispiel. Ein abgefallener Knopf oder eine aufgerissene Naht sind nämlich keinesfalls ein Grund, sich von einem Kleidungsstück zu trennen. Socken können gestopft werden und Risse wieder zusammengenäht werden. Flicken, die man auf Löcher in Jeanshosen aufbügeln kann, haben mittlerweile Kultcharakter. Wer die Zeit nicht hat, der könnte seine Sachen auch einfach in eine professionelle Näherei bringen. Die dortigen Mitarbeitenden sind außerdem gute Ansprechpartner und -partnerinnen, wenn dir einmal deine Kleidungsstücke zu groß geworden sind und du sie ein wenig enger genäht haben möchtest.

Kaufe nur das, was du wirklich brauchst

Die meisten Menschen besitzen einfach viel mehr Dinge, als sie im Alltag benötigen. Niemand braucht dreißig Paar Schuhe oder T-Shirts. So tut es der Seele gut, alle paar Monate einmal ausgiebig auszumisten. Überlege dir vor jedem neuen Einkauf gut, ob du den Artikel wirklich brauchst oder ob du aus anderen Gründen einkaufen möchtest – weil du einen schlechten Tag hattest, zum Beispiel. Es gibt einen Trick, um zu überprüfen, ob man die Sachen im Kleiderschrank wirklich trägt: Dazu drehst du alle Haken im Schrank auf die andere Seite. Wenn du dann ein Kleidungsstück getragen hast, drehst du den Haken wieder richtig herum. Nach ein paar Monaten kannst du so ganz einfach sehen, was du überhaupt nicht angehabt hast. Möglicherweise macht es bei diesen Kleidungsstücken – sofern sie nicht nur für bestimmte Anlässe geeignet sind – dann Sinn, sie zu verkaufen oder zu verschenken.