Lidekzem: Vorbeugung durch richtige Reinigung und Pflege

Ein Lidekzem ist eine Entzündung der Haut rund um das Auge. Das Ekzem geht mit Juckreiz, Schwellungen und Rötungen einher und kann für die Betroffenen zu einer großen Belastung werden. Ursachen sind oft Reizungen durch allergene Stoffe. Wer eine empfindliche Haut hat und zu Lidekzemen neigt, sollte deshalb spezielle Produkte verwenden, die die sensible Haut am Auge schützen.

Wie kann man einem Lidekzem vorbeugen?

Gerötete, tränende Augen, die jucken oder entzündet sind, können die Betroffenen maßgeblich in der Lebensqualität einschränken. "Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen kann man einem Augenlidekzem vorbeugen", weiß der Augenarzt Christoph Dittrich. Zur Vorbeugung eines Lidekzems sind unter anderem diese Verhaltensweisen sinnvoll:

  • Trockene Areale um die Augen können mit geeigneten Cremes, die kein Wollwachs enthalten, gepflegt und so Irritationen leichter entgegengewirkt werden.
  • Der Aufenthalt im Freien und Bewegung an der frischen Luft sorgen für einen besseren Hautstoffwechsel. Zudem kann sich die meist höhere Luftfeuchtigkeit im Außenbereich positiv auswirken.
  • Achte darauf, dass dein verwendetes Augen-Make-up für sehr empfindliche Haut geeignet und möglichst frei von Duftstoffen ist! Idealerweise solltest du auf Schminke am Auge so oft wie möglich verzichten. Solange ein akutes Lidekzem mit Juckreiz und Schwellungen vorliegt, ist das Schminken auf jeden Fall tabu.
  • Zu viel Wasser und zu hohe Temperaturen können Ekzeme fördern. Dusche deshalb höchstens einmal am Tag und verwende dabei kein zu heißes Wasser!
  • Mute deiner Haut keine grobe Behandlung zu! Das bedeutet: Verzichte gerade im Bereich der Augen auf Peelings und tupfe die Haut zum Abtrocknen und bei der Reinigung nur sanft ab! Vermeide es, deine Augen zu reiben!
  • Generell solltest du den Bereich deiner Augen möglichst wenig berühren. Sonst trägst du Erreger und allergieauslösende Stoffe von den Händen zu den Augenlidern, wo sie Probleme verursachen können. "Da wir uns aber täglich 50 bis 100 Mal die Augenlider unbewusst reiben, sollten wir auf eine gute Reinigung der Hände achten", betont Christoph Dittrich.
  • Wenn das Lidekzem durch eine Allergie bedingt ist, solltest du den Auslöser auf jeden Fall meiden. Dann beruhigt sich auch die Entzündung meist schnell.
Eine Frau hat ein Augenlidekzem und vergessen vorzubeugen
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Welche Pflege kann zur Vermeidung von Ekzemen am Augenlid beitragen?

Wer schon öfter unter Ekzemen am Auge gelitten hat, Neurodermitis hat oder aus anderen Gründen eine sehr empfindliche Haut hat, sollte für die Reinigung und Pflege nur spezielle Produkte für empfindliche Haut verwenden. Wichtig sind vor allem reizarme Inhaltsstoffe, die die Haut schonen. Außerdem sollten Creme, Reinigungsmilch und Co. frei von Wollwachs (Lanolin) sein.

Entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Stoffe beruhigen die Haut und können kleinste Verletzungen und Reizungen zum Verschwinden bringen, bevor es zu einer Entzündung und einem entzündlichen Ekzem (Dermatitis) kommt. Eine gute Basispflege mit hochwertigen und sanften Cremes ist bei Ekzemen ganz entscheidend, um die empfindliche und trockene Haut gut zu versorgen.

Mit der AUGENLID-CREME von benevi neutral® konnten die Patienten des Augenarztes Christoph Dittrich bereits gute Erfahrungen machen. Sie wurde zur vorbeugenden Augenlidpflege gegen Hautreizungen und Lidekzeme entwickelt und zeichnet sich durch eine besonders gute Hautverträglichkeit aus. "Bei leichten Lidekzemen kann durch die Augenlidcreme auch auf cortisonhaltige Produkte verzichtet werden. Das hat einen großen Vorteil, da lokal appliziertes Cortison den Augendruck erhöhen kann", ist der Augenarzt begeistert. Auf Duft- und Farbstoffe wird zur Gänze verzichtet, ebenso auf Mineralöle, Wollwachse und Silikone.

Wie kann man ein Lidekzem behandeln?

"Dauern die Symptome länger als eine Woche an, verstärken sie sich, sind sie insgesamt stark ausgeprägt oder handelt es sich um wiederkehrende Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden", erklärt Christoph Dittrich. Eine ausgeprägte Dermatitis (Hautentzündung) im Gesicht gehört zudem immer in die Hände eines Arztes. Gerade am Auge solltest du nicht lange selbst experimentieren, sondern dir den Rat von Fachleuten einholen. Je nach Ursache ist dann eine andere Therapie nötig.

  • Beim Verdacht auf eine Allergie ist es zur Behandlung besonders wichtig, den auslösenden Stoff zu finden und dann zu vermeiden. Was so einfach klingt, ist manchmal gar nicht so leicht. Hier ist Geduld gefragt.
     
  • Wenn das Ekzem am Auge stark ausgebildet ist, kommt eine kurzzeitige Behandlung mit cortisonhaltigen Cremes infrage. Hier ist jedoch besondere Vorsicht geboten, weil viele Salben nicht für die Anwendung am Auge geeignet sind.
     
  • Auch Salben gegen den Juckreiz können Betroffenen große Erleichterung bringen und ein weiteres Reiben der Augenlider vermeiden.
     
  • Bei einer Neurodermitis, einem seborrhoischen Ekzem oder anderen Erkrankungen kommen möglicherweise spezielle Medikamente oder Verhaltensempfehlungen infrage, um die Gesamtsituation zu verbessern.
     
  • Häufig werden zur ergänzenden Behandlung der Dermatitis Umschläge mit kaltem schwarzem Tee empfohlen. Tränke dazu Wattepads oder Kompressen und lege sie 10 bis 15 Minuten auf die geschlossenen Augen! Viele Betroffene berichten, dass dadurch die quälenden Symptome wie Rötungen und Juckreiz sich deutlich verbessern können.

Wichtig ist Geduld bei der Behandlung. Je nach Ursache kann es lange dauern, bis die Symptome auf der Haut komplett verschwunden sind. 

Eine Frau reibt an ihren Augen. Das kann ein Lidekzem verursachen

Was sind mögliche Ursachen für ein Lidekzem?

Die Haut im Gesicht ist besonders dünn, vor allem rund um das Auge. Deshalb reagiert die Haut hier oft sehr empfindlich auf Reizungen, allergieauslösende Stoffe oder auch Stress. Bei Menschen mit sensibler Haut oder Erkrankungen wie Neurodermitis kommt es besonders leicht zu Ekzemen am Auge. "Die Ursachen sind vielfältig und können leider nicht immer genau bestimmt werden", gibt Christoph Dittrich zu bedenken:

  • Häufig tritt ein Lidekzem im Zusammenhang mit Neurodermitis (auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt) auf. Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem bei Kindern häufig auftritt. Symptome sind meist Hautausschläge am ganzen Körper, die mit starkem Juckreiz einhergehen. In vielen Fällen verschwindet die Neurodermitis (und damit auch die Neigung zu Ekzemen am Auge) nach dem Kindesalter. 
  • Auch im Zusammenhang mit einem seborrhoischen Ekzem kann es zu Ekzemen am Augenlid kommen. Es handelt sich beim seborrhoischen Ekzem um einen juckenden und schuppigen Ausschlag, der vor allem im Gesicht und auf der Kopfhaut vorkommt. 
  • Ebenso können Allergien die Ursache für ein Ekzem am Augenlid sein. Auslöser sind zum Beispiel Kosmetika, Rasierschaum, Haarsprays, Nagellack oder auch Stoffe in Waschmitteln oder Shampoos. Oft sind Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe die Verursacher. Selbst dann, wenn der Stoff an anderen Körperstellen keine Probleme verursacht, kann es am Lid zu Entzündungen und Reizungen kommen. Grund ist die besonders dünne und empfindliche Haut in der Augenregion. Hat man einmal herausgefunden, welcher Stoff die Allergie auslöst, lässt sich das Problem vermeiden und das Lidekzem geht zurück.
  • Genetische Faktoren spielen zudem eine Rolle bei der Frage, ob man zu Ekzemen neigt oder nicht.
  • Mechanische Ursachen, wie das Reiben an den Augen, Brillengestelle, Raumsprays, Zimmerblumen etc., können die Augen selbst und die Haut um die Augen reizen.
  • Auch Augentropfen, Augensalben oder Pflegemittel für Kontaktlinsen können Schuld an einem Lidekzem sein. "Bei längerer Verwendung dieser Mittel kann es durchaus sein, dass die Anzeichen einer Unverträglichkeit mit Verzögerung auftreten", so der Augenarzt Christoph Dittrich.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.



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