Das spezifische Abwehrsystem stärken und vom starken Immunsystem profitieren

Das Immunsystem, oder auch die körpereigene Abwehr, ist ein kompliziertes System, das uns vor Krankheitserregern, giftigen Stoffen und fremden Substanzen schützt. Gerade in Zeiten der Covid-19-Situation fragen sich viele Menschen, was sie tun können, um ihre Immunantwort zu stärken. Wir erklären dir, was das spezifische Abwehrsystem ist, wie dein körpereigenes Abwehrsystem funktioniert und wie du es verbessern kannst.

Frau entspannt auf einem Sessel
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Wofür brauche ich eine gesunde Immunabwehr?

Ein funktionierendes Immunsystem ist lebensnotwendig und essenziell wichtig für ein gesundes Leben. Es wirkt als Schutzsystem gegen Erreger aller Art sowie gegen giftige oder fremde Substanzen. Auch defekte Zellen werden zerstört, bevor sie Schaden anrichten können. Sobald der Körper Stoffe, Organismen oder Zellen erkennt, die ihm schaden könnten, reagiert er darauf und macht sie unschädlich. Auf diese Weise hält sich der Körper selbst gesund und wehrt schädliche Stoffe ab. Wie das funktioniert, erklären wir dir in diesem Text.

Dr. Andreas Reichstädter, Mediziner und Experte für Lichtenergetik, Ernährung und Stoffwechsel ergänzt: "Unser Immunsystem existiert auf vielen Ebenen: auf der physischen, aber auch auf der biochemischen, der emotionalen, der mentalen und der ätherischen Ebene. Eine Schwächung auf einer dieser Ebenen hat direkte Auswirkung auf unser physisches Abwehrsystem und damit auf unser tägliches Leben."

Frau fühlt sich überlastet. Das schwächt das Immunsystem

Was versteht man unter unspezifischem und spezifischem Abwehrsystem?

Das Abwehrsystem deines Körpers ist ein kompliziertes Gebilde, in dem verschiedene Zellen und Organe zusammenspielen. Man teilt die Immunabwehr in zwei große Teile ein:

  1. das angeborene oder auch unspezifische Abwehrsystem 
  2. das erworbene oder auch spezifische Abwehrsystem

Bei der unspezifischen Abwehr handelt es sich um angeborene Fähigkeiten des Körpers. Eine unspezifische Immunantwort ist sehr schnell, dafür aber nicht besonders präzise. Wenn der Körper das Eindringen eines Erregers oder eines Fremdstoffes bemerkt, schickt er innerhalb kürzester Zeit sogenannte natürliche Killerzellen los, die die Eindringlinge unschädlich machen. Den meisten Krankheitserregern kommt der Körper mit dieser unspezifischen Abwehr gut bei. Neben den natürlichen Killerzellen gehören zum unspezifischen System noch mechanische Barrieren (zum Beispiel Haut und Schleimhäute) sowie bestimmte Botenstoffe, die im Blutplasma zirkulieren.

Die spezifische Immunabwehr wird auch als erworbenes Immunsystem bezeichnet. Sie entwickelt sich im Laufe des Lebens und ist daher veränderbar. Die spezifische Immunantwort reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen Antigene. Unter einem Antigen versteht man alle Stoffe, auf die der Körper mit einer Abwehrreaktion reagiert, weil er sie als fremd oder schädlich wahrnimmt. Dazu gehören natürlich Krankheitserreger, aber auch Giftstoffe oder fremdes Gewebe, zum Beispiel nach einer Transplantation. Auf jedes Antigen gibt es eine spezifische Immunantwort. Darüber hinaus merkt sich der Körper, wenn er ein Antigen schon einmal bekämpft hat, sodass das Immunsystem dann beim nächsten Kontakt schneller und effektiver reagieren kann. Das ist der Grund dafür, warum wir bestimmte Krankheiten nur einmal bekommen und dann dagegen geschützt sind. Auch Impfungen funktionieren nach diesem Prinzip einer erlernten Immunantwort.

Wie funktioniert das spezifische Abwehrsystem?

In der spezifischen Immunabwehr arbeiten verschiedene Zellen zusammen: 

  • Fresszellen (sogenannte Makrophagen) "fressen" Erreger und andere Antigene, indem sie sie umschließen. Makrophagen gehören zu den Leukozyten, also den weißen Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle in der Immunabwehr spielen.
     
  • Antikörper (auch Immunglobuline genannt) sind spezielle Eiweiße, die der Körper als Immunantwort auf Antigene produziert. Sie passen genau zu den Krankheitserregern (oder anderen Antigenen), die sie bekämpfen sollen. Daher kommt der Ausdruck "spezifisch": Jeder Antikörper wird spezifisch für ein Antigen hergestellt. Nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip verbinden sich die Antikörper mit den Antigenen und machen sie so unschädlich. Wurden Immunglobuline (Antikörper) einmal erfolgreich eingesetzt, können sie in Zukunft beim gleichen oder einem ähnlichen Antigen schnell wieder in großer Menge produziert werden.
     
  • B-Lymphozyten und T-Lymphozyten sind ebenfalls spezielle weiße Blutkörperchen. Die B-Lymphozyten (auch B-Zellen genannt) bilden Plasmazellen, die Antikörper ausschütten können. Diesen Vorgang nennt man auch humorale Immunreaktion. Die T-Lymphozyten (auch T-Zellen genannt) erkennen ähnlich wie Antikörper Erreger und andere Antigene. B-Lymphozyten und T-Lymphozyten bilden den wichtigsten Teil des spezifischen Immunsystems. Um möglichst effektiv zu sein, arbeiten B-Zellen und T-Zellen eng zusammen. T-Lymphozyten bilden dabei die zelluläre oder zellvermittelte Immunantwort. Sie wirkt vor allem gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze. Auch Tumorzellen oder Transplantate werden von den T-Zellen bekämpft. Die B-Lymphozyten und ihre Immunglobuline wirken als spezifische "Waffe" vor allem gegen Erreger in Körperflüssigkeiten und außerhalb der Zellen (humorale Immunreaktion). B-Zellen und T-Zellen sind häufig gleichzeitig an der Arbeit.
Antikörper greifen ein Virus an

Welche inneren und äußeren Einflüsse schwächen oder fordern das Immunsystem?

Es gibt eine Vielzahl von Einflüssen, die sich negativ auf das Immunsystem auswirken können. Dr. Andreas Reichstädter nennt einige davon:

  • Natürlich fordern Erreger aller Art das Abwehrsystem heraus. Je mehr Krankheitserregern wir ausgesetzt sind, umso beschäftigter ist unser Immunsystem.
     
  • Schadstoffe (zum Beispiel in Medikamenten, Pestiziden oder Zusatzstoffen in Lebensmitteln, Waschmitteln oder Duschgel) sind ebenfalls eine Herausforderung für das Immunsystem.
     
  • Stress und psychische Belastungen aller Art können das Immunsystem sehr schwächen. Dazu gehören zum Beispiel Konflikte im Beruf oder im privaten Umfeld, Sorgen, Trauer oder das Gefühl von Überlastung. Leider sind das Themen, die in den Corona-Zeiten fast alle Menschen in besonderer Art betreffen.

Dr. Andreas Reichstädter sieht eine besondere Belastung für das Immunsystem von Frauen: "Wir befinden uns kollektiv gesehen an einem Wendepunkt einer Jahrtausende dauernden Ära männlicher Dominanz und der dadurch bedingten Unterdrückung des Weiblichen. Fehlende Gleichberechtigung führt unter anderem dazu, dass die Lebensenergie sowie die Abwehrenergie unseres Körpers abfällt und das Immunsystem geschwächt wird."

Beeren, die das Immunsystem stärken, in einer Schüssel

Wie kann ich mein Immunsystem stärken?

Ein gesunder Lebensstil ist besonders wichtig, um das spezifische und unspezifische Abwehrsystem zu stärken:

  • Iss gesund und ernähre dich möglichst viel von echten, unverarbeiteten "Lebens"-Mitteln! Kaufe Bio-Produkte, denn sie enthalten deutlich weniger Schadstoffe!
  • Trinke ausreichend, um dem Körper beim Abtransport schädlicher Stoffe zu helfen!
  • Bewege dich viel an der frischen Luft, am besten im Wald!
  • Wechselduschen und Saunagänge können den Körper abhärten und das Immunsystem stärken.
  • Verzichte auf das Rauchen und auf ein Übermaß an Alkohol! Nimm nur die Medikamente ein, die du auch wirklich brauchst!
  • Reduziere Stress und gönne dir Zeiten ohne Reizüberflutung (zum Beispiel durch Meditation).

Dr. Andreas Reichstädter hilft seinen Klientinnen und Klienten zusätzlich mit verschiedenen energetischen Methoden, um ihr Immunsystem anzuregen:

  • Gezielte Techniken können das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) ausgleichen und dadurch das Immunsystem stärken.
  • Methoden zum Abbau von Ängsten und Belastungen helfen, ungünstige Glaubenssätze aufzulösen und alte Verletzungen zu verarbeiten.
  • Das Auflösen von alten, emotionalen und mentalen Speicherungen hilft, das System von Stagnationen und Blockaden zu befreien.
  • Sowohl für Männer als auch für Frauen ist es sinnvoll, sich mit ihrem inneren weiblichen Aspekt auseinanderzusetzen und diesen zu heilen und zu stärken.

Dr. Reichstädter versteht alle diese Techniken als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Er zeigt seinen Klientinnen und Klienten Techniken zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte, die wiederum das Abwehrsystem stärken.

Als positive „Nebenwirkung“ nennt Dr. Reichstädter: „Dadurch beginnen wir wieder wahrzunehmen, was uns unser Herz mitteilen will und welche Träume und Talente in uns schlummern. Wir beginnen, uns zu erinnern, wer wir wirklich sind, was uns ermöglicht, unser volles Potential zu entfalten und das Leben zu leben, wofür wir hier sind.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Dr. Andreas Reichstädter

Reichstädter Andreas, Dr. med.

Dr. med. Andreas Reichstädter vereint das Wissen der Schulmedizin mit Lichtenergetik, um im Einklang mit der Seele die Ursachen von Beschwerden zu ergründen und zu behandeln.