Oberlidkorrektur: Erfahrungen mit Operation und Regeneration

Weltweit werden laut Statistik rund 25 Millionen invasive und nicht-invasive Schönheitsoperationen durchgeführt. Nach der Fettabsaugung und der Brustvergrößerung liegen die Lidstraffung und die Korrektur der Schlupflider im internationalen Vergleich der Eingriffe auf Platz 3 der beliebtesten Schönheitsoperationen. In Deutschland ist die Oberlidkorrektur oder Lidstraffung seit Jahren die beliebteste Schönheitsoperation überhaupt.

Frau zieht Schlupflid hoch
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Wann ist eine Oberlidstraffung sinnvoll?

Viele Menschen lassen die Oberlidkorrektur aufgrund kosmetischer Gründe durchführen. Andere haben eine Gesichtsfeldeinschränkung und damit eine medizinische Indikation. Durch die schlaffe Haut rund um die Augen erscheinen diese müde und klein. Die Menschen wirken so oft älter, als sie tatsächlich sind. Dabei hält sich bei der Korrektur der Oberlider die Geschlechterfrage ziemlich die Waage. Es entscheiden sich mittlerweile ebenso viele Männer wie Frauen für diesen Eingriff.

Die Ästhetische Chirurgin Dr. Brigitte Schneider bietet in ihrer Ordination in St. Veit an der Glan in Kärnten die Oberlid- und Unterlidkorrektur an. "Schlupflider sind oft angeboren, entstehen aber in vielen Fällen durch das Nachlassen des Gewebes", so die renommierte Chirurgin, die als Oberärztin der Chirurgie im LKH Villach tätig ist. "Oft sind solche Oberlidkorrekturen aber nicht nur kosmetisch, sondern auch medizinisch indiziert", erklärt Dr. Schneider. "Nämlich dann, wenn es durch die überschüssige Haut des Schlupflides zu einer Einschränkung des Sichtfeldes des Patienten kommt." Das kann nicht nur im Straßenverkehr ein Risiko sein. Starke Schlupflider können auch zu körperlichen Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, Kopffehlstellungen, Migräne oder einer Beeinträchtigung der Hornhaut oder Bindehaut führen. Mit der Operation des Oberlids und der Entfernung der Haut um das Auge können solche Probleme sofort verschwinden. Grundsätzlich lassen aber hängende Oberlider die Augen müde und klein erscheinen.

Viele Patienten sind mit dem Ergebnis so zufrieden, dass sie sich nach der Operation oder dem Eingriff viel selbstbewusster als vorher fühlen. Das bestätigen zahlreiche Erfahrungen bei Oberlidkorrekturen.

Chirurg hebt ueberschuessige Haut am Oberlid

Wie funktioniert eine Oberlidkorrektur mittels Operation?

"Grundsätzlich kann man dem Patienten mit der Operation des Oberlids mit einem vergleichsweise harmlosen Eingriff ein jüngeres und frischeres Aussehen verleihen", erklärt Dr. Schneider. Das Auge wirkt danach größer und strahlender und das Gesicht ist insgesamt verjüngt. Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder einer Erkrankung der Augen sollten vorher Rücksprache mit dem Facharzt oder dem Chirurgen ihres Vertrauens haben.

Die Oberlidstraffung selbst dauert für beide Lider etwa 45 Minuten. Allerdings darf man selbst kein Auto lenken, sondern sollte unbedingt gefahren werden.

Die Operation erfolgt unter örtlicher Betäubung des Auges und in Sedierung (Dämmerschlaf). Damit entfallen die Nervosität und das Wimpernklimpern.

  1. Vor dem Eingriff wird photodokumentiert.
  2. Es wird steril gewaschen und abgedeckt.
  3. Die Chirurgin oder der Chirurg zeichnet den Schnittverlauf an.
  4. Mit dem Skalpell wird dann ein feiner Schnitt in der Lidfalte gesetzt.
  5. Es wird überschüssiges Gewebe am Auge entfernt (Haut und Fett, wenn notwendig).
  6. Danach vernäht die Chirurgin oder der Chirurg den Schnitt mit einer feinen fortlaufenden Naht und deckt die Narben mit einem dünnen Pflasterstreifen ab.

Durch die Schnittführung in der Lidfalte entstehen nur wenig sichtbaren Narben. Die Narbenbildung benötigt allerdings Zeit. Das Ergebnis begeistert die meisten PatientInnen. "Der Grund ist, dass mit relativ geringem Aufwand ein maximaler Effekt erzeugt werden kann", betont Dr. Brigitte Schneider. Selbstverständlich ist im Vorfeld ein ausführliches Beratungsgespräch und OP-Gespräch Pflicht. Dabei werden die Erwartungshaltung des Patienten sowie mögliche Risiken der Operation besprochen.

Chirurg zeichnet Schnittführung an

Welches Risiko gibt es bei der Oberlidstraffung?

Das Risiko bei einer Oberlidstraffung ist relativ gering. Voraussetzung ist natürlich, dass sie von einer/einem erfahrenen Chirurgin/Chirurgen durchgeführt wird. "Das Straffen der Oberlider sollte so erfolgen, dass das Ergebnis der Augenlidstraffung völlig natürlich ausfällt. Dabei darf auf keinen Fall zu viel Haut entfernt werden, damit es nicht etwa zu einem erschrockenen Ausdruck kommt", weiß Dr. Schneider. Bei der erfahrenen Chirurgin ist man hier aber in guten Händen.

  • Nach der Behandlung können Schwellungen auftreten. Diese Schwellungen klingen aber nach ein bis zwei Tagen nach dem Eingriff ab. Nur in einzelnen Fällen können die Schwellungen länger anhalten.
  • Nachblutungen sind nach einer Korrektur der Schlupflider oder einer Korrektur der Oberlider relativ selten.
  • Auch können nach der Behandlung oberflächliche Blutergüsse auftreten, die vom Oberlid schließlich nach unten sinken. Etwa nach einer Woche sind auch die Blutergüsse nach einer Augenlidstraffung meistens vollständig verschwunden.

Unmittelbar nach der Lidstraffung ist das Kühlen enorm wichtig. Dazu eignet sich ein Kühlpad, das nach der Behandlung vorsichtig auf die Augenpartie gelegt wird oder eine Kühlbrille, da diese keinen starken Druck auf die Augenpartie ausübt. Idealerweise sollte man die Stellen die ersten Stunden nach dem Eingriff regelmäßig, mit kleinen Pausen zwischendurch, kühlen.

Wie sieht die Nachsorge nach einer Oberlidstraffung aus?

Wie nach jeder OP sollten sich die Patienten erst einmal Ruhe gönnen, um die Regeneration nicht zu beeinträchtigen.

  • Vermeiden sollte man Lesen, Autofahren oder Arbeiten am Computer in der ersten Zeit nach dem Eingriff.
  • Auch wenn es sich bei der Oberlidstraffung um einen kleineren Eingriff handelt und die Beschwerden relativ gering ausfallen, sollte man sich dennoch schonen. Bücken oder Arbeiten, die kopfüber verrichtet werden, können Hämatome begünstigen oder verstärken.
  • Auch sollte man in den ersten Tagen nach dem Eingriff keine Kontaktlinsen tragen.
  • In der Nacht sollte man am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen.
  • Die ersten Monate nach einer Lidstraffung soll auch starkes Sonnenlicht gemieden werden. Um die Narben vor einer stärkeren Pigmentierung zu schützen, solltest du in der Sonne unbedingt eine Sonnenbrille tragen.
  • Auf Sport solltest du anfangs ebenfalls verzichten. Nach drei, vier Wochen kannst du dein Sportprogramm nach Rücksprache mit dem Arzt aber gerne wieder aufnehmen.

"Etwa eine Woche nach der Operation werden meist die Fäden entfernt. Zwar ist die Narbe dann oft noch leicht gerötet. In der folgenden Woche heilt sie dann aber so ab, dass sie kaum noch sichtbar ist", weiß Dr. Schneider aus Erfahrung. Das Tragen von Make-up ist etwa nach 10 Tagen wieder erlaubt, wenn alle sichtbaren Rötungen der Haut verschwunden sind.

Lidstraffung ohne OP

Es gibt aber auch die Lidstraffung ohne OP. Die Plasma Pen soll eine echte Alternative zur Operation von beginnenden Schlupflidern oder ersten Fältchen sein. Obwohl es keine echte OP ist, erfolgt auch dieser Eingriff unter Oberflächenbetäubung. Dabei wird auf die entsprechenden Hautpartien eine Anästhesiecreme aufgetragen. Anschließend geht der Behandler mit dem Plasma Pen im Abstand von etwa 1 mm über die Haut. So wird die überschüssige Haut punktförmig und kontrolliert abgetragen. Während der Behandlung wird ein Plasma übertragen, das den natürlichen Heilungsprozess anregen soll und in dessen Zuge auch eine Straffung stattfinden soll. Bei beginnenden Schlupflidern soll eine Sitzung genügen, während bei ausgedehnten Schlupflidern mehrere Sitzungen notwendig sein sollen.

Bei vielen Patienten kommt diese Lidstraffung ohne OP aber im Vergleich recht schlecht weg. Einige Patienten berichten im Internet auch über Erfahrungen bei der Oberlidstraffung mit dem Plasmapen. Allerdings fallen viele Erfahrungen komplett gegenteilig aus. Es soll nämlich nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern sehr lange dauern, bis die Augen nach der Behandlung wieder abgeschwollen sind. Einige Patienten berichten sogar von mehr als 14 Tagen. Einige Patienten klagen lange im Nachhinein über Rötungen oder leichten Verfärbungen an den betroffenen Stellen, die Ergebnisse sind aber mit einer operativen Lidstraffung nicht vergleichbar.

Wie lange dauert die Heilung bei einer Lidstraffung mit OP?

Anders die Lidkorrektur mit OP. Hier zeigen viele Erfahrungsberichte sowohl in Bezug auf die Schmerzen als auch auf die Ausfallszeit ein weitaus besseres Ergebnis. Laut vielen Erfahrungsberichten dauert der Heilungsprozess zwischen 8 und 10 Tagen, im Höchstfall ungefähr 14 Tage. Nach dieser Zeit sind die meisten Patienten wieder fit fürs Arbeitsleben.

Der Experte dahinter
Dr. Brigitte Schneider, Amstetten, Wien

Schneider, Brigitte, Dr.

„Nur ein sehr gutes Ergebnis führt zu einem zufriedenen Patienten.“ lautet die Philosophie von Dr. Brigitte Schneider, Fachärztin für Chirurgie und Spezialistin für ästhetische Operationen.