Wenn Stimmungsschwankungen Wechseljahre trüben – ätherische Öle als sanfte Hilfe

Die Wechseljahre sind eine völlig natürliche Umstellung im Leben einer Frau. Sie dauern etwa zehn Jahre lang, bis die monatliche Regelblutung endgültig ausbleibt und der Körper sich nicht mehr auf Reproduktion vorbereitet. Gegen Ende dieses wichtigen Prozesses kann es zu unangenehmen Symptomen wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen kommen. Diese können aber mit natürlichen Mitteln sehr gut abgefedert und begleitet werden. Wir verraten, wie du mit Aromatherapie deine Laune und Lebensqualität in dieser Zeit deutlich heben kannst. 

Eine Frau in den Wechseljahren hat Stimmungsschwankungen

Warum helfen ätherische Öle in den Wechseljahren bei Stimmungsschwankungen?

Die Wechseljahre sind ein wichtiger Umbruch im Leben einer Frau. Die Hormone stellen sich um und lästige Angelegenheiten wie Verhütung fallen danach weg. Viele Frauen haben nach der Menopause viel mehr Spaß an der Liebe.

Vorher gibt es allerdings eine etwas anstrengende Phase zu meistern. Die Wechseljahre beginnen etwa ab dem 40. Lebensjahr und dauern an, bis die Frau ungefähr 50 ist. Das Wichtigste in dieser Zeit ist die Umstellung in der Hormonproduktion. Die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron werden langsam heruntergefahren, bis der Eisprung ganz ausbleibt. In dieser Zeit kann es zum Schluss hin zu einem Ungleichgewicht in der Balance der Hormone kommen. Das gleicht sich aber nach wenigen Monaten wieder aus. Hier kann es zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, depressiven Verstimmungen oder Schlafproblemen kommen.

Müssen sich jüngere Frauen die Eierstöcke entfernen lassen, machen sie genau die gleichen Symptome durch. Eine sehr sanfte Möglichkeit, die Phase zu begleiten, ist die Aromatherapie. Sie wirkt sehr sanft, aber unbewusst und kann die Frau den ganzen Alltag über begleiten. Das duftet nicht nur gut, sondern hat auch keine unangenehmen Nebenwirkungen.

Eine Frau riecht an ätherischen Ölen

Unbewusst und sanft: Wie wirkt Aromatherapie?

Düfte können ungehindert in unser limbisches System vordringen und unsere Gefühle beeinflussen. Den Geruchssinn können wir nicht bewusst abstellen. Gerüche sind in unserem Erinnerungsvermögen immer mit Gefühlen verbunden. Ätherische Öle in der Aromatherapie können daher eine recht schnelle Wirkung erzeugen.

Düfte beeinflussen durch ihre botenstoffartigen Eigenschaften unsere Stimmungslage. Sie wirken ausgleichend, stimulierend oder beruhigend und fördern so indirekt unser seelisches Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Das wurde schon im alten Ägypten und in der Antike für therapeutische und rituelle Zwecke genutzt.

Die Aromatherapie verwendet ätherische Öle aus der Pflanzenheilkunde, um die Stimmung zu beeinflussen und den Körper zu entspannen. Bei einer Behandlung mit Aromatherapie werden ätherische Öle verwendet. Das sind hochkonzentrierte, leicht verdampfende Substanzen. Durch die Nase gelangen sie ins Gehirn und können dort ihre Wirkung entfalten. Beim Inhalieren kommen die winzigen Moleküle aber auch in den Blutkreislauf und in die Organe. Gerade in den Wechseljahren können sie so den Körper bei Beschwerden wie:

  • Schlafproblemen,
  • Ängsten oder Reizbarkeit,
  • Hitzewallungen,
  • Erschöpfung und Niedergeschlagenheit oder
  • grundloser Traurigkeit

sehr gut unterstützen.

Frau in den Wechseljahren mit Stimmungsschwankungen und guter Stimmung

Warum kann es in den Wechseljahren zu depressiven Verstimmungen kommen?

Das wichtigste an den Wechseljahren ist ein bewusster und positiver Umgang damit. Alle Frauen kennen die hormonellen Schwankungen innerhalb eines Zyklus und wissen, wie sie damit umgehen. Ursache dafür ist der Abfall der Hormone Östrogen und Progesteron. 

Östrogen ist eine Art Stimmungsaufheller. Es sorgt für Ausgeglichenheit, Vitalität und sexuelle Lust. Östrogen ist außerdem auch an der Produktion des Glückshormons Serotonin beteiligt. Serotonin federt Stress ab, beseitigt Ängste und wirkt aktivierend. Progesteron hingegen gleicht uns aus, bringt Ruhe und Entspannung.

In der Menopause dauert die hormonelle Verschiebung etwas länger. Manche Frauen werden reizbar oder durchleben ein längeres Stimmungstief. Sehr wenige Frauen fallen in den Wechseljahren in eine richtige Depression. Der Unterschied von einer echten Depression zu einer depressiven Verstimmung oder Stimmungsschwankungen ist, dass du deinen Alltag trotzdem schaffst, auch wenn du ihn mühsam findest. Bei einer Depression ist das oft nicht mehr möglich. Hier muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Oft ist der Kopf aber genau das Organ, das dich am besten durch diese Phase begleiten kann. In der chinesischen Medizin und in der indischen Heilslehre Ayurveda sind die Wechseljahre einfach eine wichtige Veränderung im Leben einer Frau. Wissen wir, warum wir schlechte Laune haben, sind die Symptome oft gar nicht mehr so schlimm. Sich selbst, den eigenen Körper und dessen Veränderung liebevoll anzunehmen und ernst zu nehmen ist ein wichtiger Schritt. Ätherische Öle können dich dabei bestens unterstützen.

Frau im Bad.
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Welche ätherischen Öle können die Stimmung heben?

Ätherische Öle können gegen Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Erkältungen oder sogar bei Heißhungerattacken eingesetzt werden. Es gibt anregende und beruhigende Düfte. Jeder Mensch reagiert natürlich durch seine individuellen Erlebnisse und damit verbundenen Emotionen anders auf bestimmte Öle.  

Folgende Düfte können bei depressiver Verstimmung oder Abgeschlagenheit sehr gut helfen. Ihre Eigenschaften passen sehr gut zu den Beschwerden während der Wechseljahre.

  • Rose: Dieser Duft beruhigt und kann uns bei depressiven Stimmungen und Angstzuständen helfen, wieder Mut und Zuversicht zu schöpfen. Vor allem bei typischen Frauenbeschwerden, wie PMS oder Regelbeschwerden, konnten mit dem Öl der Rose gute Erfolge erzielt werden. Das in der TCM als neutral bis kühl eingeordnete Rosenöl harmonisiert Herz und Shen und nährt das Blut, Yin und die Essenz. Zudem wirkt das ätherische Öl der Rose antimikrobiell und hilft, Entzündungen zu hemmen.
  • Geranium kann sich ebenso positiv bei PMS und Wechseljahresproblemen auswirken und die in dieser Zeit häufiger auftretenden Stimmungsschwankungen ausgleichen. Auch bei Angstzuständen oder in Stresssituationen kann Geraniumöl wohltuend auf unseren Geist wirken.
  • Muskatellersalbei war schon in Zeiten von Hildegard von Bingen dafür bekannt, Frauenbeschwerden zu lindern und bei der Geburt sowie den Wechseljahren eine positive Unterstützung zu sein. Zur Linderung von Regelbeschwerden kannst du zum Beispiel deinen Unterbauch mit einer Mischung aus Muskatellersalbeiöl und einem Basisöl massieren.

Auch bei ätherischen Ölen sind die Herkunft und der Herstellungsprozess sehr wichtig. Synthetische Zusatzstoffe oder billige Öle können Kopfschmerzen bewirken, die Haut reizen oder Gifte beinhalten. Unverdünnt solltest du das Öl aber auch bei hochwertigen Produkten nicht auf die Haut auftragen.

Wie kann ich ätherische Öle im Alltag anwenden?

Es gibt mehrere Wege, um ätherische Öle zu verwenden.

  • Die klassische Variante ist eine Duftlampe mit Kerze. Hier werden wenige Tropfen Öl mit Wasser vermischt. Durch ein Teelicht verdunstet das Öl und gelangt so in die Nase.
  • Du kannst die Öle aber auch mit einem Trägeröl wie Mandelöl mischen und dich damit massieren
  • Ein Aroma-Diffuser oder Luftbefeuchter kann ebenfalls mit ätherischen Ölen befüllt werden. Wer zur Entspannung gerne ein Vollbad nimmt, kann einige Tropfen ätherisches Öl ins Badewasser geben. Durch den Wasserdampf verteilen sich der Duft und die Wirkstoffe gut im Raum.
  • Es gibt auch Duftsteine aus Gips, auf die du das Öl träufeln kannst. Manche davon kannst du auch als Schmuck tragen. 
  • Ein Raumspray mit deinem Lieblingsöl ist auch im Handumdrehen hergestellt. Einfach ein wenig Alkohol, destilliertes Wasser, ganz wenig Natron und zehn bis 15 Tropfen ätherisches Öl mischen und in eine kleine Sprühflasche füllen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.