Depression-Test – Selbsttest als erste Feststellung

Eine Depression entwickelt sich langsam und häufig von Patienten unerkannt. Schleichend treten die ersten Symptome auf. Aber sie werden immer stärker und ausgeprägter, ehe Sie den Verdacht hegen, das vermeintliche Stimmungstief könnte eine Depression sein. Nicht jedes Tief ist eine Depression oder der Beginn davon. Ein Depression-Test hilft Ihnen festzustellen, ob eine Neigung zu Depressionen besteht.

Tränen rinnen einer Frau über die Wange

Der Test dient dazu, abzuklären, ob es sich um ein vorübergehendes Stimmungstief handelt, das bald vergeht oder ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegen könnte. Ein Psychotherapeut wird eine endgültige, fachlich fundierte Diagnose stellen und Sie dementsprechend behandeln. Der Selbsttest umfasst persönliche Fragen zum Wohlergehen, zu etwaigen Problemen oder Veränderungen in letzter Zeit. Stellen Sie drastische Veränderungen bei sich fest, Probleme, die Sie bisher nicht kannten, so ist es eine Möglichkeit, mit dem Depression-Test einen ersten wichtigen Schritt zu tun. Der Selbsttest konzentriert sich auf Ihre ehrliche Meinung zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand, in körperlicher Hinsicht ebenso wie ihn geistiger.

Depression-Test – deuten Sie erste Anzeichen richtig

Der Depression-Test geht auf Fragen zu möglichen Symptomen einer Depression ein. Stellen Sie sich die Fragen und antworten Sie offen und ehrlich darauf. Erste Anzeigen einer beginnenden Depression können sein:

  • Schlafprobleme
  • Häufiges, intensives Nachdenken
  • Angst vor der Zukunft
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Antriebslosigkeit, Erschöpftheit, Energielosigkeit
  • Alltägliche Aufgaben bereiten Probleme
  • Innere Unruhe, Anspannung, Angst
  • Minderwertigkeitskomplexe
  • Schuldgefühle
  • Selbstvorwürfe
  • Sinnlosigkeit
  • Starke Gewichtsabnahme oder –zunahme
  • Keine Interessen

Treten diese oder ähnliche Symptome häufiger und über einen längeren Zeitraum hinweg auf, könnten es die ersten Anzeichen einer beginnenden Depression sein. Der Depression-Test hilft zu entscheiden, ob professionelle Hilfe notwendig ist oder ob es sich um ein vorübergehendes Stimmungstief handelt. Die Hinweise und Anzeichen für eine beginnende Depression nehmen Sie unbedingt ernst. Es handelt sich um Beschwerden, die von selbst nicht mehr verschwinden. Aber keine Angst. Mit professioneller Hilfe und einer Psychotherapie schaffen Sie den Weg aus der Depression und erfreuen sich wieder an den schönen Dingen des Lebens. Sogar jene, die Sie zu Beginn der Erkrankung für sinnlos und nutzlos hielten.

Eine junge Frau sieht traurig aus, eine zweite hält ihr tröstend eine Hand auf die Schulter

Depression-Test – die Diagnose stellt der Arzt

So ausführlich ein Depression-Test ist, so umfangreich und persönlich die Fragestellungen bei einem Selbsttest sind, so wichtig ist es, die Diagnose durch einen Facharzt abzuklären. Bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer Depression ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Mittels einer körperlichen Untersuchung und einem Erstgespräch entscheidet er, ob es sich um eine Erkrankung handelt oder ob Sie sich derzeit in einem Stimmungstief befinden oder womöglich Mängel bei der Versorgung des Körpers mit Vitaminen oder anderen Stoffen vorliegen.

Die physische Untersuchung ist wichtig, um körperliche Ursachen der Symptome auszuschließen. Der Hausarzt schickt den Patienten in eine Spezialklinik oder zu einem Psychotherapeuten, wenn sich der Verdacht auf eine Depression bestätigt. Dieser klärt mit unterschiedlichen Diagnosemethoden, ob tatsächlich eine Depression vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten passend sind. Das ausführliche Gespräch mit dem Arzt, die Anamnese, ist notwendig, um mit dem Depression-Test eine Diagnose zu stellen.

Eine Frau sitzt beim Arzt und macht einen Depression Test

Der Weg von der Diagnose bis zur Behandlung

Der Depression-Test beim Facharzt gestaltet sich viel umfangreicher als jegliche Selbsttests. Es stehen unterschiedliche diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung. Zunächst erhebt der Arzt die Krankengeschichte und befragt den Patienten gezielt zu bestimmten Symptomen. Die Berücksichtigung von körperlichen, seelischen und sozialen Einflüssen ist selbstverständlich und macht jede Diagnose individuell. Zur eindeutigen Diagnose einer Depression gehören neben der körperlichen Untersuchung und dem Gespräch neurologische Tests, Laboruntersuchungen oder radiologische Bilder vom Gehirn oder von Gefäßen.

Ob eine Depression vorliegt oder nicht, entscheidet der Facharzt anhand eines international gültigen Klassifikationssystems. Darin sind depressive Stimmung, Interessensverlust, Freudlosigkeit, Antriebsmangel und erhöhte Müdigkeit als Hauptsymptome definiert. Die Abgrenzung einer Depression von anderen psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder Angststörungen erfolgt, wenn körperliche Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Wenngleich die eindeutige Diagnose einer Depression aufwändig ist, so ist es für einen weiteren positiven Verlauf wichtig, frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Entscheidet der Arzt durch den Depression-Test, dass es sich um eine Depression handelt, so ist eine umfassende Behandlung und Therapie notwendig. 

Depression-Test ergibt Volkskrankheit Depression – Behandlungsformen

Depressionen sind heute eine Volkskrankheit. Sie treten relativ häufig auf, lassen sich aber gut behandeln. Wie umfangreich und langwierig die Behandlung ist, hängt vom Schweregrad der Depression ab. Die Psychotherapie kommt bei jeder Form der Depression zur Anwendung. Eine medikamentöse Behandlung ist in der Regel bei mittelgradigen und schweren Krankheitsformen notwendig. Die Behandlung von schweren Depressionen erfolgt häufig stationär in einer entsprechenden Klinik. Die intensive ärztliche Betreuung, der feste Tagesablauf sowie die Medikamentation unter ärztlicher Überwachung sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung.

Die Behandlung von Depressionen mit Medikamenten, den sogenannten Antidepressiva, steht oft im Mittelpunkt der Therapie. Es nimmt mitunter mehrere Wochen in Anspruch, bis die Medikamente ihre Wirkung entfalten. Daher ist besonders Geduld gefragt. Für eine erfolgreiche Behandlung sind die Medikamente lange nach Abklingen der Symptome weiter einzunehmen. Das vermeidet etwaige Rückfälle. Antidepressiva tragen allerdings vorwiegend dazu bei, die Symptome abzuschwächen. Für Betroffene ist es wesentlich, an den Ursachen der Depression zu arbeiten.

Daher sorgt zusätzlich eine Psychotherapie dafür, negative Gefühle und Verhaltensweisen abzulegen und positive Gedanken aufzubauen. Es kommt darauf an, wie der Depression-Test ausfällt, ob eine medikamentöse Behandlung und eine Psychotherapie die richtige Unterstützung liefern. Welche Therapieansätze zum Einsatz kommen, kognitive Verhaltenstherapie, interpersonelle Therapie, psychoanalytische oder tiefenpsychologische Therapien, liegt am Schweregrad der Erkrankung. Besonders schwere Formen der Depression erfordern häufig zusätzliche Behandlungsansätze wie Elektrokrampftherapie, transkranielle Magnetstimulation oder Lichttherapie. Die abschließende Erhaltungstherapie bezeichnet die Zeit nach Abklingen der Symptome, wenn die Medikamente noch weiter eingenommen werden. Dies kann  Rückfällen vorbeugen.

Eine Frau sitzt bei einer Therapeutin

Depression-Test – Selbsttest online machen

Im Internet besteht die Möglichkeit, mit wenig Aufwand einen Selbsttest durchzuführen. Der Vorteil liegt darin, dass Sie durch anonyme Fragestellungen Klarheit gewinnen, ob Sie vielleicht an einer Depression leiden. Diese Selbsttests ersetzen aber in keinem Fall den Weg zum Arzt, wenn erste Anzeichen einer Depression auftreten oder der Verdacht besteht, an einer Depression zu leiden. Der Depression-Test ist keine professionelle Diagnose. Nur ein Arzt oder Psychologe erstellt diese. Nur er gibt Ihnen die Sicherheit und wird im Krankheitsfall auch die richtigen Behandlungsmöglichkeiten empfehlen.

Liegt die Vermutung an einer Depression zu leiden vor, obwohl der Depression-Test aus dem Internet keine dahinter liegende Ergebnisse liefert, ist es wichtig, dass Sie auch unabhängig vom Testergebnis einen Facharzt konsultieren. Schützende Einflüsse können Sie vor einer Depression und seelischen Tiefs bewahren. Ein stabiler Freundeskreis, materielle Sicherheit, Selbstvertrauen und Humor sind sogenannte Resilienzen. Sie unterstützen Sie, wenn es darum geht, schwere Krisen zu meistern, ohne daran zu zerbrechen. Depressionen sind langwierige Erkrankungen. Mit Geduld und der entsprechenden Behandlung sehen die Patienten aber wieder Licht am Ende des Tunnels.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.