Haarausfall durch Ängste und Sorgen – Experten-Podcast mit Andrea Brand

Stress und Sorgen? Darunter kann nicht nur unser Wohlbefinden, sondern auch Haut und Haar leiden. Haarausfall kann die Folge sein. Doch was kann man tun, wenn Stress und Sorgen Haarausfall verursachen und was wirkt trotz stressiger Lebensumstände? Das verrät Friseurmeisterin und Buchautorin Andrea Brand im Interview.

Wie entsteht Haarausfall durch Stress und Sorgen?

"Seit einigen Wochen bemerke ich aus eigener Erfahrung, dass immer mehr Menschen mit Haarausfall zu mir kommen,“ erklärt Andrea Brand, Friseurmeisterin und Buchautorin des Buches „Selbst Haare werden jünger“ „Dieser Haarausfall kann bedingt durch Stress und Sorgen sein.“ Vor allem ist dieser Anstieg in den letzten Monaten, in denen durch COVID-19 viele Ängste der Menschen geschürt wurden, zu bemerken. Bei Stress übersäuert unser Körper. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, muss er Mineralstoffe, Nährstoffe und Vitamine zur Verfügung stellen. „Das geht als erstes oft auf Kosten der Haare“, weiß Andrea Brand. Haut, Haare und Nägel werden vom Körper als letztes versorgt. Der Umkehrschluss – sind genügend Nähr- und Vitalstoffe vorhanden, strahlt die Haut und das Haar glänzt.

Eine Frau hat Sorgen und vielleicht Haarausfall

Was hilft gegen Haarausfall?

Eine nährstoffreiche und abwechslungsreiche Ernährung spielt für schönes Haar und straffe Haut eine wesentliche Rolle – Obst, frisches Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten deshalb täglich auf dem Speiseplan stehen.

Dazu kommt aber auch die Psyche. Unser Körper und vor allem unser Haar vertragen Dauerstress nur sehr schlecht. Entspannung ist daher angesagt. Produziert die Nebennierenrinde bei Dauerstress über längere Zeit die Stresshormone Cortisol und Adrenalin, kann es sein, dass sie plötzlich ihre Funktion einstellt. Dadurch fehlen unserem Körper wichtige Botenstoffe und wichtige Hormone und er kann aus der Balance geraten. „Vor allem in den letzten Jahren stelle ich bei meinen Haaranalysen verstärkt fest, dass die Nebennierenrinde nicht aktiv ist“, betont Andrea Brand.

Eine Frau entspannt sich gegen Haarausfall

Wie funktioniert eine Haaranalyse?

Für ihre Haaranalysen benutzt Andrea Brand einen Time-Waver. Dieses Gerät funktioniert auf Basis der Quantenphysik. „Kunden schicken mir dazu einen speziell ausgefüllten Fragebogen, ein Foto von sich und einige Haare.“ Darüber kann sie die Ursachen für eine schlechte Haarqualität bzw. Haarausfall analysieren.

„Die Ergebnisse decken dabei eine große Bandbreite an Ebenen ab. Von Nährstoffen, Hormonen, Luft, Wasser, Gift- und Schwermetallbelastung bis hin zur Psyche können über so eine Haaranalyse entscheidende Probleme aufgedeckt werden“, ist Andrea Brand überzeugt. Selbstverständlich kann Andrea Brand durch ihre Analysen außerdem sehen, ob beispielsweise die richtige Pflege verwendet wird oder ob der Föhn zu heiß ist und dadurch das Haar geschädigt wird. „Letztendlich macht das aber nur etwa zehn Prozent aus. 90 Prozent der Schönheit kommen auch beim Haar tatsächlich von innen“, gibt Andrea Brand zu bedenken.

Auch graue Haare können durch einen Nährstoffmangel entstehen. In China ist man der Meinung, dass ein gestörtes Nieren-Chi schuld an der grauen Haarpracht sein kann. Das bedeutet, dass die Lebensfreude aus dem Gleichgewicht ist. „Aufgrund eines Mangels an Biophotonen hört das Haar auf, Melatonin, also Haarpigmente, zu produzieren“, weiß die Friseurmeisterin.

Eine Frau mit langen schönen Haaren scheint Lebensfreude zu haben

Wie kann man schlechter Haarqualität vorbeugen?

Viele Menschen können ihre Lebenssituation im Moment nicht ändern. Ängste, Sorgen und Stress begleiten sie gerade. „Trotzdem gibt es Mittel und Wege, etwas für sein Haar zu tun“, weiß die Haar-Expertin. So schwört sie auf 100 Bürstenstriche mit einer Naturhaarbürste, um das Haar zu kräftigen. „Dabei einfach kopfüber das Haar von oben nach unten durchbürsten. Dabei werden die Durchblutung der Kopfhaut und der Lymphfluss angeregt“, erklärt Brand. Verstopfungen in den kleinsten Kapillaren oder im venösen Teil des Blutes können sich dadurch auflösen. Das bedeutet, dass Gift- und Schlackenstoffe schneller abtransportiert werden und die Nährstoffe besser und schneller zum Haar gelangen. „Dazu werden die Haaraufrichtemuskeln trainiert, die Haarwurzel wird kräftiger. Das Haarebürsten ist also das Wichtigste.“

Wie kann man Haarausfall stoppen?

Dazu lässt sich das Haar durch ein gutes Haarserum von außen „nähren“. „Gemeinsam mit meiner Schwester habe ich dafür Hairlexier entwickelt“, erklärt Brand. „In unserem Produkt sind bestimmte Aminosäuren enthalten, die die Haarwurzel geschmeidig halten und helfen, die Haarpapille besser zu durchbluten.“ Aus Erfahrung wissen die beiden Schwestern, dass Haarausfall über die Behandlung mit dem Elixier in den meisten Fällen innerhalb von wenigen Wochen aufhört.

Mit dem Haar braucht man allerdings ein wenig Geduld. Denn alles wirkt sich etwa sechs Wochen zeitversetzt auf das Haar aus. „Mache ich jetzt im Leben etwas falsch, etwa durch eine Crash-Diät oder durch einen Medikamenten-Wechsel, wird sich der Haarausfall erst sechs Wochen später zeigen“, gibt Andrea Brand zu bedenken. „Dasselbe passiert, wenn man seinem Haar Gutes tut. Auch das wird sich mit einer Verzögerung von sechs Wochen zeigen. Mit einer detaillierten Haaranalyse ist es möglich, den Hebel an der richtigen Stelle zu setzen. Sind ernsthafte Probleme die Ursache, sollte aber immer sofort mit einem Arzt oder Therapeuten gesprochen werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Friseurin Andrea Brand, Haarcienda Eschwege

Brand Andrea

Andrea Brand ist selbstständige Friseurmeisterin und Beraterin für ganzheitliche Haargesundheit. In Eschwege (Deutschland) befindet sich ihr Salon „Haarcienda“.



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