Mit geringem Wasserverbrauch duschen: Wie viel kostet Körperhygiene wirklich?

In Zeiten des Klimawandels müssen wir besonders darauf achten, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Dazu gehört neben der Wahl der richtigen Lebensmittel und der Herkunft unserer sonstigen Verbrauchsgüter der Umgang mit unserem Wasser. Vor allem beim Baden und Duschen wird sehr viel Wasser benötigt. Wie hoch der Wasserverbrauch beim Duschen wirklich ist und ob es Alternativen gibt, liest du hier.

Wasserverbrauch beim Duschen

Wie hoch ist der Wasserverbrauch beim Duschen?

Den Verbrauch des Wassers und die daraus resultierenden Kosten bestimmen mehrere Faktoren:

  • Durchlass des Duschkopfes pro Liter und pro Minute
  • die Erwärmung des Wassers mit Strom, Gas oder Öl
  • die Dauer des Duschvorganges
  • die Kosten für das Abwasser

Jeder Mensch verbringt durchschnittlich rund fünf Minuten unter der Dusche. Dabei werden pro Minute rund 16 Liter Wasser verbraucht. Ein Zwei-Personen Haushalt verbraucht beim Duschen etwa 160 Liter Wasser. 

Das Wasser für die Körperpflege und Hygiene rund um die Uhr zur Verfügung zu haben, stellt eine Lebensqualität dar, die nicht mehr wegzudenken ist. In diesem Bereich ist Wassersparen ohne Komfortverlust des Benützers kaum noch möglich. 

Eine Frau steht unter der Dusche

Wie lässt sich beim Duschen Geld sparen?

Mit den richtigen "Geräten", wie einem wassersparenden Duschkopf, lässt sich viel Geld sparen und der Wasserverbrauch kann enorm reduziert werden. So gibt es Duschen, die trotz eines einzigartigen Duscherlebnisses nur sehr wenig Wasser verbrauchen, pro Minute kommt ungefähr sechs Liter. Bei fünf Minuten sind das also 50 Liter warmes Wasser, das man sparen kann. Eingebaute Wirbelkammern können noch zahlreiche weitere Vorteile bieten:

  • 10.000 Wasserblasen in der Sekunde
  • Duschen mit belebtem Wasser
  • Duschen ohne Sprühnebel
  • antibakterielles Kupfer
  • weniger Kalk – weniger putzen

Ist Duschen wirklich günstiger als Baden?

Wer Wasser sparen möchte, der verzichtet auf das Baden. So ist zumindest die gängige Meinung. Ob Duschen im Gegensatz zu Baden kostengünstiger und umweltschonender ist, hängt jedoch davon ab:

  • wie große die Wanne ist
  • wie viel Wasser eingefüllt wird
  • wie viel Wasser die Dusche wirklich verbraucht
  • wie lange man unter der Brause steht

Wie viel Wasser du beim Baden wirklich verbrauchst, lässt sich ganz einfach feststellen: Nimm einen Kübel, der 10 Liter Wasser fasst und befülle die Wanne damit so oft, bis sie den für dich optimalen Wasserstand erreicht hat. Diesen Wert vergleichst du nun mit dem Verbrauch, der sich beim täglichen Duschen ergibt. 

Füße schauen aus einer Badewanne

Wie kann ich meinen Wasserverbrauch senken?

Grundsätzlich gilt für weniger Wasserverbrauch beim Duschen:

  • nicht länger duschen als nötig
  • nicht wärmer duschen als nötig
  • das Wasser beim Einseifen immer abstellen
  • den Wassererhitzer optimal einstellen

Im Alltag sind folgende Tipps hilfreich:

  • beim Händewaschen und Einseifen zwischendurch den Wasserhahn schließen
  • einen Zahnputzbecher nutzen
  • die Toilettenspülung nur kurz betätigen
  • den Geschirrspüler im Öko-Waschgang betreiben
  • Obst und Gemüse in einer Schüssel reinigen

Weitere große Strom- und Wasserfresser sind Wäschewaschen und Geschirrspülen. Rund 20 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs im Haushalt werden darauf verwendet. Da das Wasser in den Geräten meist noch erwärmt wird, spielt der Strom­verbrauch zusätzlich eine große Rolle. Wasser­sparende Geräte sind deshalb gleichzeitig oftmals Strom­sparer. 

Dass moderne Geschirr­spüler häufig weniger Wasser benötigen als ein Abwasch per Hand ist mittler­weile vielen bekannt. Doch wer richtig Wasser sparen möchte, schaut beim Kauf einer neuen Geschirr­spül­maschine genau hin: Zwischen den aktuellen Geräten der ver­schiedenen Hersteller gibt es bedeutende Unter­schiede. Die spar­samsten Geräte verbrauchen über ein Drittel weniger Wasser als ihre Konkurrenten. 

Bei Wasser- und Strom­fressern lohnt ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputtgeht. Vergleiche den Verbrauch mit dem eines modernen Geräts und achte beim Kauf von Geschirr­spüler und Wasch­maschine auf die Effizienz­klasse.

Waschmaschinen sollten in der Regel voll beladen werden. Dank moderner Kaltwaschmittel genügen meist niedrigere Temperaturen. Wer sich noch keine neue wasser- und energiesparende Waschmaschine anschaffen möchte, kann trotzdem sparen. Denn auch an älteren Waschmaschinen gibt es häufig Programme mit kürzeren Waschzeiten und weniger Wasserverbrauch. Auf die Vorwäsche zu verzichten, ist oft kein Komfortverlust, spart aber viel Wasser, Energie und schont die Kleidung. Ist die Wäsche stark verschmutzt, sollte besser länger statt heißer gewaschen werden. Ein Großteil der Wäsche kann mit Gallseife vorbehandelt werden.