Was tun gegen Schuppen? 8 Tipps gegen schuppige Kopfhaut

Dass die Haut Schuppen produziert, ist ganz normal. Doch auf der Kopfhaut kommt es vor, dass diese sich zusammenklumpen und dann als unschöne Flöckchen sichtbar werden. Doch was tun gegen Schuppen und wo kommen sie überhaupt her?

Frau mit langem Haar und Schuppen

Schuppen loswerden: die acht besten Tipps

Es gibt viele Tricks, um die lästigen Schuppen endlich loszuwerden. Hier sind die acht effektivsten Hausmittel und Methoden:

1. Belastung durch Föhnen verringern

Föhnst du deine Haare auf höchster Stufe, weil es dir sonst zu lange dauert? Dann könnte hier schon die Ursache für dein Schuppenproblem liegen. Zu heißes und zu häufiges Föhnen kann die Kopfhaut austrocknen. Trockene Haut neigt zu Juckreiz und Schuppenbildung. Föhne deine Haare deshalb schonend auf niedriger Stufe und nur so lange wie unbedingt nötig! Vielleicht kannst du manchmal ganz auf den Föhn verzichten und die Haare an der Luft trocknen lassen?

Ein Fön bläst auf Haare

2. Anti-Schuppen-Shampoo richtig anwenden

Anti-Schuppen-Shampoos sind wirksame Mittel gegen Kopfschuppen. Sie verringern die Neubildung der Schuppen und enthalten teilweise Wirkstoffe gegen Pilze. Allerdings sind Anti-Schuppen-Shampoos nicht für die Daueranwendung und auch nicht für tägliches Haarewaschen geeignet. Sie können auf Dauer die Kopfhaut austrocknen und damit die Schuppenbildung noch anregen. Setze dein Schuppen-Shampoo deshalb nur ein- bis dreimal pro Woche ein, maximal einen Monat lang. Dann braucht deine Kopfhaut eine Pause.

3. Mildes Shampoo verwenden

Aggressive Shampoos und Haarpflegeprodukte können die Ursache für dein Problem sein. Sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut sind viele Shampoos zu aggressiv und reizen die Haut. Verwende deshalb am besten ein mildes Shampoo, das für empfindliche Kopfhaut geeignet ist!

4. Spezielles Haarwasser nutzen

Es gibt biologische Haarprodukte, die speziell gegen Schuppen und andere Haarprobleme entwickelt wurden. Die Wirkstoffe stammen bei manchen aus Kräutern und stärken Haare und Kopfhaut.

5. Haare seltener waschen

Waschen ist Stress für Haare und Kopfhaut. Deshalb kann es helfen, die Haare nur alle zwei bis drei Tage zu waschen. Wenn das nicht möglich ist, gönne der Kopfhaut zumindest hin und wieder eine Ruhepause. Gerade am Wochenende zu Hause ist ein Bad Hair Day doch kein Problem.

6. Öle gegen trockene Haut

Olivenöl ist ein gutes Hausmittel bei trockener, strapazierter Kopfhaut. Gib einfach eine kleine Menge Öl auf deinen Kopf und massiere es leicht ein! Lasse das Öl über Nacht einwirken und entferne es morgens mit einem milden Shampoo wieder!

Der neueste Trend ist Hagebuttenöl. Eine Kopfmassage mit Hagebuttenöl tut besonders trockener, schuppiger, juckender Kopfhaut gut. Das Öl solltest du am besten im Wasserbad leicht erwärmen, in die Kopfheit einmassieren und einwirken lassen. Anschließend spüle das Öl mit einem milden Shampoo auf Zuckertensidbasis wieder aus!

Zedernöl hilft bei schnell fettendem Haar.

Öle aus Eukalyptus, Rosmarin, Lavendel und Melisse können selbst hergestellt werden und haben sich ebenfalls als hilfreich bei Schuppen erwiesen. Zudem können sie neuerlichen Schuppen vorbeugen.

Eine Frau gibt Olivenöl auf die Haare

7. Haare vor dem Waschen bürsten

Schuppen lassen sich ein Stück weit entfernen, indem du die Haare vor der Wäsche gründlich mit einer Naturborstenbürste bürstest. Dabei lösen sich die Kopfschuppen und verschwinden beim Haare waschen. Ebenso kann ein Kopfhautpeeling mit anschließender manueller Kopfhautmassage durch eine Bürste oder mit den Fingerspitzen positive Effekte hervorrufen.

Für ein Kopfhautpeeling mit braunem Zucker mische 8 Teelöffel braunen Zucker, 2 Teelöffel Lavaerde, 10 Teelöffel Honig und 2 Teelöffel Mandelöl zusammen und trage die Mischung auf die Kopfhaut auf! Nun massiere sie mit leicht kreisenden Bewegungen ein. Anschließend kannst du das Peeling mit lauwarmem Wasser oder mildem Shampoo auswaschen.

Für das Kopfhautpeeling kannst du auch Meersalz verwenden. Verwende dazu 2 Esslöffel Meersalz, 2 Esslöffel Olivenöl und drei bis vier Tropfen ätherisches Öl (Lavendel, Teebaumöl, ...). Dann wende es wie das Peeling mit braunem Zucker an!

8. Stress reduzieren

Vielleicht kommt dir dieser Tipp etwas seltsam vor: Was soll Stress mit einem Schuppenproblem zu tun haben? Tatsächlich beobachten viele Menschen in stressigen Zeiten eine besonders starke Schuppenbildung. Deshalb hilft ein entspannterer Lebensstil manchmal. Zu viel Stress und gravierende Ernährungsfehler mit damit einhergehender Nährstoffversorgung können vermehrte Schuppenbildung verursachen. Vor allem bei jungen Frauen kann digitaler Stress eine vermehrte Schuppenbildung vor allem um die Ohrmuschel auslösen. Deshalb kann ein entspannter Lebensstil manchmal schon helfen.

Probiere unsere Tipps gegen Haarschuppen einfach mal aus! Hoffentlich findest du darunter das Mittel, mit dem du das Problem schnell loswirst.

Frau hat schönes Haar und keine Schuppen

Wie entstehen Schuppen?

Die Haut regeneriert sich in kürzester Zeit selbst: Innerhalb von vier Wochen wandern die einzelnen Hautzellen von der untersten bis zur obersten Hautschicht. Dort trocknen die Zellen und werden schließlich abgestoßen. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Die Schüppchen sind üblicherweise so klein, dass man sie mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Gerade auf trockener Kopfhaut kommt es jedoch vor, dass sich die Hautzellen zusammenballen. Dann werden sie als Schuppen sichtbar. Schuppen entstehen, wenn die Kopfhaut gereizt ist und die Zellen zu schnell abstößt.

In den meisten Fällen sind Schuppen zwar unschön, aber völlig harmlos. Nur in den seltensten Fällen stecken Erkrankungen dahinter, zum Beispiel Schuppenflechte oder eine Pilzinfektion.

Fettige oder trockene Schuppen?

Es gibt zwei Arten von Kopfschuppen: trockene und fettige. Das Auftreten der Schuppen ist unter anderem auch abhängig von Jahreszeiten. Während trockene Schuppen vermehrt im Herbst und Winter auftreten, sind fettige eher in Jahreszeiten mit hoher Luftfeuchtigkeit zu finden.

Trockene Schuppen sind weiß und trocken. Sie fallen vom Kopf und werden vor allem auf dunkler Kleidung sichtbar. Grund für diese lästigen Schuppen ist in den meisten Fällen eine trockene Kopfhaut. Sie entsteht zum Beispiel durch Heizungsluft, zu aggressive Shampoos oder durch Föhnen.

Fettige Schuppen sind größer als die trockenen, fühlen sich fettig an und sind oft gelblich gefärbt. Sie kleben länger an der Kopfhaut und lösen sich nicht so leicht. Sie sind ein idealer Nährboden für Bakterien und Verletzungen. Deshalb kann sich hier im schlimmsten Fall ein Hefepilz vermehren. Diese Form der Schuppen entsteht bei fettiger Kopfhaut.

Mit Schuppen zum Arzt?

Im Normalfall sind Schuppen völlig harmlos. Mit Hausmitteln (z. B. Kopfhautpeeling mit Lavaerde oder mit braunem Zucker, Peelingshampoo selbstgemacht) und guten Pflegeprodukten bekommst du das Problem meist schnell in den Griff.

Es gibt jedoch auch seltene Fälle, in denen eine Erkrankung hinter den Kopfschuppen steckt. Lasse dich deshalb sicherheitshalber von einem Arzt untersuchen, wenn weitere Anzeichen hinzukommen, zum Beispiel starker Juckreiz, Schwellung der Kopfhaut, Brennen oder verkrustete Stellen auf dem Kopf. Auch dann, wenn du die Schuppen trotz aller Bemühungen einfach nicht loswerden kannst, ist ein Arztbesuch vielleicht sinnvoll. Aber in den meisten Fällen genügen ein paar Tipps, die du regelmäßig ausführst, völlig aus.