Podcast-Interview zum Thema: Wie werde ich Fitnesstrainer – Voraussetzungen und Ausbildungen

Du betreibst gerne Sport, kannst gut erklären und magst den Kontakt zu Menschen? Mit der Ausbildung zum Fitnesstrainer kannst Du Deine Leidenschaft zum Beruf machen. Als Personal Trainer unterstützt Du Menschen dabei, ihre Gesundheit, ihre Wunschfigur und ihre mentale Stärke zu erhalten. Ein Studium oder Fernstudium bietet Dir die Möglichkeit, entspannt und unkompliziert alles zu erlernen, was Du für diesen wundervollen Beruf benötigst.

Muss ich als Fitnesstrainer Voraussetzungen erfüllen, was die Ausbildung betrifft?

Bewegung ist die Basis für ein gesundes und vitales Leben. Durch regelmäßigen Sport und körperliche Aktivitäten wird der Stoffwechsel angekurbelt, Sauerstoff schneller und effektiver im Körper verteilt und alle Körperzellen können sich besser regenerieren. In einem Fitnessstudio können die Besucher unkompliziert und zeitsparend etwas für Gesundheit und Figur tun.

Unzählige Studios, die wie Pilze aus dem Boden wachsen, zollen diesem Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein Respekt. Auf sozialen Medien wie Instagram oder YouTube sind Fitnesstrainer die neuen Stars und ziehen viele Follower in ihren Bann. Der Beruf des Fitnesstrainers hat aber sehr viel mit Verantwortung zu tun. Jeder Mensch ist unterschiedlich und reagiert auf Bewegungsabläufe anders. Was bei dem einen gut funktioniert, kann bei einem anderen überhaupt keine Effekte bringen oder schlimmer noch zu Verletzungen führen.

Selbsternannte Fitnessgurus im Netz können zwar wichtige allgemeine Tipps geben, das individuelle Training mit einem Personal Trainer auf keinen Fall ersetzen. Für diesen Job braucht es eine solide Ausbildung, bei der alle Aspekte des Bewegungsapparats, der Anatomie und auch der Psychologie zu gleichen Teilen berücksichtigt werden. 

Grundsätzlich gibt es keine gesetzlichen Vorschriften für eine Tätigkeit als Fitnesstrainer. In der Praxis arbeiten in ernst zu nehmenden Fitnessstudios aber keine ungelernten Mitarbeiter ohne zertifizierte Fitnesstrainer Ausbildung, um die Qualität im Studio zu garantieren.

Ein Fitnesstrainer gibt einer Frau mit Hantel Anweisungen

Welche Fähigkeiten sollte ein guter Fitnesstrainer besitzen?

Eine Personal Trainer ist kein Psychologe, sollte aber Spaß daran haben, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Ein guter Fitnesstrainer:

  • verfügt über eine solide Grundausbildung im anatomischen, physiologischen und sportmedizinischen Bereich,
  • hat Freude daran, sich laufend weiterzubilden und Neues zu erlernen,
  • kann andere gut motivieren und sie dabei unterstützen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen,
  • hat Freude an der aktiven Arbeit mit seinen Mitmenschen

Das Angebot an Fitnessstudios ist inzwischen sehr groß und wächst zunehmend. Das ist praktisch, da die Studios immer leichter erreichbar werden, was ein regelmäßiges Training vor oder nach der Arbeit einfacher macht. Wer beim Training nichts falsch machen möchte, seine Gelenke nicht überlastet und individuelle Anleitungen fürs tägliche Training durch gut ausgebildetes Personal bekommen möchte, der ist mit einem serviceorientierten Institut besser beraten, als mit einem Billigstudio. Hier werden die Übungen auf Wunsch professionell überwacht und der Kunde bekommt Tipps, wie er seinen eigenen Körper am besten optimiert, trainiert und fit erhält.

Was lerne ich in der Ausbildung zum Fitnesstrainer?

In Deiner Ausbildung zum Fitnesstrainer bekommst Du neben sportlichem Know How auch gründliches Wissen über etwaige Stoffwechselerkrankungen, Fehlstellungen oder Ernährungslehre vermittelt. So kannst Du Dich mit fundiertem Basiswissen ausgestattet gezielt auf Deine Fitnesskunden einlassen und einen gut abgestimmten Trainingsplan erstellen und überwachen. Aber nicht nur das Fachwissen ist wichtig bei der Ausübung dieses Berufes. Gute Fitnesstrainer können ausgezeichnet abstrahieren und Übungsabläufe einleuchtend erklären. Sie beherrschen kleine Tricks, mit denen sie ihren Fitnesskunden das Trainieren leichter machen und die Motivation aufrechterhalten können.

Zwei Frauen beim Training auf der Matte.

Welche Vorteile hat ein Fernstudium bei der Fitnesstrainer Ausbildung?

Mittlerweile gibt es viele Bildungsanbieter in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Eine Vielzahl an verschiedenen Fernkursen sind zertifiziert und staatlich geprüft und zugelassen. So kannst Du Dich berufsbegleitend von zuhause aus weiterbilden. Wenn Du mehr Zeit für deine Ausbildung investieren möchtest, kannst Du die Kurse auch in viel weniger Zeit absolvieren. Fernstudien bieten Dir sehr viele Möglichkeiten, Deine Aus- oder Weiterbildungen in Deinen Alltag zu integrieren. Die Ausbildungen zum Fitnesstrainer bestehen, wie bei Ausbildungen im Sportbereich üblich, aus unterschiedlichen Lizenzen.

Basis: Die Fitnesstrainer C-Lizenz

Die C-Lizenz ist der Einstieg in die Ausbildung zum zertifizierten Fitnesstrainer. Als zukünftiger Trainer bekommst Du hier ein hochwertiges Basiswissen im Bereich Fitness und Gerätetraining vermittelt. Zu den Inhalten gehören:

  • Sportbiologie,
  • Zellenlehre, Gewebelehre und Biomechanik,
  • allgemeine und spezielle, angewandte Anatomie des Bewegungssystems (Hals, Schulterpartie, Rumpf, Extremitäten).

Der Kurs zur C-Lizenz dauert ungefähr zwölf Wochen. Er ist die Voraussetzung für die weiteren Lizenzen und gleichzeitig eine Schnuppermöglichkeit in die Welt des Fitnesstrainings als Beruf.

Vertiefung – die B-Lizenz

Mit dem Besitz der Fitnesstrainer B-Lizenz, die international gültig ist und der DIN Norm 33961 entspricht, bist Du zu einer haupt- oder nebenberuflichen Tätigkeit als Fitnesstrainer berechtigt. In diesem Fernstudium werden Inhalte per Live-Online-Seminar und über Unterlagen vermittelt. Das Web Based Training (WBT) „Übungskatalog – Fitness“ unterstützt dich ergänzend beim Erlernen der Vielzahl an freien und maschinengebundenen Übungen im Fitnessbereich und ist zugleich dein portables Online-Nachschlagewerk, das Dir auch nach dem Lehrgang für Deine Trainingspraxis zur Verfügung steht. In dieser aufbauenden Ausbildung beschäftigst Du Dich mit

  • der angewandten Trainingslehre,
  • der Trainingssteuerung und -planung und
  • der Praxis der Trainerprofession.

In Live-Seminaren lernst Du Dein theoretisches Wissen unter Anleitung eines erfahrenen Dozenten umzusetzen und Trainingspläne zu erstellen. Zur Sache geht es in der Präsenzphase, wo Du an zehn unterschiedlichen Orten zu Dir passenden Terminen vor Ort lernst

  • wie Übungen ausgeführt werden, 
  • wie Du Klienten dazu anleitest,
  • wie Du die Geräte richtig anwendest und passend dazu einstellst. 

Die Ausbildung dauert ungefähr 14 Wochen (berufsbegleitend) oder drei Wochen (Vollzeit). Die B-Lizenz schließt mit einer Prüfung vor Ort und einer Abschlussarbeit, für die Du einen individuellen Trainingsplan erstellen musst, ab. Als Nachweis bekommst Du dann ein unbegrenzt gültiges Zertifikat.

Karriere-Sprungbrett: die A-Lizenz

Die höchste Ausbildungsstufe ist die Fitnesstrainer A-Lizenz. Sie vermittelt Spezialwissen zu Themen wie

  • Sport Reha-Training,
  • Rückentraining,
  • Cardio- und Krafttraining und
  • allgemeiner und sportspezifischer Ernährung.

Beim indikationsspezifischen Training erlernst Du in der Präsenzphase den korrekten Umgang und die Trainingsplanung für gesundheitlich beeinträchtigte Personen. Dieser Kurs dauert 18 Monate (berufsbegleitend) oder fünf Monate (Vollzeit). Die Trainer A-Lizenz schließt mit einer Prüfung ab. Während dem ganzen Fernstudium legst Du immer wieder mündliche und praktische Prüfungen ab, was das Lernen und die Vorbereitung einfacher und überschaubarer macht. Die A-Lizenz ist auch die Grundlage für zahlreiche Weiterbildungen, zusätzliche Qualifikationen und Spezialisierungen.

Hanteln, Sprungseil und gesundes Essen auf einem herzförmigen Teller.

Fitnesstrainer: Voraussetzungen für eine gelungene Karriere

Das Berufsbild des Fitness Trainers ist bunt und vielfältig. Fitnesstrainer arbeiten nicht nur in Studios, sie sind auch 

  • in Rehakliniken,
  • als örtlich ungebundene, selbständige Fitnesstrainer,
  • auf Kreuzfahrtschiffen,
  • in Wellness- und Sporthotels,
  • in der Gesundheitsförderung von Unternehmen und Krankenkassen,
  • in Präventionszentren oder 
  • in Sportvereinen tätig.

Auch wenn es schon sehr viele Fitnesstrainer am Markt gibt – mit einer speziellen Qualifikation kannst Du Dir genau die Nische suchen, die sportlich und mental zu Dir passt und die Dir die meiste Freude an Deinem Job bietet. 

Frau beim Gewichte heben.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.



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