5 Tipps für mehr Erholung zuhause

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, eine Quelle der Erholung im eigenen Zuhause zu schaffen, um den Dauerstress zu durchbrechen und so der Gefahr, an Burnout zu erkranken, deutlich zu mindern. Ein erholsamer Urlaub ist nicht immer möglich. Besonders hochsensible Menschen sollten daher im eigenen Haus Ausgleich und Regeneration finden können. Hier findest du fünf Möglichkeiten, um der Erschöpfung entgegenzuwirken.

Ein Mädchen liegt am Boden neben einem Mann

1. Entfliehe dem Chaos durch authentischen Umgang

Wenn es die Belastungen des Alltags wieder einmal nicht zulassen, Ordnung zu schaffen, kann sehr schnell Chaos entstehen. Belastend können dann sowohl diese Unordnung an sich als auch die Anforderungen an uns selbst sein, die mit diesem Zustand nicht zufrieden sind. 

Forschungen zeigen interessante Details: 

  • Welches Ausmaß an Ordnung für und optimal ist, ist individuell sehr unterschiedlich.
  • Hochsensible Menschen leiden stärker an Unordnung als nicht hochsensible.
  • Unordnung fördert bis zu einem gewissen Grad das kreative Denken. 
  • Bei erfolgreichen Menschen herrscht zuhause mehr Ordnung als bei weniger erfolgreichen. 

Ordnung daher nicht immer mit gut zu übersetzen. Daher solltest du für dich selbst herausfinden, wieviel Ordnung bzw. Unordnung sich für dich gut anfühlt und dich von Ansprüchen, die deinen Bedürfnissen nicht entsprechen, lösen. Verspürst du jedoch den Wunsch, mehr Ordnung in dein Zuhause zu bringen, fang lieber klein, also mit einem Raum, an. Das Erfolgserlebnis stellt sich schneller ein und du kannst mit diesem Muster einfach weitermachen.

2. Gestalte deine persönliche Erholungsoase

Auch wenn du keine Möglichkeit für einen eigenen Raum hast, ist es meist möglich, deinen persönlichen eigenen Bereich zu schaffen. Dazu solltest du dir überlegen, welcher der bestehenden Räume eine Zusatzfunktion ermöglicht. In diesem kannst du dir dann deine persönliche Nische einrichten, in der du neue Kräfte schöpfen kannst. Damit das auch gelingt, solltest du neun Regeln für mehr Erholung beachten. 

3. Schaffe einen erholsamen Schlafplatz

Auch dein Schlafplatz kann durch die oben beschriebenen neun Wege ein Ort für mehr Erholung werden. Auch für Menschen, die Problemen mit dem Ein- oder Durchschlafen haben, kann dies von Bedeutung sein. Mit den folgenden Tipps kann dein Schlafplatz eine Quelle der Entspannung werden und du kannst die Zeit wieder für gesunde Ruhe nutzen: 

  • kein kühles Licht im Schlafzimmer: Die Farbtemperatur des Lichtes ist ausschlaggebend. Bildschirme, wie die von Fernsehern, Handys und ähnlichen Geräten, strahlen kaltes Licht aus und verhindern damit das Einschlafen. Diese Geräte sollten wir aus dem Schlafbereich verbannen. Das natürliche Licht der Sonne spendet hingegeben am Abend Wärme. Es wirkt entspannend und fördert das Einschlafen. Am Morgen jedoch hat auch das Sonnenlicht eine kühle Lichtfarbe und wirkt dadurch aktivierend. 
  • weiche Materialien: Durch weiche und warme Materialien wird Geborgenheit ausgestrahlt. Ob die Materialien in deinem Schlafzimmer dir Entspannung vermitteln, spürst du, wenn du die Materialien angreifst. 
Ein Schlafraum ist erholsam gestaltet

4. Beseitige versteckte Wohnstresse

Dinge, die uns in unserem Wohnbereich Stress vermitteln, sind nicht immer sofort erkennbar. Schuld daran ist die Art unserer Wahrnehmen und unseres Denkens. 

Ein Beispiel dafür ist Glas: Obwohl große Glasflächen uns viel Licht und Sonne in unsere Häuser bringen, haben sie den Nachteil, dass Glas ein sehr hartes Material ist, welches den Schall sehr stark reflektiert. Die dadurch entstehende lange Nachhallzeit und den Hall im Raum empfinden wir als unangenehm und stressig. Durch das sinkende Sprachverständnis sprechen wir zudem weniger miteinander. Die indirekte und direkte stressauslösende Wirkung können wir jedoch vermeiden: Durch schallschluckende Materialien wie Textilien oder offenporiges Holz kann hier Abhilfe geschaffen werden. Das Premiumprodukt diesbezüglich ist Filz. Bespanne entweder eine größere Fläche damit oder verwende Filzbilder oder Vorhänge aus Filz!

5. Löse deine Wohnkonflikte  –  der Umgang mit dem magischen Wort „weil“

Viele Konflikte im Alltag entstehen durch gemeinsames Wohnen. Oft sind es Kleinigkeiten, die große Konflikte auslösen. Es sind unterschiedliche Bedürfnisse, die scheinbar unüberwindbare Widersprüche darstellen. Ebenso ist es bei Wohnkonflikten, welche durch unterschiedliche Wohnbedürfnisse hervorgerufen werden. Um eine Lösung dieser Wohnkonflikte zu finden, sollten wir verstehen lernen, was dem anderen wichtig ist. Dafür müssen wir zuerst erkennen, wieso etwas wichtig ist. 

Dazu verwendet man das Wort weil. Gewöhne dir an, deine Bedürfnisse immer mit einer Erklärung darzustellen, dann werden die Konflikte gelöst oder zumindest weniger oder entschärft werden!

Warum spiegelt deine Wohnung deine Bedürfnisse wider?

Ist dein Wohnraum ein Spiegel deiner Bedürfnisse, kann sie auch ein Raum der Erholung und Entspannung sein und somit auch eine gute Prävention gegen Burn Out. Deine Bedürfnisse zu spüren ist wichtig und kann zuhause gut geübt werden, ohne in Arbeitskonflikte verstrickt zu werden. Besonders für hochsensible Menschen, die stärker unter Stress leiden und häufiger in ein Burnout schlittern, ist es wichtig, die eigene Wohnung zu einer Erholungsoase zu machen. So kann deine Freizeit und die Zeit mit deiner Familie Urlaub für die Seele werden.

Autor: Herbert Reichl