Rehasport ohne Verein, ja das geht!

Rehasport wird immer wichtiger, die Nachfrage nach betreutem Training nach einer Verletzung oder einem Unfall immer größer. Damit diese Möglichkeit für alle verfügbar ist, ist es auch möglich, Rehasport im Gesundheits- oder Fitnessstudio ohne Verein anzubieten. Wie das für Dein Unternehmen funktioniert und wer Dich dabei unterstützen kann, erfährst Du hier.

Therapiebälle für den Rehasport.

Auch für Fitnessstudios möglich: Rehasport ohne Verein

In der Fitnessbranche hat sich in den letzten Jahren ein großer Wandel vollzogen. Waren Fitnessstudios früher oft dazu da, um möglichst große, oft unnatürlich aussehende Muskeln zu fördern, geht es heutzutage viel mehr um

  • Gesundheit,
  • Prävention
  • und einen gut gestützten, fitten Körper.

Nach einer Verletzung oder einer Krankheit, die die Bewegung einschränkt, ist gezielte Physiotherapie und Rehasport unverzichtbar – für die betroffene Körperstelle, aber auch für den gesamten Organismus. Durch Bewegung und Sport gelangt mehr Sauerstoff in alle Körperzellen. Die Durchblutung wird angeregt, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und auch der mentale Zustand verbessert. Beim Rehasport ist Einfühlungsvermögen, Motivation und individuelle Betreuung noch wichtiger, als bei normalem Fitnesstraining. Oft geht das besser in Studios, die nun dieses Angebot in ihr Programm aufnehmen können, ohne sich als Rehasport-Verein definieren zu müssen. Auch für die Teilnehmer kann es angenehmer sein und zur Gesundung beitragen, wenn sich die Trainierenden als Kunden und nicht unbedingt als Patienten sehen.

Gruppentraining für Rehasport

Was ist Reha-Sport?

Rehabilitation bedeutet nichts anderes als „wiederherstellen". Rehabilitationssport ist ein Mittel, um körperliche Beschwerden mit gezieltem Bewegungstraining zu lindern und zu beseitigen. Die Vorteile sind zahlreich:

  • Der Behandlungserfolg wird durch Rehasport gesteigert und erweitert
  • Im Alltag wieder fit werden und bleiben
 gelingt dadurch viel besser.
  • Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit werden trainiert.
  • Bewegung steigert die allgemeine Lebensqualität
.
Hanteln.

Wie ist die Teilnahme an Rehasport geregelt?

Rehabilitationssport wird vom behandelnden Arzt verordnet und von der Krankenkasse genehmigt. Die Kosten werden zur Gänze übernommen. Meistens werden 50 Übungseinheiten verordnet, die bei qualifizierten und geschulten Kursleitern in maximal 18 Monaten absolviert werden. Auch Gruppenstunden sind möglich. Gymnastische Übungen mit Kleingeräten sollen Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination verbessern. Rehasport ist sehr breit gefächert und bunt. Dazu gehören unter anderem:

  • Wirbelsäulengymnastik,
  • Yoga,
  • Pilates,
  • Formen von Zirkeltraining,
  • Osteoporosegymnastik oder
  • Lungensport.
Frauen auf Therpiebällen.

Wer darf Rehasport anbieten?

Wer sein Angebot im Studio um Rehasport erweitern möchte, muss dafür drei Grundvoraussetzungen erfüllen. Die Mitgliedschaft in einem Behindertensportverein ist nicht mehr notwendig.

  • Geeignete Räumlichkeiten: Optimal wären ca 75 Quadratmeter als Kursraum für das Gruppentraining. Die Kasse schreibt pro Teilnehmer 5 m² vor, also können auch kleinere Räume genutzt werden, jedoch wären 15 Teilnehmer pro Kurs und Übungsleiter aus wirtschaftlicher Seite sinnvoll.
  • Ein qualifizierter Trainer, der eine Übungsleiterlizenz für Rehasport besitzt. Hier ist ein Übungsleiter pro 15 Teilnehmer angedacht.
  • Zugang zu einem Arzt, der bereit ist, Fragen aus der Gruppe oder des Übungsleiters zu beantworten.

Das Unternehmen DVZ GPR hat sich seit mehreren Jahrzehnten auf die Konzepte und Qualitätsoptimierung im Bereich Gesundheit und Fitness Spezialisiert. DVZ GPR begleitet Firmen, die gerne Rehasport in ihr Angebot aufnehmen möchten, bei der Zertifizierung und Schulung der Mitarbeiter.

Frauen trainieren ihre Fitness in einer Gruppe
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Unterstützung bei Rehasport ohne Verein, dafür mit Fitnessführerschein

Ebenfalls interessant ist der Fitnessführerschein. Wer als Studio oder Therapeut sein Angebot auf Rehasport ausdehnen möchte, sollte sich auch über das Präventivtraining im Rahmen des Fitnessführerscheins Gedanken machen. Dieses Training in Gruppen wird laut §20 SBG von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der Prävention von Krankheiten und der Erhaltung der Gesundheit. Der deutsche Staat unterstützt somit die Gesundheit seiner Bürger, damit sie erst gar nicht krank werden. So bleiben sie länger leistungs- und arbeitsfähig, was die Folgekosten verringert.

Auch hier bietet Bodywave Unterstützung bei Strategie und Umsetzung dieses Angebots in einem Fitness-, Körper- oder Gesundheitsstudio. Beim Fitnessführerschein zahlen die meisten gesetzlichen Krankenkassen 60 bis 100 Prozent der Kosten dazu.

Teilnehmer lernen in diesem abgestimmten Präventionstraining:

  • die Ausdauer zu steigern,
  • die Muskulatur zu kräftigen,
  • die Beweglichkeit zu verbessern,
  • sich selbst ein systematisches Training zu erstellen.

Für den Fitnessführerschein muss der jeweilige Kursleiter eine spezielle Grundqualifikation und Zusatzqualifikation vorweisen, um die Kurse anbieten zu dürfen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.