Warum ist ein gesunder Egoismus gut für die Liebe?

Egoismus ist ja so ein Wort, das gemeinhin eine sehr negative Bedeutung hat. Doch eigentlich sind Aussagen wie "Egoismus ist schlecht" oder "Niemand mag Egoisten" nicht wahr: Eine gesunde Dosis Egoismus ist nämlich nicht nur gut für dich, sie kann sogar die Beziehung zu deinem Partner und zu deinen Freunden verändern. Wir zeigen dir, wie du gesunden Egoismus für dich selbst entwickeln kannst und wie er dein Leben, deine Beziehung und deine Freundschaften beeinflusst.

Eine Frau umarmt sich selber und zeigt damit, was gesunder Egoismus bedeutet.

Gesunder Egoismus verändert also das Leben?

Wenn man sich bewusst wird, dass man jemand Besonderes ist und nicht immer für jeden zugänglich sein muss – das gilt übrigens für Freunde, Partner und Kollegen – weil die eigene Zeit wertvoll ist, nimmt das Selbstwertgefühl automatisch zu. Das bedeutet auch, dass man von den Menschen anders gesehen wird. Ein gesunder Egoismus ist ein wunderbarer Charakterzug, der sich auch positiv auf die Partnerschaft oder Beziehung auswirken kann. Ein gesundes Selbstwertgefühl hat jedoch noch weitere Vorteile, es macht dich möglicherweise auch gesünder. 

Eine Frau hält sich zwei Orangen vor die Augen und lächelt.

Wie hilft dir Egoismus, gesünder zu leben?

Von dem Moment an, in dem du erkennst, dass du das Gute in deinem Leben verdient hast und dass du besonders bist, entsteht die Liebe für deinen Körper automatisch. Du liebst dich und deinen Körper so sehr, dass du automatisch gesünder lebst und das ist alles andere als egoistisch. Du würdest deinen Kindern doch auch nicht jeden Tag Fastfood servieren, oder?

Man will doch für andere Menschen, die man liebt, ob Partner, Kinder oder Freunde, immer nur das Beste. Doch manchmal funktioniert es einfach nicht für einen selber. Mit einer gesunden Dosis Egoismus kannst du dich und deinen Körper in den Vordergrund stellen – denn du verdienst ein gesundes Leben.

Da wir gerade über die Liebe zu deinen Mitmenschen sprechen: Wer eine gesunde Selbstliebe empfindet, dem fällt es auch leichter, immer das Beste in anderen Menschen zu sehen. 

Zwei Menschen halten sich mit den Händen aneinander fest.

Selbstliebe ist die Grundlage für Nächstenliebe 

Man kann dem Nächsten nur so viel geben, wie man selber besitzt, egal ob es der eigene Partner, die Freundin oder ein Mensch in Not ist. Wenn du dir keine Zeit für dich und deine Bedürfnisse nimmst oder dich selbst genug liebst, dann kannst du auch anderen Menschen keine Liebe zukommen lassen. Die Folge ist, dass wahrscheinlich sowohl du als auch deine Beziehung darunter leiden werden. Schließlich geht es in einer Partnerschaft ja darum, dass beide Partner glücklich sind. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man sich in einer Partnerschaft immer mit dem Thema Egoismus auseinandersetzt und mit Frau oder Mann klärt, was positiver Egoismus für einen selber bedeutet.

Eine Frau formt mit ihren Händen ein Herz und lächelt in die Kamera.

Sich selbst zu lieben ist der Schlüssel zum Glücklichsein

Das richtige Maß an Selbstliebe ist alles andere als egoistisch. Es fördert dein Selbstbewusstsein und ist warm und fürsorglich. Es ist die vollständige Akzeptanz dessen, wer und was du bist – die Wertschätzung und Bestätigung deiner selbst. Es ist die bedingungslose Unterstützung, Selbstfürsorge und das Mitgefühl, das du dir selbst gibst, das sich letztendlich in gute Gesundheit, großes Selbstwertgefühl, Glück, totales Gleichgewicht und Wohlbefinden übersetzt. Selbstliebe ist also eine grundlegende Notwendigkeit für uns Menschen. Sie ist ein grundlegender positiver Wert, der zu innerem Frieden und Glück führt. Lass uns also als nächstes die Frage behandeln, wie wahre Selbstliebe aussieht – und wie sie nicht aussieht.

Ein Mann und eine Frau stehen sich streitend gegenüber.

Was ist wahre Selbstliebe?

Selbstliebe ist offen und ehrlich. Es ist die ultimative Verpflichtung, sich selbst so kennenzulernen und zu akzeptieren, wie man ist, das Leben so zu erleben, wie es dir passiert. Es geht darum, ständig nach Wegen zu suchen, um aus diesen Erfahrungen körperlich, psychologisch und spirituell zu wachsen. 

Wahre Selbstliebe bedeutet, sich selbst bedingungslosen Respekt, Anerkennung und Wertschätzung zu Teil werden zu lassen. Das erinnert dich daran, dass du es verdienst, alle deine persönlichen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen, während du dich selbst als würdig, wertvoll und glücklich betrachtest. Es ist die Gewissheit, dass du dich immer selbst lieben und dem treu bleiben wirst, was du bist – egal was passiert. Hier sind zum Abschluss noch einige Tipps, wie du einen gesunden Egoismus fördern kannst.

Ein Mann und eine Frau befinden sich jeweils in ihrem eigenen Hamsterrad, aus dem sie nicht herauskommen, weil sie immer weiterlaufen müssen.

Tipp für gesunden Egoismus: Kenne deinen Wert 

Wie oft tun wir Dinge um anderer Menschen willen oder können nicht Nein sagen, obwohl es die richtige Antwort wäre? Wenn wir unser Leben mit dem Kümmern um das Wohlbefinden der anderen verbringen und vergessen, auf uns selbst aufzupassen, dann befinden wir uns in einer Abwärtsspirale. Deshalb ist es besonders wichtig, den eigenen Wert zu erkennen, zu verinnerlichen, dass dein eigener Wert etwas ist, das dir niemand wegnehmen kann. Falls du damit an manchen Tagen Probleme hast, zum Beispiel dann, wenn es in der Beziehung gerade nicht läuft oder wenn dein Partner dich verärgert hat, dann wird dir der nächste Tipp helfen.

Eine Frau formt mit ihren Händen ein Herz, sie wirkt glücklich und zufrieden.

Selbstlob verursacht wahre Wunder

Um das Selbstwertgefühl immer bewusst zu erhöhen, hilft ein einfacher Trick: Selbstlob. Das hat absolut gar nichts mit Egoismus zu tun. Du kannst dich jeden Tag für Dinge loben, auf die du stolz bist. Das gibt uns nicht nur ein positives Gefühl und positive Gedanken, sondern erhöht auch unser Selbstvertrauen.

Einige Holzklötze, die den Schriftzug "I love me" enthalten.

Was gesunder Egoismus nicht ist

Selbstliebe ist nicht so verzweifelt, dass man besser oder verdienstvoller sein muss als andere. Es bedeutet nicht, egoistisch, eitel oder voller Eifersucht zu sein. Sie ist nicht an bestimmte erwünschte Ergebnisse, den eigenen Vorteil oder das Ego gebunden. Und sie ist ganz sicher nicht das übertriebene Gefühl der Ich-Bezogenheit, das sich aus dem klassischen Narzissmus ergibt. Nein, es geht vielmehr um einen bewussten Egoismus, der Beziehungen mit anderen Menschen, mit deinem Partner oder Arbeitskollegen positiv beeinflusst.