Sanfte Wechseljahre: Hormone ersetzen muss nicht (immer) sein

Die Wechseljahre sind eine Phase des Umbruchs und ein Neubeginn. Der weibliche Körper muss sich nicht mehr reproduzieren und kann sich anderen Dingen widmen. Ein neues Kapitel im Leben der Frau beginnt – mit neuen Möglichkeiten, aber auch mit erheblichen Herausforderungen durch die Umstellung der Physiologie. Diese Veränderung geht leider oft mit Beschwerden einher. Eine Hormonersatztherapie ist nur eine von vielen Möglichkeiten, um mit Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen fertig zu werden.

Frau in Herbstlandschaft von hinten

Wie beeinflussen die Wechseljahre unsere Hormone?

Von den unzähligen entwicklungsfähigen Eizellen, mit der jede Frau geboren wird, sind die meisten bis zum Einsetzen der Wechseljahre verbraucht. Ungefähr 500 werden bei Menstruation und Schwangerschaften verwendet. Der Rest stirbt im Laufe eines Lebens ab - die meisten übrigens schon vor der Pubertät.

Sind nicht mehr genügend Eizellen in den Eierstöcken vorhanden, verändert sich der Hormonstatus der Frau. Die Hormone, die für die Reifung, den Eisprung und die Einnistung der Eizelle gebraucht werden, sind dann nicht mehr notwendig und werden nicht mehr ausgeschüttet. Das betrifft vor allem:

  • Östrogene: Diese weiblichen Sexualhormone machen friedlich, ausgeglichen und sorgen für weibliche Formen. Zudem sind sie für die Reifung der Eizelle zuständig.
  • Progesteron: Das Gelbkörperhormon sorgt für eine gut durchblutete Gebärmutter, damit eine befruchtete Eizelle im Falle einer Einnistung alle Nährstoffe zu Verfügung hat. Progesteron ist aber auch ein wichtiges Hormon für allgemeine Entspannung und Regeneration.
  • FSH: Das Follikel-stimulierende Hormon: Dieses Sexualhormon steuert den Eisprung und die Bildung der Gelbkörper. Anhand der FSH Konzentration im Körper kann die Fruchtbarkeit einer Frau oder das Einsetzen der Wechseljahre bestimmt werden.

Typische Symptome in den Wechseljahren

Werden diese Hormone nicht mehr für die Fertilität gebraucht, stellt der Körper die Produktion ein. Das geht aber nicht von einem Tag auf den anderen. Die Wechseljahre, die Hormonumstellung im weiblichen Körper, können sich über zehn Jahre hinziehen und schon vor dem 40. Lebensjahr einer Frau beginnen.

Typische Symptome und Beschwerden zu Beginn und sind:

  • Schlafstörungen (Progesteronmangel)
  • Spannungsgefühle in der Brust (Progesteronmangel)
  • Hitzewallungen, depressive Verstimmung (Östrogenmangel)
  • Schlechte Durchblutung der Schleimhäute (trockene Scheide, trockene Augen)
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Gewichtszunahme

Lange davor kann es zu einem unregelmäßigem Zyklus, einem veränderten Wärmegefühl und Stimmungsschwankungen kommen. Manchen Frauen fallen diese hormonellen Veränderungen aber kaum auf, die meisten Frauen haben aber starke Beschwerden auf Grund dieser Veränderungen.

Früher verschrieben Ärzte bei den ersten Anzeichen der Beschwerden gerne und oft synthetische oder tierische Hormone für eine Hormonersatztherapie. Neue Erkenntnisse über das höhere Risiko für Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oder Thrombosen mit dieser konventionellen Hormontherapie, haben den Zugang verändert. Hormone werden vorsichtiger eingesetzt.

Frau mit Waage vorm Gesicht

Was geschieht bei einer konventionellen Hormontherapie?

Bei einer Hormonersatztherapie werden bei klimakterischen Beschwerden die fehlenden Hormone durch künstliche Präparate ersetzt. Meist wurden Pferde-Östrogene oder eine Kombination aus Östrogen und synthetischem Gestagen verschrieben. Je nachdem, ob eine Frau noch ihre Monatsblutung hat oder nicht, werden die Präparate dementsprechend verabreicht. Der monatliche Zyklus wird durch eine Hormonersatztherapie nicht verlängert.

Da die teilweise starken Beschwerden, die während der Wechseljahre auftreten können, meist aus einem Ungleichgewicht der Hormonbalance entstehen, sollte vor einer Therapie der Hormonstatus bestimmt werden.

Blister mit Tabletten

Alternativen zur konventionellen Hormontherapie in der Menopause

Es gibt andere Möglichkeiten, Beschwerden in den Wechseljahren ohne Risiko und Nebenwirkungen zu lindern.

  • Bioidentische Hormone werden ebenfalls im Labor, meist aus Extrakten der Yamswurzel, erzeugt. Sie besitzen aber die exakt gleiche Molekülstruktur wie die körpereigenen Hormone. Das kann zum Beispiel das Brustkrebsrisiko senken und die Lebensenergie wieder verbessern. Manche Frauen stehen einer solchen Behandlung trotzdem kritisch gegenüber.
  • Phytohormone sind pflanzliche Präparate, die ähnlich wie Hormone wirken. Pflanzliche Östrogene haben weniger Nebenwirkungen und können eine hormonelle Imbalance sanft ausgleichen. Da sie schwächer wirken, dauert es allerdings oft einige Zeit, bis sich die positiven Effekte durch die pflanzlichen Substanzen bemerkbar machen.
  • In der indischen Heilkunst Ayurveda werden die Symptome im Klimakterium mit pflanzlichen Wirkstoffen ausgeglichen und sanft gelindert. Das hat keine Nebenwirkungen und wirkt sich zusätzlich positiv auf alle Lebensbereiche in dieser herausfordernden Zeit aus.
Frau mit Ventilator

Indische Geheimnisse in den Wechseljahren

Die ayurvedische Medizin verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Mit pflanzlichen Stoffen versucht diese Methode, das aus den Fugen geratene Gleichgewicht in der Zeit des Umbruchs wieder herzustellen. Es geht um eine Ausgeglichenheit zwischen den drei Doshas (Regelkräfte) Pitta, Vata, Kapha.

Bei Frauen während der Wechseljahre wird im Ayurveda darauf geachtet, das Pitta (Feuer), das für Hitzewallungen sorgen kann, zu kontrollieren, ohne das Vata-Prinzip (Unruhe, Haltlosigkeit, Bewegung) unnötig zu aktivieren. Wie bei allen ganzheitlichen Methoden wird die Frau dabei stets individuell in ihrer Konstitution betrachtet und dementsprechend begleitet.

Rasayana sind in der indischen Heilkunst verwendete Pflanzenmischungen, die die Balance zwischen den Doshas wieder herstellen sollen. Für die Menopause wird eine Kombination aus den beiden Rasayanas Golden Transition I und Golden Transition II empfohlen. Diese beiden Nahrungsergänzungsmittel ergänzen einander. Sie erzielen so die gewünschte Wirkung und ein zufriedenstellendes individuelles Ergebnis.

Indische Stachelbeere

Pflanzen, die während der Wechseljahre Hormone ersetzen können

Folgende natürliche Wirkstoffe können im Ayurveda Frauen bei ihren Beschwerden helfen:

  • ShatavariDer Wurzelstock des indischen Spargels hat einen hohen Gehalt an hormonähnlichen Substanzen und wird sehr gerne im Ayurveda eingesetzt. Übersetzt bedeutet Shatavari „die, die 100 Ehemänner hat" und soll auch bei Männern die spirituelle Kraft der Liebe fördern. Studien haben ergeben, dass bei richtiger Einnahme die Gewichtszunahme in der Menopause um die Hälfte reduziert werden konnte. Eine hohe und kontrollierte Qualität des Produkts ist wichtig. Shatavari aus dem MAHARISHI AYURVEDA SHOP kommt, wie viele Erzeugnisse, aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Ashwagandha: Der indische Ginseng ist eine adaptogen wirkende Heilpflanze, die auch als natürliches Aphrodisiakum gilt. Adaptogene Wirkstoffe stellen im Körper das natürliche Gleichgewicht wieder her, egal, ob zu viel oder zu wenig von einer Substanz vorhanden ist. Maharishi Ayurveda Bio-Ashwagandha verbessert die Funktion der Schilddrüse, in der wichtige Hormone gebildet werden, lindert Depressionen, Erschöpfungszustände und Stresserscheinungen und stärkt das Immunsystem sowie die Ausdauer.
  • Amlaki: Amlaki wird aus den Früchten der indischen Stachelbeere gewonnen. Es vitalisiert und gilt als Anti-Aging-Mittel. Es wirkt hirn- und nervenstärkend, blutreinigend, entzündungshemmend und stärkt die Abwehrkräfte. Maharishi Ayurveda Bio-Amalaki nährt besonders auch Haut und Muskulatur und verhindert dadurch den in den Wechseljahren gefürchteten Abbau gesunder Körpergewebe.
Indischer Spargel

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Maharishi Ayurveda erstellt.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter

Schachinger Wolfgang, Dr.

Mit Achtsamkeit die Gesundheit stärken lautet die Devise von Dr. med. Wolfgang Schachinger, Arzt für Allgemein- und Ayurvedamedizin sowie Leiter im „Haus der Gesundheit“ in Ried im Innkreis.