4 super Ayurveda Rezepte: Herbst in der Küche

Obwohl wir alle wissen, dass gesundes Essen für unsere Gesundheit essentiell ist, fällt es uns oft nicht leicht, auf die richtige Ernährung zu achten. Viel wichtiger scheint es, dass das Essen lecker schmeckt, damit wir uns in unserem Körper rundum wohl fühlen. Auch wenn es in unserem hektischen Leben nicht immer leicht ist, sollte vor allem das Kochen von frischen Lebensmitteln eine wichtige Rolle in einer ausgewogenen Ernährung spielen. Besonders in frischem Gemüse sind gesunde Nährstoffe enthalten. Bewusstes Essen ist insbesondere in der ayurvedischen Küche ein großes Anliegen. Hier wird bei den leckeren Rezepten stark auf die richtige Zusammensetzung der Speisen geachtet. Wir haben für dich vier tolle Ayurveda Rezepte für den Herbst.

Inhalt:

Baum im gelben herbstlichen Laub. Im Hintergrund eine grüne Wiese im Sonnenschein

Was ist ayurvedisches Kochen?

Ayurveda ist eine indische Gesundheitslehre und bedeutet übersetzt Wissen um ein langes Leben. Es ist ein ganzheitliches System, das neben dem ayurvedischen Kochen auch Massagen, Reinigungskurzen und Körperübungen beinhaltet. Die Ernährung ist aber eine wichtige Grundlage des Ayurveda. Die richtigen Lebensmittel sorgen für einen gesunden Körper und Geist, wobei dabei auf die drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) Rücksicht genommen wird. Sind diese im Gleichgewicht, fühlen wir uns wohl, was sich wiederum auf unsere Gesundheit auswirkt. Lässt diese jedoch zu wünschen übrig, versucht Ayurveda das Ungleichgewicht mit den passenden Rezepten wieder auszugleichen.

Worauf achtet man bei ayurvedischen Rezepten?

In der Ayurveda-Küche spielen vor allem die Zutaten, aus denen die Gerichte hergestellt werden, eine wichtige Rolle. Sie sollten frisch (vor allem das Gemüse) und wenn möglich, aus der näheren Umgebung stammen. Der Großteil der Zutaten wird meist gekocht gegessen, da es auf diese Weise leichter verdaulich ist. Vom Geschmack her vereinen die Gerichte die sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, herb, bitter, scharf). So soll die Mahlzeit die vom Ayurveda versprochene Wirkung (Ausgeglichenheit) realisieren. Die dafür nötigen Gewürze finden wir nicht nur in indischen Märkten, sondern sind auch ganz einfach bei uns zu erhalten. 
Hauptsächlich werden in Ayurveda die Gewürze

  • Kurkuma
  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • Garam Masala
  • Chili
  • Ingwer

verwendet. Sie verfeinern die Speisen und lassen die Rezepte (egal ob mit Fleisch oder vegetarisch) auch so lecker schmecken. 

Ayurveda Rezepte für den Herbst

Je nach Jahreszeit benötigen die Doshas unterschiedliche Unterstützung. Im Herbst neigen vor allem die beiden Doshas Pitta und Vata zu einem Überschuss. Aus diesem Grund sollte auch jahreszeitengemäß ayurvedisch gekocht werden. Wir haben uns bei Kerstin Rosenberg von der Ayurveda Akademie schlau gemacht und vier richtig leckere Rezepte für dich zusammengestellt:

  1. Gefüllter Hokkaido mit Sesamsoße
  2. Kürbis-Walnuss-Kuchen
  3. Wurzelbratlinge mit Meerrettich-Dip
  4. Bunter Gersten-Eintopf mit Berberitzen
Kürbisse stapeln sich vor einer Holzscheune

Gefüllter Hokkaido mit Sesamsoße

Zutaten:

  • Hokkaidokürbis (circa 800 g)
  • 100 g Grünkern geschrotet
  • 1 Stange Lauch
  • kleine Petersilienwurzel
  • 2 Pippali-Körner
  • Viertel Sellerieknolle
  • 1 EL Ingwer gehackt
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/4 TL Ajweinsamen und Kurkuma
  • Oregano und/oder Thymian
  • Ghee, Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Den Deckel des Kürbis abschneiden und den Kürbis aushöhlen. Danach bei 180 Grad im Backofen für 30 Minuten garen lassen. Die gemörserten Gewürze in einem Topf mit Ghee anbraten. Ingwer, Kurkuma und Grünkern hinzufügen und anrösten. 
Lauch, Sellerie und Petersilienwurzel würfeln und unter den Grünkern mischen. Mit 100 ml Wasser aufgießen und bei mittlerer Hitze garen lassen. 
Mit Kräutern, Pfeffer und Salz abschmecken. Danach die Füllung in den fertig gegarten Kürbis und mit Sesamsoße servieren.

Neben einem Kuchen steht eine Tasse Kaffee

Kürbis-Walnuss-Kuchen

Zutaten:

  • 2 Tassen Joghurt
  • 2 Tassen Rohrzucker
  • 300 g Kürbis
  • 5 Tassen Dinkelmehl
  • 2/3 Tassen Wasser
  • 1 Tasse Walnüsse
  • 1 TL Zimt
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Muskat und Nelkenpulver
  • 1 TL Piment und Kardamom

Zubereitung:

Kürbis raspeln und gemeinsam mit den restlichen Zutaten zu einem Teig kneten. Diesen auf ein mit Ghee bestrichenen Backblech verteilen und bei 160-170 Grad für eine Stunde backen.

Wurzelbratlinge mit Meerrettich-Dip

Zutaten:

  • 2 Rote Bete
  • 1 Karotte
  • 1 Kartoffel
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Rote Zwiebel
  • 1 Scheibe Ingwer
  • 5 EL Kichererbsenmehl
  • 1 TL Kurkum
  • Je 1/2 TL Salz, Kreuzkümmel (gem.), Fenchelsamen (gem.)
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 4 EL Petersilie gehackt
  • Ghee oder Sesamöl
  • 2 EL Reisflocken
  • 150 ml Wasser
  • 2 EL Meerrettich
  • Je 1/4 TL Salz, Ingwer (gem.), Koriandersamen (gem.)

Zubereitung: 

Die Zutaten fein raspeln und mit den restlichen Zutaten vermischen. Ghee oder das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Gemüsemasse portionieren, flach zusammendrücken und von beiden Seiten ausbacken. 
Für den Dip die Reisflocken im Wasser aufkochen bis sie eingedickt sind. Mit den restlichen Zutaten zu einer glatten Soße pürieren.

Berberinnen Frucht mit Blätter

Bunter Gersten-Eintopf mit Berberitzen

Zutaten:

  • 1/2 Tasse Gerstengraupen
  • 1 Rote Zwiebel
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Karotte
  • 100 g Blattspinat
  • Scheibe Ingwer
  • 1 TL Ghee
  • 1 TL Berberitzen
  • 1/4 TL Currypulver
  • 2 EL Blattpetersilie gehackt
  • Je 1 MS schwarzer Pfeffer, Salz und gemahlener Kreuzkümmel

Zubereitung:

Gerste für drei bis vier Stunden im Wasser einweichen. Wurzelgemüse schälen und in Würfeln schneiden. Ingwer fein schneiden und den Spinat waschen und abtropfen lassen.
Ghee in einem Topf erhitzen. Zwiebeln anschwitzen, Berberitzen, Ingwer und Currypulver hinzufügen. Das Wurzelgemüse in den Gewürzsud geben und 2-3 Minuten anbraten. Die Gerste dazugeben und mit 2,5 Tassen Wasser aufgießen. Das Ganze salzen und aufkochen lassen. 
Nach zehn Minuten kommt der Blattspinat dazu und der Eintopf köchelt weitere 20 Minuten. 
Mit Petersilie, Pfeffer, Kreuzkümmel und Salz abschmecken.

Guten Appetit! 

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter

Rosenberg Kerstin

Kerstin Rosenberg hat sich der Weisheitslehre Ayurveda verschrieben und ist auch Gründungs- und Vorstandsmitglied des VEAT – Verband Europäischer Ayurveda-Mediziner und -Therapeuten e.V.