Wie duftend gute Lavendel Wirkung Haut beruhigt und verbessert...

Lavendel verbreitet nicht nur einen wohltuenden Duft, er gilt auch noch als Heilpflanze mit weitreichendem Wirkungsspektrum. Wie Lavendel auf die Haut wirkt und wie die Pflanze verwendet werden kann, liest du hier.

Lavendel liegt neben Steinen

Wie wirkt Lavendel auf die Haut?

Lavendel hat zahlreiche beruhigende Eigenschaften – dies gilt auch für die Anwendung auf unserer Haut. So wirkt Lavendelöl antiseptisch, entzündungshemmend, antibakteriell und antimikrobiell. Daher ist das Öl bestens geeignet für die Behandlung von Entzündungen, Akne, Hautkrankheiten, Hautunreinheiten und Hautpilz. Echter Lavendel hilft bei offenen Wunden, Schürfwunden, Verbrennungen und Kratzern. Hat man es mit der Sonne übertrieben, so wirkt Lavendelöl kühlend bei Sonnenbrand. Dies gilt übrigens auch bei leichten Brandwunden oder -blasen. 

Der hohe Gehalt an Kampfer im Lavendelöl durchblutet die Haut, fördert die Selbstheilungskraft und regt die Neubildung von Zellen an. Allgemein kann dadurch geschädigte Haut verbessert werden und Schwangerschaftsstreifen können besser abheilen. Bei einigen schweren Hautkrankheiten wie Psoriasis kann Lavendel die weitere Ausbreitung der Flecken hemmen.

Wie bereits erwähnt, lässt sich auch Akne durch die Anwendung von Lavendel entgegenwirken. Hierzu einfach zwei Teelöffel Lavendelblüten mit einem halben Liter heißem Wasser übergießen, drei bis vier Minuten ziehen lassen und abseihen. Diesen Aufguss solltest du dann auf eine angenehme Temperatur abkühlen lassen und morgens und abends damit das Gesicht reinigen.

Lavendel in der Kosmetik

Wo wird Lavendel in der Kosmetik verwendet?

Auch die Kosmetikhersteller haben die hervorragende Wirkung von Lavendel und Lavendelöl bereits seit Langem für sich entdeckt. Die Produkte des Kosmetikunternehmens 100% PURE® beispielsweise kombinieren den unverwechselbaren Duft mit der mannigfachen Wirkung des Lavendels. Erhältlich sind unter anderem:

Wie wird Lavendel als Öl angewandt?

Wichtig ist, dass das Lavendelöl weder eingenommen, noch pur aufgetragen werden darf. Daher sollte man eher zu Cremes oder fetten pflanzlichen Ölen greifen, die mit dem Lavendel vermischt und dann aufgetragen werden. Ebenfalls darf das reine Öl nicht mit den Schleimhäuten oder den Augen in Kontakt geraten. Ist dies doch einmal passiert, muss die betroffene Stelle sofort mit viel Wasser abgewaschen werden.

Zu verwenden sind immer nur ein paar Tropfen Lavendelöl. So zahlen sich auch hochwertige Lavendelöle aus, denn nur diese entfalten ihre positive Wirkung optimal. Für eine lange Haltbarkeit sollte man das Öl kühl lagern, jedoch nicht im Kühlschrank, und dabei luftdicht und lichtgeschützt verschlossen halten. So kann das Öl auch bei geöffneter Flasche mehr als ein Jahr lang seine heilsame Wirkung beibehalten.

Bei innerer Anwendung musst du sicher gehen, dass das Lavendelöl zum Verzehr geeignet ist. Dies muss eindeutig auf dem Etikett ausgewiesen werden. Die Einnahme von ein bis zwei Tropfen Lavendelöl sollte dann unbedenklich sein. Du kannst diese beispielsweise dem Essen oder dem Saft beimischen. 

Welche Inhaltsstoffe sind im Lavendelöl enthalten?

Lavendel ist heute wissenschaftlich ausgesprochen gut erforscht. In der Heilpflanze hat man bislang rund 2000 verschiedene Inhaltsstoffe entdeckt, von denen 300 bis 400 gesundheitliche Relevanz haben. Je weiter die biochemische Analysetechnik voranschreitet, desto mehr entdecken die Wissenschaftler.

Im Lavendelöl finden sich rund 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe. Die Qualitäten von Lavendelöl können sich stark voneinander unterscheiden, denn die wirksamen Bestandteile sind abhängig von der Lavendelart, der Zuchtsorte, dem Anbaugebiet, dem Zeitpunkt der Ernte und dem Destillationsverfahren.

Die zwei wichtigsten Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen aus Lavendel sind:

  • Linalylazetat ist maßgeblich verantwortlich für den Duft
  • Linalool hat eine antimikrobielle Wirkung
Lavendel Blüten Wirkung

Welche Wirkung hat Lavendel auf den Körper?

In der Naturheilkunde werden zwei Komponenten des Lavendels verwendet, die sich in ihrer Wirkungsweise ähneln. Das sind zum einen das ätherische Öl des Lavendels und zum anderen die Lavendelblüte. Getrocknete Lavendelblüten wirken beruhigend und entspannend auf das Zentralnervensystem und können daher nervöser Unruhe und Schlafstörungen entgegenwirken. Gleichzeitig helfen sie erwiesenermaßen bei Magen-Darmproblemen wie Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Blähungen sowie bei nervös bedingten Darmbeschwerden, die sich auch durch Durchfälle äußern können.

Äußerlich angewendet helfen Lavendelblüten zudem bei Kreislaufbeschwerden, welche die Funktion des Herzens betreffen. So können getrocknete Lavendelblüten beispielsweise bei übermäßigem und unangenehmem Herzklopfen beruhigen.

Auch das ätherische Lavendelöl findet vielerlei Anwendung:

Welche Arten von Lavendel gibt es und wie wirken sie?

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Arten der Pflanze:

  • echter Lavendel: Der echte Lavendel hat den geringsten Anteil an Kampfer und wird zur Entspannung und Hautpflege eingesetzt.
  • Schopflavendel: Lavendelöl aus Schopflavendel stark infektionshemmend und eignet sich daher gut zur energetischen Reinigung der Luft. Es beruhigt bei Nervosität und wirkt herzstärkend. Rheumatische Beschwerden und Durchblutungsstörungen können abklingen.
  • Speiklavendel: Speiklavendel enthält höhere Anteile von Kampfer und eignet sich daher zur Behandlung bei Erkrankung der Atemwege. Des Weiteren gleicht es mentale Erschöpfungszustände aus und wirkt sich positiv auf die Herz-, Magen- und Hirntätigkeit aus. Sein wärmender Stärkungseffekt hat sich zudem bei Verspannungen und Nackenschmerzen bewährt.
  • Wolllavendel: Lavendelöl aus Speiklavendel und Wolllavendel töten Krankheitserreger ab und kommen damit gegen Bakterien und Viren zur Anwendung.
  • Lavandin: Lavandin ist eine Züchtung aus verschiedenen Lavendelarten und eignet sich besonders als antispetische und angenehm duftende Beigabe in der Waschmaschine und in Putzmitteln.
Lavendel Öl

Kann man Lavendelöl selbst herstellen?

Das ätherische Öl lässt sich auch zu Hause selbst herstellen. Dabei eignet sich diese Art von Lavendelöl aber nur für Massagen oder als Badezusatz. Nicht aber für medizinische Zwecke.

  • die frisch geernteten Blüten mit neutralem Öl mischen
  • in ein verschließbares Gefäß geben
  • mehrere Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen

Fazit

Ätherisches Lavendelöl hat eine vielseitige Wirkung auf Körper, Haut, Geist und Seele. Sei es zur Behandlung von Akne, Hautkrankheiten oder Hautunreinheiten oder bei Beschwerden psychischer Natur – die Wirkstoffe des ätherischen Öls mit den rund 200 verschiedenen Inhaltsstoffen werden seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde mit Erfolg eingesetzt. Auch die Kosmetikindustrie hat die Eigenschaften des ätherischen Lavendelöls bereits entdeckt und bietet zahlreiche Cremes, Shampoos, Salben oder Produkte zur Gesichtsreinigung mit dem ätherischen Öl an.