Ashtanga Yoga - die Leichtigkeit des Seins

Bei Ashtanga Yoga handelt es sich um eine spezielle Form des Hatha Yoga. Demzufolge steht bei dieser Yoga Art eine Verknüpfung von körperbezogenen Praktiken und Atemübungen im Mittelpunkt. Das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist wird bei Ashtanga Yoga durch eine spezielle Ausführungstechnik erreicht: So zeichnet sich das Ashtanga durch besonders kraftvolle und dynamische Yoga Übungen aus, im Gegensatz zu anderen Stilen im Yoga, wie beispielsweise dem Bikram Yoga, Kundalini Yoga oder Iyengar Yoga.

Eine Ashtanga Yoga-Übung wird durchgeführt

Was ist das Besondere an Ashtanga Yoga?

Alle zugehörigen Asanas, also die körperlichen Übungen beim Yoga, werden in der Praxis dieser Yoga Art in einer bestimmten Reihenfolge und ineinander übergehend ausgeführt, was den außergewöhnlichen, dynamischen Bewegungsfluss, der auch unter Vinyasa Flow bekannt ist, beim traditionellen Ashtanga Yoga zusätzlich verdeutlicht. Aus diesem Grund wird die Praxis des Ashtanga auch manchmal Vinyasa Yoga genannt.

Das Ashtanga Yoga wird überwiegend zur Behandlung von Krankheiten des Menschen praktiziert. Interessant zu wissen ist es außerdem, dass sich aus der Grundform dieser Yoga Art, dem Hatha Yoga System, viele körperlich anspruchsvolle Yoga Stile wie das Power Yoga oder das Acro Yoga entwickelt haben, für die für gewöhnlich viel Kraft benötigt wird. Ashtanga Yoga wird manchmal auch mit dem sogenannten Raja Yoga verwechselt. Diese Yoga Art steht aber für ein überwiegend philosophisches System, das der spirituellen Entspannung der Seele dienen soll und den Körper auf diese Weise zu Gesundheit und Energie führen soll.

Eine Frau führt eine Ashtanga Yoga Übung aus

Was bedeutet Ashtanga?

Übersetzt bedeutet der Sanskrit-Begriff Ashtanga acht Glieder und steht symbolisch für den achtgliedrigen Pfad aus dem Yoga Sutra. Eine zentrale Rolle spielt bei diesem Yoga dabei die Kontrolle des eigenen Atems. Demzufolge ist die sogenannte Ujjayi Atmung ein fester Bestandteil der Übungen der Yoga-Form: Zu diesem Zweck verenge bewusst deine Stimmritzen, um das typische Rauschen der Ujjayi Atmung zu erzielen. Diese Technik geht mit einer verbesserten Energiezufuhr für den gesamten Körper und einer optimalen Sauerstoffversorgung einher und bildet eine gewisse Form der Meditation. Insgesamt gesehen lässt sich somit festhalten, dass die Yoga-Praxis des Ashtanga Yogas eine Vielzahl von positiven Wirkungen auf den Menschen und seinen Körper vereint. Zu den bedeutsamsten Vorteilen zählen bei dieser Yoga-Art die folgenden drei Aspekte:

  • innere, geistige Ausgeglichenheit erreichen
  • den Körper gezielt durch kräftigende Yoga Übungen stärken 
  • verbessertes Atmen lernen

Konzentration und Atemübungen bei Ashtanga Yoga

Die Ashtanga Yoga Praxis kräftigt den gesamten Körper und trägt ganzheitlich zu deinem Wohlbefinden bei. Es gilt allerdings eine ganze Reihe von Regeln und Tipps zu beherzigen, wenn du diese Yoga Art für dich individuell nutzen und dabei gute Erfahrungen machen möchtest:

Damit du die positiven Auswirkungen genießen kannst, musst du beispielsweise jede körperliche Bewegung beim Training mit deinem Atem verbinden. Das kann vor allem für Yoga Anfänger von besonderer Schwierigkeit sein, da es vorerst regelmäßiger Übung an Yoga Schulen unter der Anleitung von Yoga Gelehrten bedarf, um die wahre Natur des Yoga zuerst kennen zu lernen, bevor man sich an der eher schwierigen Praxis des Ashtanga Yoga versucht. Die erläuterte Ujjayi Atmung dient als Ausgangspunkt und Orientierung bei dieser Art der indischen Philosophie.

Darüber hinaus ist ein fester Blickpunkt (Drishti) wichtig: Im Idealfall fokussierst du während jeder Übung einen festen Punkt mit deinen Augen. Auf diesem Weg wird es dir deutlich leichter fallen, deine Konzentration voll und ganz von außen nach innen zu richten. Sobald du Ashtanga Yoga mit einem fixen Blickpunkt praktizierst, wirst du zudem eine erholsame, beruhigende Wirkung auf deinen Geist spüren und diese in den Alltag deines Lebens außerhalb des Yoga-Kurs einbauen, um sie gleichzeitig auch in die ganze Welt hinaustragen zu können.