Kreisrunder Haarausfall – was tun?

Kahle Flecken am Kopf oder im Bart? Der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, ist die zweithäufigste Art von Haarausfall bei Frauen sowie bei Männern. Gelegentlich sind selbst Kinder und Jugendliche von diesem Phänomen betroffen, bei dem kreisrunde kahle Stellen den Kopf bedecken. Aber was genau ist eigentlich kreisrunder Haarausfall und was können die Betroffenen dagegen tun?

Die Bürste einer Frau ist voller Haare

Was ist kreisrunder Haarausfall?

Von Alopecia areata ist dann die Rede, wenn plötzlich sehr schnell an einzelnen Stellen am Kopf, beim Bart oder an den Augenbrauen die Haare ausfallen. Die Ausbreitung des Haarverlustes kann dabei stark variieren – während bei einigen Menschen nur wenige kahle Stellen auftreten, die sich schnell wieder zurückbilden, verlieren andere die gesamte Körperbehaarung. Dieser Fall (Alopecia universalis) ist glücklicherweise eher selten.

Ein weiteres Symptom neben dem kreisrunden Haarausfall ist eine mögliche Veränderung der Fingernägel. Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen bilden sich Grübchen oder Rillen, die jedoch nicht weiter schlimm sind.

In Deutschland sind circa 1,5 Millionen Menschen von dieser besonderen Form des Haarausfalls betroffen, die nicht mit dem diffusen Haarausfall zu verwechseln ist. Dieser sieht zwar sehr ähnlich aus, hat seinen Ursprung jedoch meist in einer physischen oder psychischen Erkrankung.

Mann mit kreisrundem Haarausfall

Was sind die Ursachen für den Haarverlust?

Die genaue Ursache für kreisrunden Haarausfall konnte die Forschung bisher leider nicht ausfindig machen. Es handelt sich anscheinend um eine Störung des Immunsystems, bei welcher das Abwehrsystem selbst die Haarfollikel angreift. Dadurch entzünden sich die Haarwurzeln und es kommt zu einem Wachstumsstillstand und Haarausfall.

Auch erbliche Faktoren scheinen eine größere Rolle spielen. So hat sich herausgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, an kreisrundem Haarausfall zu leiden, größer ist, wenn bereits ein Elternteil diese Erfahrung gemacht hat. In der allgemeinen Bevölkerung beträgt das Risiko an dieser Form des Haarverlustes zu leiden nur zwei Prozent, mit einer Vorgeschichte sechs Prozent.

Die kahlen Stellen treten gehäuft in Kombination mit bestimmten Krankheiten, besonders Autoimmunerkrankungen auf, darunter die Folgenden:

  • chronische Schilddrüsenerkrankungen
  • Neurodermitis
  • Psoriasis
  • Heuschnupfen
  • allergisches Asthma
  • Morbus Addison
  • Vitiligo
  • Lupus erythematodes
  • Down-Syndrom.

Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verlust der Haare und dem Kontakt zu gesundheitsschädlichen Chemikalien – bewusst oder unbewusst.

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Hilfe, Haarausfall - Gibt es eine Behandlung?

Ja, die gibt es. Kreisrunder Haarverlust ist kein Grund zur Verzweiflung, es gibt verschiedene Mittel, um gegen die Erkrankung vorzugehen. Betroffenen wird geraten, so bald wie möglich einen Experten aufzusuchen, damit dieser eine genaue Analyse der Ursache und des Ausmaßes unternehmen kann. Erst wenn die wahre Ursache für die Symptome geklärt ist, kann eine Lösung für das Problem in Angriff genommen werden.

Bei SRS Hair Specialist hat man seit 25 Jahren Erfahrung mit der Behandlung von Haarausfall, unter anderem mit Alopecia areata. Anhand einer Analyse von Haar und Kopfhaut wird die Ursache für den Haarausfall ermittelt und anschließend anhand der individuellen Probleme der Klienten eine passende Therapie ausgewählt. Verwendet wird dazu ein zu 100 Prozent natürlich hergestelltes Tonikum, welches überwiegend aus Wildpflanzen aus dem Himalaya besteht.

Wie schnell ist eine Wirkung des Tonikums sichtbar?

Bis die Haarpracht wieder so voll ist wie zuvor sind vor allem zwei Dinge notwendig: Zeit und Geduld. Ehe eine Wirkung sichtbar ist, braucht die Haut Zeit, um sich zu regenerieren. Nach einigen Wochen können die betroffenen Stellen der Haut zu kribbeln beginnen, was den aktiven Heilungsprozess signalisiert. Erst nach drei bis vier Monaten beginnen neue Haare zu wachsen. Wie stark und dicht die neue Haarpracht wird, hängt von den individuellen Bedingungen eines jeden Patienten ab. Nach sechs bis acht Monaten kann sich wieder verstärkter Haarwachstum einstellen.

Wie verläuft eine Haaranalyse?

Bei der Haaranalyse zur Bestimmung der Ursachen werden die Haare, deren Wurzeln sowie die Kopfhaut analysiert. Zunächst überprüft der Experte die Beschaffenheit der Kopfhaut sowie die des Haars. Dafür werden zwei Haare für Proben entnommen. In einem weiteren Schritt werden die Haarwurzeln genauer betrachtet, um spezifische Rückschlüsse ziehen zu können und andere Ursachen für den kreisrunden Haarausfall auszuschließen.

Anschließend untersucht der Haar-Spezialist die Kopfhaut noch einmal mit einem ProScope, einem speziellen Vergrößerungsinstrument, um zu schauen, ob noch Haare an der Stelle zu finden sind oder das Haarwachstum bereits wieder begonnen hat.

Da auch der Kontakt zu bestimmten Chemikalien zu Haarausfall führen kann, wird in einem Gespräch der Alltag besprochen und die gesundheitliche Situation geklärt.

Eine Frau bei der Haaranalyse

Plötzlich kahl – wie verläuft Alopecia areata?

Die ersten Symptome für kreisrunden Haarausfall treten häufig in Momenten starker psychischer Belastung oder bei schwerem Stress zum ersten Mal auf. Bisher scheint es jedoch keinen konkreten Zusammenhang zwischen dem Stress und dem Entstehen des Haarausfalls zu geben.

Im Verlauf kürzester Zeit treten kreisrunde kahle Stellen auf, da die Haare an diesen Stellen ausfallen. Der weitere Verlauf ist vom Körper der Betroffenen selbst abhängig. Während die Haarpracht bei einigen innerhalb von sechs Monaten ganz ohne Behandlung wieder nachwächst, dauert es bei anderen wesentlich länger. Bei über der Hälfte der Betroffenen sind die haarlosen Stellen nach einem Jahr nicht mehr zu sehen.

Kreisrunder Haarausfall kann immer wieder neu auftreten – nach ein paar Monaten oder auch erst nach ein paar Jahren. Mit der richtigen Therapie ist es oft möglich, den Haarausfall endgültig zu stoppen. Sehr gering sind die Chancen dazu bei Patienten, bei welchen:

  • große Bereiche betroffen sind und längere Zeit keine Haare wachsen
  • vor allem der Nackenbereich betroffen ist
  • der erste Fall bereits in der Kindheit auftritt
  • eine familiäre Vorgeschichte besteht
  • Autoimmunerkrankungen, Neurodermitis oder eine Veränderung der Nägel bestehen.
Eine Frau lässt die Haare fliegen

Ist Alopecia areata gefährlich?

Für den Körper stellt der Haarausfall keine Gefahr dar, meist leiden Männer wie Frauen jedoch unter dem psychischen Druck, der mit den für jeden sichtbaren Symptomen einhergeht. Volles Haar ist ein Zeichen für Gesundheit und Vitalität, wodurch ein nicht zu unterschätzender Leidensdruck entsteht und manch einen zu verzweifelten Maßnahmen treibt. Anstatt sich gleich einer Operation zu unterziehen oder Medikamente zu nehmen, hilft Ruhe bewahren und zuerst einen Spezialisten aufzusuchen, der oft auf wesentlich sanftere Weise helfen kann.

Narben oder Jucken sind im Verlauf des kreisrunden Haarausfalls nicht zu befürchten, allerdings kann die Behandlung ein leichtes Kribbeln verursachen.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Leider sind derzeit keine Maßnahmen bekannt, welche dem kreisrunden Haarausfall vorbeugen könnten, besonders da die genetische Veranlagung eine große Rolle spielt. Sobald du erste Anzeichen ausfindig machst, solltest du gleich zu einem Spezialisten gehen, damit dieser eine eindeutige Diagnose stellt und eine mögliche Behandlung mit dir besprechen kann.  

Stefan Kamp rät, die Haare nicht mehr als zweimal pro Woche mit Shampoo zu waschen und die Haare jeden Morgen mit einer guten Naturbürste zu kämmen. Dadurch wird das Haar glänzend und das gesunde Fett gleichmäßig auf der Kopfhaut verteilt und diese massiert. Entscheidend ist, nach dem Erscheinen der ersten Symptome schnell zu handeln, sodass die Therapie schnell und wirksam greifen kann.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Stefan und Sabine Kamp von SRS HairSpecialist

Kamp Stefan und Sabine

Stefan und Sabine Kamp sind SRS Haar- und Kopfhaut Spezialisten. Ihr Spezialgebiet ist die Beratung und Analyse bei Haarausfall.