Ernährung bei Arthrose: Tipps für schmerzfreie Gelenke

Arthrose stellt die häufigste Form der Gelenkserkrankungen dar. Etwa 10 % der Bevölkerung sind davon betroffen. In der klassischen Schulmedizin gilt die Gelenkserkrankung als unheilbar. Doch mit der richtigen Ernährung bei Arthrose kannst du deine Beschwerden lindern und die Lebensqualität erheblich verbessern. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel mit ausgewählten Wirkstoffen können ebenfalls die natürlichen Bewegungsfunktionen unterstützen und für ein beschwerdefreieres Leben sorgen. So können beispielsweise Schmerzen im Körper gelindert werden – manchmal sogar erheblich. 

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Eine Grafik zeigt die Gelenke, die bei Arthrose Schmerzen haben

Welchen Einfluss hat Ernährung bei Arthrose?

Egal ob wegen Fehlstellung, Fehlbelastung beim Sport oder Übergewicht: Die Krankheit Arthrose ist bei den über 50-Jährigen weit verbreitet. Häufig wird Arthrose von Schmerzen und Einschränkungen der Bewegung begleitet. Gekennzeichnet ist die Erkrankung dadurch, dass die Knorpelschicht eines oder mehrerer Gelenke immer dünner wird. Eine gesunde Knorpelschicht ist jedoch Voraussetzung für einen reibungslosen Bewegungsablauf – sie fungiert quasi als Stoßdämpfer.

Bei einer Arthrose sind durch Abnutzung die Gelenkknorpel beschädigt. Ein intakter Knorpel sorgt für gleitfähige, gut geschmierte Gelenke. Im Verlauf einer Arthrose reibt sich der Knorpel immer mehr ab. Er verliert seine Funktion als Stoßdämpfer. Der Verlust der schützenden Gleitschicht geht konstant voran. Die Gelenke entzünden sich, sind geschwollen, schmerzhaft und oft steif. Letztendlich kommt es zu einer Steifigkeit des Gelenks und zu knorpelfreien Knochenflächen, die direkt aufeinander reiben und Schmerzen in den Gelenken verursachen. Der Krankheitsverlauf einer Arthrose erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum. Den Krankheitsbeginn bemerkt der Patient in der Regel nicht, denn die Knorpelschicht im Gelenk ist anfangs nur aufgeraut und es treten noch keine merklichen Beschwerden auf. Erst wenn die Arthrose vorangeschritten ist, kommt es zu schmerzhaften, entzündlichen Phasen mit stetiger Verschlimmerung der Bewegungseinschränkung. Viele Betroffene greifen daher zu Schmerztabletten, um den Alltag zu meistern.

Doch es geht auch anders: Neue Studien legen den Zusammenhang zwischen Arthrose und Ernährung nahe. So könne die Krankheit durch Ernährung zwar nicht geheilt, jedoch auf Grund bestimmter Nahrungsmittel erheblich verbessert werden. Zudem gibt es bestimmte Wirkstoffe die den Knorpel nachweislich nähren und die natürlichen Bewegungsfunktionen stärken. Wir haben recherchiert und das Wichtigste für euch zusammen getragen.

Eine Frau hat Schmerzen im Knie wegen Arthrose

Ernährungstipps: Wie ernähren bei Arthrose? Was kann ich essen, was lieber nicht?

Wer bei Arthrose auf eine pflanzliche, vollwertige und vitalstoffreiche Ernährung achtet, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Durch die richtige Kost kann Übergewicht reduziert werden, was wiederum die Gelenke entlastet. Entzündungen können verhindert werden und zudem kann das Knorpelgewebe sich wieder besser regenerieren.

Das optimale Ernährungskonzept bei Arthrose besteht vorwiegend aus pflanzlichen Produkten und fleischarmen Mahlzeiten, die reich an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren sind. Diese helfen die Entzündungen im Körper zu lindern. Der Speiseplan sollte also besonders Fisch, pflanzliche Öle, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte umfassen.

Auf tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Eier und Milchprodukte sollte man bei Arthrose dahingegen besser verzichten, denn diese Lebensmittel enthalten unter anderem ungesättigte Fettsäuren, die Entzündungen sogar eher noch begünstigen können und zudem oft für ein Ungleichgewicht im Säure-Basenhaushalt sorgen.

Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und pflanzliche Öle sind gute Ernährung bei Arthrose

Wie kann man die Gelenke und Knorpel noch unterstützen?

Zusätzlich ist es bei Arthrose ganz besonders wichtig, auf knorpelschützende Zusatzstoffe zu setzen, die erwiesenermaßen das Knorpelgewebe nähren. Nur so kann die Gelenkflüssigkeit, die durch Arthrose und Entzündungen beeinträchtigt wird, sich wieder regenerieren und die Gelenke und Knorpel geschmeidig halten.

Wir haben für euch die Nährstoffe recherchiert, die speziell für die Versorgung der Gelenke zuständig sind und Schmerzen lindern können:

  • Hyaluronsäure: Dabei handelt es sich um einen Stoff, den der Körper selber produziert. Sie ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und dient als „Schmiermittel“ und „Stossdämpfer“. Normalerweise findet sich in der Gelenkschmiere ein fein abgestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Abbau alter und der Produktion neuer Hyaluronsäure. Bei einer Arthrose ist dieses Gleichgewicht gestört und es wird minderwertige, zu „dünnflüssige Gelenkflüssigkeit“ produziert. Bisweilen kann es sogar zu einem kompletten Verlust der Gelenkflüssigkeit kommen.
  • Kollagen: Kollagen ist ein wesentlicher Bestandteil aller Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder, der für deren Geschmeidigkeit sorgt.
  • Vitamin C, trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei. Zudem unterstützt Vitamin C die normalen Knochen- und Knorpelfunktionen.
  • Vitamin D leistet einen Beitrag zur Erhaltung gesunder Knochen und unterstützt die normalen Muskelfunktionen.
  • Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei.
  • Calcium, Magnesium, Mangan, Zink Phosphor und Vitamin K tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei.
  • Vitamin D, Calcium, Kalium und Magnesium tragen zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • Glucosamin ist ein Aminozucker, der im menschlichen Körper natürlich vorkommt. Er ist Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Glucosamin kann die Produktion von Proteoglykanen und Kollagen beschleunigen und den Knorpelstoffwechsel normalisieren, was dazu beiträgt, dass ein Abbau der Knorpel verhindert wird.
  • MSM ist ein organischer Schwefel, der Gelenkentzündungen hemmt und die Gelenkbeweglichkeit erhöht.

Einige der genannten Stoffe sind leider oft nur schwer über die Nahrung zu gewinnen. Daher ist es sinnvoll, diese Nährstoffe ergänzend zuzuführen. Uns ist aufgefallen, dass es wenige Präparate gibt, die natürlicher Basis sind und dabei noch ein ganzheitliches Ernährungskonzept bedienen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.