Migräne durch Ernährung lindern: Gemüse statt Kaffee

Migräne ist eine äußerst unangenehme Krankheit. Leider gibt es bislang keine Behandlungsmethode, die eine dauerhafte Heilung verspricht. Zum Glück können Betroffene aber selbst einiges tun, um die Häufigkeit, mit der die pulsierenden Kopfschmerzen auftreten, zumindest zu reduzieren. Schon eine Ernährungsumstellung auf mehr Gemüse kann bei Migräne helfen, den Leidensdruck zu lindern. Gemüse ist nämlich nicht nur ein Schlankmacher, es unterstützt auch die Funktionen des Nervensystems und kann dadurch den regelmäßigen Kopfschmerzattacken vorbeugen.

Eine Frau sucht Gemüse aus

Was löst Migräne aus?

Trotz umfangreicher Forschungen zum Thema konnten die Ursachen für Migräne noch nicht vollständig geklärt werden. Nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand handelt es sich bei Migräne um eine neurobiologische Funktionsstörung des Gehirns. Schmerzzentren im Hirnstamm reagieren auf bestimmte Reize überempfindlich und lösen eine sogenannte neurogene Entzündung aus. Welche Reize dabei zum Migräneauslöser werden, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Zu den häufigsten Triggern gehören Stress und Hormonschwankungen. So leiden viele Frauen beispielsweise während der Menstruation an Migräneattacken. Aber auch die Lebensgewohnheiten, allen voran der Schlafrhythmus und die Ernährung, beeinflussen die Sensibilität für Migräne. Aus diesem Grund gehören Detox und Ernährungsumstellung zum ganzheitlichen Behandlungsansatz bei Migräne.

Migräne durch Lebensmittel: Mehr Gemüse essen und viel trinken

Das Gehirn und der Verdauungstrakt sind durch das Nervensystem eng miteinander verflochten. Nicht zuletzt deshalb äußern sich schlimme Migräneattacken auch in Übelkeit und Erbrechen. Umgekehrt lösen manche Lebensmittel auch Migräne aus. Zu den häufigsten Triggern gehören:

  • Histamin (z. B. in Meeresfrüchten, Erdbeeren)
  • Tyramin (z. B. in Käse, Rotwein)
  • Serotonin (z. B. in Bananen, Nüssen)
  • Koffein (z. B. in Kaffee, Schwarztee)

Auch Nikotin und Alkohol sind typische Migräneauslöser und sollten von Betroffenen am besten gemieden werden. Welche Lebensmittel im individuellen Fall tatsächlich für Migräneanfälle sorgen, lässt sich durch ein Migränetagebuch herausfinden.

Um Migräne vorzubeugen, empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung basierend auf viel Gemüse und Flüssigkeit. Gemüse ist leicht verdaulich und enthält viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die die Körperfunktionen aufrechterhalten. Migränepatienten sollten vor allem auf eine hohe Zufuhr an Vitamin B2 (z. B. in Brokkoli, Grünkohl) und Vitamin C (z. B. in Paprika, Rosenkohl) achten. Vitamin B2 unterstützt zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper und Vitamin C beugt entzündlichen Reaktionen vor. Für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist es wichtig, täglich mindestens zwei Liter zu trinken. Am besten eignen sich Mineralwasser und Kräutertees.

Paprika, Brokkoli und Rosenkohl

Migräne durch Detox lindern

Detox ist eine Abkürzung für Detoxifikation. Gemeint ist die Entgiftung des Körpers. Luft und Nahrung liefern uns nicht nur lebenswichtige Stoffe, sie enthalten auch giftige Substanzen. Die meisten wirken zwar nicht tödlich, aber in größeren Mengen sind sie in der Lage, Stoffwechselprozesse im Körper zu behindern. Umweltbelastungen und industrielle Nahrungsmittelherstellung haben den Umfang an Schadstoffen, die in den Körper gelangen, enorm erhöht, wodurch das Risiko für Migräne und andere Krankheiten ansteigt.

Beim Detox wird bewusst auf belastende Lebensmittel, Alkohol und Kaffee verzichtet. Das und gezielte Übungen zur Stressbewältigung sind allein schon gute Voraussetzungen, um einem Ausbruch von Migräne vorzubeugen. Um richtig zu entschlacken und den Stoffwechsel anzukurbeln, wird bei einer Detox-Kur mehrere Tage auf fett- und zuckerreiche Nahrung, die heutzutage den Alltag vieler Menschen bestimmt, verzichtet. Stattdessen gibt es Gemüse und Obst als Saft oder Suppe. Gemüsesäfte haben eine lange Tradition als Hausmittel gegen Migräne. Eine Detox-Kur kann deshalb helfen, die Frequenz der Ausbrüche sowie die Schmerzempfindlichkeit während eines Migräneanfalls zu reduzieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.