Ganzheitliche sanfte Hilfe: Ayurveda gegen Wechselbeschwerden

Die Zeit der Wechseljahre ist eine Zeit der Veränderung im Leben einer Frau. Angst haben muss davor aber niemand. Unser ganzes Leben über sind wir ständig Veränderungen und neuen Erfahrungen ausgesetzt. Leider wird in unserer westlichen Kultur, die stark von Leistungsdenken geprägt ist, diese spannende Phase oft als beschwerlich und anstrengend verkauft. Das muss aber nicht sein. Mit Hilfe der indischen Philosophie Ayurveda können Frauen die Wechseljahre für sich nutzen und die körperlichen und emotionalen Veränderungen ganz natürlich meistern.

Frau mit Steinturm auf der Hand als Zeichen für Balance und Ayurveda

Wissen und Wohlbefinden: Ayurveda gegen Wechselbeschwerden

Wer sich vorher schon mit Ayurveda, der „Lehre vom langen Leben”, beschäftigt hat, weiß, dass Körper, Geist und auch die Seele ständig auf äußere und innere Einflüsse reagieren. Daher ist es immer wichtig, die Konstitutionstypen (Doshas) in der richtigen Balance zu halten.

Die Wechseljahre sind eine Phase im Körper der Frau, in der der Fokus auf etwas anderes als die Fortpflanzung gelegt wird. Sie sind keine Krankheit. In der indischen Heilkunst Ayurveda können die Beschwerden im Klimakterium mit pflanzlichen Wirkstoffen ausgeglichen und sanft gelindert werden. Das kann sich zusätzlich positiv auf alle Lebensbereiche auswirken.

Warum leiden Frauen an Wechselbeschwerden?

Die Wechseljahre sind eine Phase, in der eine Umstellung in der Hormonproduktion stattfindet. Weil unser Körper ein sehr komplexes Konstrukt ist, geht das nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit. Der Vorteil daran ist, dass Frauen diese Veränderungen nicht schlagartig erleben müssen, sondern sich langsam daran gewöhnen können. So kann auch der Kopf leichter mithalten. Viele Probleme in den Wechseljahren beginnen ohnehin dort.

Welche Probleme können durch die Hormonumstellung auftreten?

Manche Frauen fühlen sich weniger begehrenswert, weil sie auf einmal nicht mehr fruchtbar sind. Denken wir daran, wie viel Energie, Zeit, Geld und Aufwand wir in Verhütung und Nicht-schwanger-werden investieren, wird dieses Problem schon weniger wichtig. Ayurveda kann Frauen auch wieder viel Selbstvertrauen und Sicherheit verleihen. Vieles, was über Wechseljahre und ihre Begleiterscheinungen erzählt wird, muss auch gar nicht stimmen. Manche Frauen merken die Beschwerden gar nicht, nur etwa ein Drittel berichtet von stärkeren Problemen. Typische Wechseljahresbeschwerden sind etwa:

  • Hitzewallungen,
  • Gewichtszunahme,
  • Haarausfall und
  • Veränderungen im Hautbild.

In der indischen Heilslehre Ayurveda gibt es dafür Begründungen. Hier verliert die Frau in dieser wichtigen Phase nicht an Kraft und positiven Eigenschaften – im Gegenteil, sie gewinnt. Von der Machenden wird sie zur Wissenden. Dieser Übergang bringt eben einiges in Fahrt, was sich auch in den Doshas bemerkbar macht.

Frau in den Wechseljahren im Bett mit Hitzewallungen

Ayurveda-Auszeit: Sorgfältige, entspannte Vorbereitung auf einen neuen Abschnitt

Schon mit 40 können sich Frauen sanft auf die Wechseljahre vorbereiten. Dazu gehört auch, in sich selbst hineinzuhorchen und auf die eigenen, ganz individuellen Bedürfnisse zu achten. Wer über seinen eigenen Konstitutionstyp noch nicht Bescheid weiß, kann sich schon lange vor dem eigentlichen Klimakterium damit beschäftigen. Das steigert nicht nur das Wohlbefinden, es nimmt auch viel an Angst. Ein ausgedehntes, eigens auf Frauen in dieser Altersgruppe abgestimmtes Ayurveda Treatment ist immer eine wundervolle Auszeit vom Alltag und bietet neben nützlichen Informationen, Ernährungs-, Pflege- und Bewegungstipps auch immer sehr viel Inspiration.

Frau in Yogaposition

Wie sieht Ayurveda die Beschwerden in den Wechseljahren?

Die typischen Beschwerden im Klimakterium haben ihren Ursprung in den drei Doshas (Vita, Kapha, Pitta). Sie können Veränderungen im Körper auslösen. Die Wechseljahre heißen deshalb so, weil sie die ganzen Jahre, zwischen den ersten Unregelmäßigkeiten im Monatszyklus und dem völligen Ausbleiben der Regel beschreiben. Meist treten die sogenannten Beschwerden in den Wechseljahren nur in einer Zeitspanne von ein bis zwei Jahren auf. Weiß eine Frau, was dabei passiert, kann sie schon lange vorher die richtigen Dinge unternehmen, um diese Doshas wieder in Balance zu bringen.

  • das Verdauungsfeuer Pitta: Das Pitta Dosha ist für die Verdauung und den Stoffwechsel zuständig. In den Wechseljahren erhöht es auch die Leidenschaft. Schweißausbrüche und Hitzewallungen können dabei eine Nebenerscheinung sein. 
  • Vata: Haarausfall oder Hautprobleme können dann auftreten, wenn der Körper entgiftet, also Säure oder Hitze abgeben möchte. Dieser Prozess wird dem Dosha Vata zugeschrieben, der Bewegungsapparat und Nerven steuert. Es reagiert aber auch auf Stress.
  • Kapha: Für Gewebeaufbau, Immunität und den Feuchtigkeitshaushalt ist das Element Kapha verantwortlich. Zur Gewichtszunahme kommt es laut Ayurveda in den Wechseljahren, wenn die Verdauung langsamer wird und der Stoffwechsel träge.

Ayurveda betrachtet den Menschen als Einheit und beschäftigt sich nicht nur mit Symptomen. Jede Frau ist anders und reagiert auch anders auf die Wechseljahre. Welche Nebenerscheinungen hier auftreten können, hängt auch ganz vom Typ der Frau ab. Körperliche Übungen, wie Yoga, abgestimmte Ernährung, spezielle ayurvedische Behandlungen, Pflanzenmischungen oder auch Meditation können diese sehr gut ausgleichen. Dafür gibt es aber kein Allgemeinrezept. Es geht darum, sich als Frau in der eigenen Haut wohl zu fühlen und auch geistig mit dieser spannenden Entwicklung mitzuhalten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.