Reduce, Reuse, Recycle - Der alltägliche Plastikwahnsinn

Während Donald Trump zuletzt das Verbot von Plastikflaschen in Nationalparks aufgelöst hat, boomt der Absatz von abgefülltem Wasser enorm. Bis 2020 soll der Konsum von abgefülltem Wasser weltweit auf 600 Milliarden Liter ansteigen. Initiativen wie ein Verbot von Plastikflaschen helfen dabei, weniger Plastikmüll zu verursachen und somit die Umwelt zu schützen.

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Plastikflaschen liegen als Müll angeschwemmt am Strand

Warum sollten wir Plastikflaschen vermeiden?

Manchmal nützt wohl nichts Anderes als Mittel wie solch ein striktes Verbot, um Verhalten zu ändern. Wobei die Vermeidung von Plastikflaschen nicht schwer zu sein scheint und die Vorteile von Leitungswasser in der Hand liegen müssten:

  • Es ist 180mal günstiger und belastet die Umwelt 100mal weniger.
  • Wir alle verbrauchen zu viel Plastik, das nur langsam und schlecht abgebaut werden kann.
  • Bis eine Plastikflasche biologisch abgebaut wird, kann es bis zu 1000 Jahre dauern.

Zwar gibt es in Deutschland ein Pfandsystem, doch die Flut an Einwegflaschen ist damit nicht zu stoppen. Die Umweltbilanz einer Einwegflasche ist aufgrund von meist längeren Transportwegen und einem höheren Rohstoffverbrauch deutlich schlechter als die von Mehrwegflaschen. Gleichzeitig ist der Anteil von Mehrwegflaschen seit 2004 von 66 % auf 44 % gesunken, zum Ärger von Umweltschützern. Mit Einweg-Flaschen lässt sich mit jedoch leider mehr Geld machen. Das recycelte Plastik kann gut weiterverkauft werden. Das Verfahren von Recycling beschränkt sich auf Gegenstände, die Abfall sind. Es beschreibt die Wiederaufbereitung dieser Produkte mit dem Ziel, diese wieder zurück in den Kreislauf zu bringen. Recycling ist somit ein Weg weniger Müll zu verursachen. Die Aufbereitung führt entweder zum ursprünglichen Gebrauch oder zu einem neuen Produkt. Hier ist der Haken: Nur 25 % der recycelten Flaschen werden zur Produktion neuer Flaschen verwendet. Der Rest wird zu minderwertigen Produkten weiterverarbeitet, die dann wiederum nicht immer recycelt werden. Dieser Prozess ist das sogenannte Downcycling, wobei das recycelte Material mit der Wiederaufbereitung in seinem Wert sinkt.

Was können wir gegen zuviel Plastikmüll unternehmen?

Ein weiterer Ansatz der Müllreduktion ist die Wiederverwendung (Reuse). Dabei ist ein Prozess gemeint, bei dem Produkte, die keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet werden, für den sie ursprünglich bestimmt waren. Eine Plastikflasche kann nach Kauf und Verbrauch erneut verwendet werden, indem sie selbst mit Wasser aufgefüllt wird. Der verlängerte Gebraucht von Produkten ist effektiver Umweltschutz.

Mit der Vermeidung (Reduce) von bestimmten Dingen lässt sich ebenso Müll vermeiden. Dies gilt sowohl für Verbraucher, also auch für die Hersteller selbst. Letztere können zum Beispiel auf überflüssige Verpackungsmaterialien verzichten. Als Verbraucher bleibt nur, Konsum einzuschränken bzw. auf alternative, abfall- und schadstoffarme Produkte zurückzugreifen. Die nachhaltige Alternative von abgefülltem Wasser ist Leitungswasser. Wir in Deutschland haben das Glück, Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Leitungswasser ist das am strengsten kontrolliertest Lebensmittel und kann somit fast ausnahmslos getrunken werden.

Ein Anfang Plastikmüll im Alltag einzusparen: Leitungswasser trinken. Was wir damit alles Gute für die Umwelt tun und noch mehr Zusammenhänge rund um das Geschäft mit dem flüssigen Gold zeigt diese Infografik von Trademachines.

Eine Infografik zeigt warum wir Wasser in Plastikflaschen vermeiden sollten