Schwangerschaftsbegleiterscheinungen: Diese Symptome kann eine Schwangerschaft mit sich bringen

Als werdende Mutter sitzt frau gerade am Anfang einer Schwangerschaft nicht selten auf heißen Kohlen und erkennt verschiedenste Symptome, die mehr oder weniger deutlich auftreten. Schwangerschaftsbegleiterscheinungen, egal ob bereits im frühen Anfangsstadium oder im weiteren Verlauf der wohl spannendsten neun Monate im Leben einer Frau, können ganz unterschiedlich ausfallen. Dabei gibt es die wohl bekanntesten und gängigsten Symptome, die mit einer Schwangerschaft in Verbindung gebracht werden, und jene, die vielleicht nicht gleich auf eine Schwangerschaft zurückzuführen sind. Dieser Artikel fasst verschiedenste Schwangerschaftsbegleiterscheinungen zusammen – für alle werdenden Mamis, die mit ungewöhnlichen Symptomen zu kämpfen haben.

Stehende Schwangere hält ihren Bauch

Die wohl bekanntesten Schwangerschaftsbegleiterscheinungen

Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen, die viele Schwangere in den ersten Wochen als Veränderung an ihrem Körper wahrnehmen und verspüren.

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • vermehrter Harndrang
  • Erbrechen und langanhaltende Übelkeit
  • der Geschmacks- und Geruchssinn ist verändert
  • empfindliche Brüste und Unterleibskrämpfe

All diese Symptome sind hinlänglich bekannt und werden beinahe schon als klassische Begleiterscheinung wahrgenommen. Doch es gibt auch unspezifische Symptome, die auf den ersten Moment gar nicht mit einer Schwangerschaft in Verbindung gebracht werden. Eines dieser unspezifischen Symptome, welches in erster Linie nicht unbedingt mit einer Schwangerschaft in Verbindung gebracht wird, sind Blähungen in der Frühschwangerschaft. Durch die Veränderungen im Körper der Frau können diese auch schon sehr früh auftreten – noch bevor ein positiver Schwangerschaftstest vorliegt.

Spezielle Präparate können gerade bei starken Blähungen helfen. Gewisse Lebensmittel können zusätzlich blähen und sollten daher vermieden werden. Dazu zählen zum Beispiel Zwiebel oder Kohlgemüse, aber auch Nüsse oder unreifes Obst können zu starken Blähungen führen. Auch sollte nicht zu schnell und im Überfluss gegessen werden. Bewusstes Essen ist nun gefragt, auch kann stilles Wasser eine gute Wahl sein, da süße und kohlensäurehaltige Getränke oft zu Sodbrennen führen können.

Darüber hinaus kämpfen werdende Mütter oft mit diesen Begleiterscheinungen:

Krampfadern und Ödeme

Auch die Beine einer Schwangeren werden durch Veränderungen im Körper beeinflusst und gegebenenfalls beeinträchtigt. Ödeme oder auch Wassereinlagerungen können sich nicht nur in den Beinen, sondern im weiteren Verlauf der Schwangerschaft auch in den Händen oder im Gesicht ansammeln. Krampfadern können an den Beinen stärker hervortreten und bei den Frauen zu schweren Beinen und Gefäßschmerzen führen. Somit können Schwangerschaftsbegleiterscheinungen von Kopf bis Fuß auftreten. Für Abhilfe kann hier das Hochlegen der Beine sorgen oder Wechselduschen oder -bäder. Auch werden vielen Schwangeren Kompressionsstrümpfe empfohlen und verschrieben.

Am Bauch einer schwangeren Frau stehen zwei kleine Schuhe

Histaminintoleranz in der Schwangerschaft

Histamin ist in vielen Nahrungsmitteln zu finden, wie beispielsweise in Salami oder in bestimmten Käsesorten sowie im Sauerkraut. Wer an einer Histaminintoleranz leidet und mit allergieähnlichen Beschwerden auf Histamin reagiert, könnte während der Schwangerschaft vorübergehend Ruhe vor diesen Beschwerden haben. Der Grund: Diaminoxidase, was im Körper für den Abbau von Histamin zuständig ist, reichert sich nach dem ersten Trimester in der Plazenta an. Der Histaminspiegel sinkt damit quasi automatisch und die Symptome einer Histaminintoleranz verringern sich. Wer an einer Histaminintoleranz leidet, tut gut daran, dies mit dem Gynäkologen zu besprechen, denn Histamin unterstützt auch die Östrogenproduktion, was wiederum bei manchen Frauen zu einem Progesteronmangel führen könnte. Das Hormon Progesteron ist für die Einnistung der Eizelle verantwortlich und dafür, dass die Schwangerschaft bestehen bleibt.

Schwangerschaft und Haarausfall

Eine Schwangerschaftsbegleiterscheinung, die sich von Beginn der Schwangerschaft bis über die Stillzeit durchziehen kann, ist der Haarausfall. Viele Frauen leiden darunter, da auf der einen Seite die Haare durch die Hormonumstellung oft kräftiger und gesunder wirken, auf der anderen Seite zuhauf ausfallen. Verantwortlich ist hierfür das Hormon Östrogen, welches nach der Geburt des Babys wieder abfällt und somit der Haarausfall seinen Höhepunkt erreicht. Ein Eisenmangel oder auch zu viel Stress kann dafür verantwortlich sein, dass bereits ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft die Haare ausfallen.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Auch das Bindegewebe wird während der Schwangerschaft besonders in Mitleidenschaft gezogen. Am ganzen Körper kann dies beobachtet werden – am deutlichsten wohl am Bauch der Schwangeren. Als Schwangerschaftsbegleiterscheinungen können auch Hämorrhoiden auftreten. Der Darm wird zusätzlich träge und es ist immer wieder mit Verstopfung zu rechnen. Da der Beckenboden dehnbarer wird, kann es vermehrt zu Hämorrhoiden kommen, welche sich allerdings in etwa zwei Monaten nach der Geburt wieder zurückbilden. Tatsächlich sind diese auch keine Seltenheit, denn etwa 50 Prozent der Schwangeren sind davon betroffen.

Ganz besondere neun Monate

Die vielen und schubweisen körperlichen Veränderungen am und im Körper einer Schwangeren sind gerade in den ersten Monaten deutlich zu spüren. Die bekannte Morgenübelkeit gehört wohl zu den bekanntesten Schwangerschaftsbegleiterscheinungen, die jeder werdenden Mutter ein Begriff ist. Auch ist es kein Geheimnis, dass nach der Geburt des Kindes weitere Veränderungen, ausgelöst durch Hormone, folgen können. Mentale und psychische Veränderungen in Form von Reizbarkeit oder emotionalen Ausbrüchen sollten nicht unterschätzt werden.

Viele Schwangere werden gerade hier von ihren Hormonen geleitet, welche auch für unerwartete, tränenreiche Situationen verantwortlich sind. Helfen kann vielen Schwangeren die Reduzierung von Stress, ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung. So sollte es jeder werdenden Mutter möglich sein, diese besonderen, fast schon magischen neuen Monate aufzusaugen. Denn es gilt, die Energie und Kräfte für Geburt und die Zeit danach zu sammeln, um das kleine Wunder mit Freude zu erwarten und in vollen Zügen zu genießen.

Schwangere Frau formt mit ihren Händen auf dem Bauch ein Herz

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.