Erfolgreich mit dem Rauchen aufhören: Hypnose macht es möglich

Fast jeder Raucher hat schon den einen oder anderen erfolglosen Versuch der Rauchentwöhnung hinter sich und weiß, wie steinig der Weg zu einem dauerhaft rauchfreien Leben sein kann. Ungefähr ein Drittel aller Raucher möchte damit aufhören. Nur ganz wenige schaffen es durch reine Willenskraft, Nichtraucher zu werden. Ein Tipp ist die Methode der Hypnose. Wie beim Rauchen aufhören Hypnose helfen kann, erfährst du hier.

Frau bricht Zigarette in der Mitte durch

Wie kann ich das Rauchen aufhören mit Hypnose?

Um die Wirkungsweise von Hypnose zu verstehen, hilft es, das Gehirn genauer unter die Lupe zu nehmen. Die menschliche Psyche teilt sich in zwei Bereiche: 

  1. Das Bewusstsein:

    Rationale Entscheidungen: Ich möchte mit dem Rauchen aufhören, ich möchte Geld sparen, Rauchen ist ungesund...
    Nahezu jeder Raucher wird zugeben, dass Rauchen ungesund ist. Das Bewusstsein umfasst aber nur einen kleinen Teil des Gehirns.
     
  2. Das Unterbewusstsein funktioniert komplizierter:
  • Gefühle, Erfahrungen, Prägungen, Glaubenssätze, Erinnerungen, Gewohnheiten, Ängste, Schlaf-Wach-Rhythmus, Verdauung, Belohnungen.
  • Das Unterbewusstsein ist nicht so leicht zugänglich wie das Bewusstsein. Es wird programmiert. Unzählige Zigaretten mit einem Belohnungseffekt haben dem Unterbewusstsein vermittelt, dass Rauchen etwas Angenehmes ist. Wieso also damit aufhören?
  • Im Vergleich zum Bewusstsein ist das Unterbewusstsein ungleich größer. Es ist für alle Dinge, die du automatisch tust, zuständig. Das Unterbewusstsein steuert fast 95 Prozent unseres Handelns.
Schaukelpferd wirft Schatten in Gestalt eines echten Pferdes auf die Wand

Wie funktioniert Hypnose?

Hypnose ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode. Medizinische Hypnose wird an der Uni Wien als Methode unterrichtet. Es gibt viele unterschiedliche Arten der Hypnose. In keinem Fall ist aber der hypnotisierte Mensch willenloses Opfer. Im Gegenteil: Positive Ergebnisse können nur bei Menschen erzielt werden, die diese Ziele auch erreichen möchten. Bei einer Hypnose-Sitzung wird eine Art Abkürzung zum Unterbewusstsein genommen. Spürt dieses eine Gefahr aufziehen, wird es die Hypnose sofort unterbrechen und du bist hellwach. Es ist also unmöglich, aus einer Hypnose nicht mehr aufzuwachen. Genauso unmöglich ist es, im Trancezustand etwas zu erzählen oder zu tun, was du nicht im wachen Zustand auch verrichten würdest.

Wie viele Sitzungen braucht es zur Raucherentwöhnung?

Wie viele Hypnose-Sitzungen notwendig sind, um erfolgreich rauchfrei zu werden, ist bei jedem anders. Manche Raucher brauchen eine zweite oder dritte Sitzung, andere sind schon kurz nach der ersten erfolgreich Nichtraucher.

Vertrauen als Voraussetzung für den Erfolg bei der Raucherentwöhnung

Bei einer Hypnose-Sitzung ist das Vertrauen zwischen Hypnotiseur und Klienten sehr wichtig. Einen großen Teil der Sitzung macht daher das ausführliche Vorgespräch aus. Dort wird Vertrauen aufgebaut und herausgefunden, ob es triftige Gründe für eine Raucherentwöhnung und den Wunsch Nichtraucher zu sein gibt. Hypnose funktioniert nur als Unterstützung der Willenskraft. Ist der Wunsch nach einem Leben ohne Rauchen nicht groß genug, kann auch Hypnose nicht weiterhelfen. Ganz selten gibt es auch Raucher, bei denen Hypnose gar nicht wirkt. Ein kompetenter, erfahrener Hypnotiseur erkennt dies aber sofort.

Nicht hypnotisiert werden können Personen:

  • unter starkem Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluss
  • mit hirnorganischen Beeinträchtigungen oder schweren oder zwanghaften Persönlichkeitsstörungen
  • mit Herzschwäche 
  • mit jeglicher Art der Demenz
  • mit Geisteskrankheiten, schweren Zwangskrankheiten oder psychotischen Zuständen 
Hypnosependel über einem Gesicht einer lliegenden Frau

Warum es so schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören?

Raucher greifen gewohnheitsmäßig zur Zigarette, wenn sie eine Pause, Gesellschaft oder eine kurze Stimulation der Konzentration brauchen. Der Körper kann sich auch besser konzentrieren, aber nur deswegen, weil der bereits süchtige Körper nach einer Zigarette verlangt. Ist sein Verlangen befriedigt, kann er sich tatsächlich kurzzeitig besser konzentrieren – tatsächlich aber nur, weil der Organismus nicht mit dem Fordern von Nikotin beschäftigt ist. Rauchen ist keine spektakuläre Sucht: Raucher sind voll leistungsfähig und können nahezu alles erledigen. Bis auf den Rauch und den Gestank gibt es wenig Einschränkungen: Sie können Auto fahren, arbeiten, logisch denken und telefonieren.

Verglichen mit Alkohol oder anderen Drogen ist es daher sehr leicht, das Rauchen in den Alltag zu integrieren. Das macht es aber auch sehr schwer, nachhaltig rauchfrei zu werden. Ein Tipp zur leichteren und schnelleren Raucherentwöhnung ist daher Hypnose.

Rauchen: Trügerisches Ritual im Alltag

Oft ist Rauchen als fixes Ritual in den Tagesablauf eingeplant: Raucher "gönnen" sich mit der Zigarette eine Pause von der Arbeit, schließen das Essen damit oder treffen sich auf ein Schwätzchen mit Kollegen. Der Genuss von Kaffee oder Alkohol ist ebenfalls oft mit einer Zigarette verbunden. Fast immer wird in entspannten oder angenehmen Situationen geraucht. Bei der Raucherentwöhnung ist es meist die Sehnsucht nach diesen gewohnten Belohnungsritualen, die den Rauchstopp so schwierig machen.

Psychofalle Zigarette: Das Belohnungszentrum erschwert das Aufhören

Das in Zigaretten enthaltene Nikotin ist ein Nervengift. In geringer Dosis wirkt es stimulierend und stimmungsaufhellend. Nikotin dockt im Gehirn ans Belohnungszentrum an. Botenstoffe wie Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Serotonin werden ausgeschüttet. Kurzzeitig entsteht Wohlbefinden und ein leichtes Glücksgefühl.

Körperliche Auswirkungen von Zigaretten

In einer Zigarette befinden sich tausende verschiedene Substanzen. Fast alle davon sind für den Körper sehr schädlich. Die Folgen können schwerwiegend sein:

  • Das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen steigt.
  • Teerablagerungen in der Lunge hindern diese am Arbeiten.
  • Hässliche Ablagerungen auf den Zähnen sind noch die harmlosesten Folgen für die Zahn- und Mundgesundheit.
  • Die Haut von Rauchern wird schlechter durchblutet und blass. Sie altert schneller und neigt zu Falten.
  • Männer können durch die schlechtere Durchblutung Potenzprobleme bekommen. 
  • Die Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöht bei Raucherinnen die Thrombosegefahr.
  • Nach den Wechseljahren kann es bei rauchenden Frauen häufiger zum Knochenschwund Osteoporose kommen. 
  • Zigaretten sind außerdem teuer. 

Schlecht für den Teint, die allgemeine Gesundheit und den Geldbeutel: Warum ist es trotzdem so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören und endlich ein gesundes Leben als Nichtraucher zu beginnen? Ein Rauchstopp ist komplizierter als gedacht. Beim Rauchen ist es vor allem die psychische Abhängigkeit, die allen guten Vorsätzen einen Strich durch die Rechnung macht.

Rauchen aufhören mit Hypnose: Durchbrich die Macht der Gewohnheit

Dass Rauchen ungesund ist, weiß inzwischen jeder. Warnbilder auf Zigaretten zeigen abstoßende Bilder und das Gesundheitsministerium startet regelmäßig Aufklärungskampagnen, in denen auf die gesundheitsgefährdende Wirkung von Zigaretten hingewiesen wird. Trotzdem fällt es vielen Rauchern sehr schwer, mit dieser lästigen Angewohnheit aufzuhören.

In Österreich rauchen fast 25 Prozent aller über 15-Jährigen. Viele davon haben schon mehrmals erfolglos eine Raucherentwöhnung versucht. Dabei ist der körperliche Entzug gar nicht so schlimm. Bereits nach vier Stunden befindet sich kein Nikotin mehr im Körper. Nach wenigen Tagen ist das körperliche Verlangen nach einer Zigarette ganz verschwunden. Auf psychischer Ebene kann die therapeutische Hypnose ansetzen, um als erfolgreiche Methode zum Rauchstopp zu führen und dauerhafte Nichtraucher zu schaffen. Probiere es einfach aus, deiner Gesundheit zuliebe!

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.