Wie funktioniert Abnehmen im Schlaf?

Klingt traumhaft, hat auch mit Träumen zu tu: abnehmen und schlank bleiben mit Schlaf. Mit richtig eingeteilten Ruhe- und Fastenzeiten ist es möglich, den körpereigenen Stoffwechsel anzukurbeln und lästige Kilos loszuwerden. Dazu musst du nur die richtige Balance zwischen Essen, Schlafen und Bewegung finden. Mach Dich schlau, wie du mithilfe Deiner Bio-Uhr abnehmen kannst. Hungern musst Du bei dieser Diät nicht.

Paar schlafend im Bett

Weniger Kohlenhydrate, lange Pausen: richtige Ernährung unterstützt die Schlank-im-Schlaf-Methode

Eine Schlaf-Diät hat nichts mit Hungern zu tun. Im Gegenteil – weniger essen sorgt dafür, dass wichtige Eiweißreserven an den Muskeln angezapft werden. Wir nehmen nicht ab, sondern verlieren nur Muskelmasse und Figur. Der Jo-Jo-Effekt bewirkt, dass wir nach einer Diät oft mehr wiegen, als zuvor. Das Schlank-im-Schlaf-Prinzip basiert auf dem richtigen Timing der Essenszeiten. Auch der Inhalt der Mahlzeiten ist wichtig für diese angenehme Art der Diät.

Wesentlich ist eine fünfstündige Pause zwischen den Mahlzeiten und 12 Stunden Essens-Pause in der Nacht. Während dem Schlaf nichts zu essen ist leicht, Du musst nur darauf achten, vor dem zu Bett gehen weniger und das Richtige zu essen. Kohlenhydrate sollten beim Abendessen durch hochwertige Eiweiße ersetzt werden. Beim Frühstück sollten tierische Eiweiße fehlen. Die wichtigste Mahlzeit, das Mittagessen, darf ruhig Kohlenhydrate beinhalten. Inspirationen dafür liefern die Insulin-Trennkost nach Dr. Pape oder eine Low-Carb Diät. Das Trinken von viel basischem Wasser unterstützt den Körper bei einer Schlank-im-Schlaf-Diät.

Lebensmittel einer Low Carb Diät

Wieviel  Bewegung ist notwendig, um im Schlaf schlank zu werden?

Sport und Bewegung halten die Körper fit und machen ihn müde. So ist es leichter, Gewicht zu halten und schlank zu werden. Vor allem Bewegung an der frischen Luft, bei der auch die kleinen Muskeln im Körper beansprucht werden, ist wichtig für das Abnehmen. Barfuß laufen ist ideal. Der Körper sollte beim Sport auch immer ein bisschen außer Atem kommen. Dann funktioniert die Fettverbrennung am besten.

Frau mit Hanteln

Warum ist Erholung wichtig für einen schlanken Körper?

Während wir schlafen, finden im Körper wichtige Stoffwechselprozesse statt.

  • Hormonproduktion: Die Hormone Leptin und Ghrelin, die für das Sättigungsgefühl zuständig sind, werden im Schlaf gebildet. Schlafen wir genug, sind wir weniger hungrig. Auch das Wachstumshormon wird im Schlaf in aller Ruhe ausgeschüttet und sorgt für gesunde Muskeln.
  • Regeneration: Beim Schlafen finden wichtige Regenerationsphasen statt. Kaputte Körperzellen werden bearbeitet und entfernt, Muskeln repariert und aufgebaut.
  • Fettverbrennung: In der Nacht sinkt die Körpertemperatur um bis zu zwei Grad. Die Pulsfrequenz wird langsamer. Dadurch werden Entgiftung und Entschlackung angeregt.
Das Wort Melatonin aus weißen Pillen auf blauem Hintergrund

Gute Nacht: gesunder Schlaf und Hormone

Wer ausreichend Schlaf konsumiert, hat weniger Zeit zu naschen und nutzt den eigenen Bio-Rhythmus, um Nährstoffe effektiv zu verwenden. Um richtig und gut zu schlafen, um schlank zu werden, braucht es bestimmte Hormone.

  • Melatonin wird in der Zirbeldrüse gebildet und reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Dabei spielen Darm und Netzhaut eine wichtige Rolle. Licht kann die Produktion von Melatonin reduzieren. Deswegen ist ein dunkler Ort für einen gesunden Schlaf so wichtig. Wir werden auch automatisch müde, wenn wir uns länger in dunklen Räumen befinden. Die Nacht ist eben zur Erholung da. Dicke Vorhänge im Schlafzimmer oder eine Schlafmaske unterstützen das gesunde Einschlafen.
     
  • Das Glückshormon Serotonin sorgt für gute Stimmung und wirkt auch das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Bereich und das Zentralnervensystem. Das sind alles wichtige Faktoren für eine effektive Verdauung. Ohne Serotonin funktioniert die Bildung und Freisetzung von Melatonin nicht richtig. Vor allem die Tiefschlaf- und REM-Phase sind wichtig, für das Wechselspiel dieser beiden Botenstoffe. Gute Laune ist also wichtig für einen gesunden Schlaf. Serotonin ist in der Natur weit verbreitet und wird im Volksmund gerne als Glückshormon bezeichnet. Die Wirkung auf unseren Körper ist weitreichend. So wirkt Serotonin auf unser Herz-Kreislauf-System auf den Magen-Darm-Bereich und auf das Zentralnervensystem. Weitgehend bekannt ist, dass Serotonin positiven Einfluss auf unsere Stimmung hat. Auch ist Serotonin indirekt für guten Schlaf verantwortlich. So ist es für die Produktion und Freisetzung des Hormons Melatonin verantwortlich. Die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin hat auch sehr viel mit der Nahrungsaufnahme zu tun. Für eine "Schlaf-Diät" ist es deswegen wichtig, dass Du Deine Mahlzeiten zum richtigen Zeitpunkt einnimmst.
     
  • Cortisol wird auch Stresshormon genannt und wird in der zweiten Hälfte der Nacht produziert. Am Abend, vor dem zu Bett gehen, sollte Stress daher vermieden werden, um nachts erholsamen Schlaf genießen zu können. Cortisol ist der Gegenspieler zu Melatonin.
     
  • Somatotropin ist ein Wachstumshormon und fördert bei Kindern den Muskel- und Knochenaufbau. Bei Erwachsenen ist es wichtig für die Verbrennung von Fett, den Blutkreislauf und die Regeneration der Muskulatur. Schlafen wir zu wenig, wird kein Somatropin ausgeschüttet.
     
  • Das Hormon Insulin ist ein Schlüsselhormon, der die Aufnahme von Zucker in den Zellen ermöglicht. Insulin blockiert das Verbrennen von Fett. Essen wir zu viel Kohlenhydrate, befindet sich zu viel Insulin im Körper. Eine Insulin-Trennkost unterstützt die Umwandlung von Fett in Energie.
     
  • Leptin hat eine appetitzügelnde und Ghrelin ähnlich wie das Cortisol eine appetitanregende Wirkung. Auch hier trägt das Zusammenspiel einerseits zu einer angenehmen und schnellen Einschlafphase bzw. zum Aufwachprozess bei.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.