Welche Couperose Creme hilft gegen rote Äderchen?

Von Couperose sind besonders stark Frauen ab etwa 30 betroffen. Dabei handelt es sich um rote Äderchen, die vor allem durch die Gesichtshaut schimmern. Medizinisch gesehen handelt es sich dabei um keine klassische Krankheit. Vielmehr ist es ein kosmetisches Problem, das aber für viele Betroffene sehr störend ist. Couperose gilt als nicht heilbar, mit den richtigen Tipps und Tricks kannst du sie aber gut behandeln. Wir verraten dir welche!

Inhalt:

Was ist Couperose genau?

Unter Couperose versteht man eine Erweiterung der Blutgefäße im Gesicht (Teleangiektasien), die auf eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche zurückzuführen ist. In der Regel tritt die Erkrankung zwischen 30 und 50 Jahren auf. Frauen leiden häufiger daran als Männer. Die Symptome zeigen sich besonders auf Wangen und Kinn. Zu den Merkmalen zählen Empfindlichkeit, Rötung und Trockenheit. Auch unangenehme Hautgefühle wie Brennen oder Stechen können sich breit machen.

Die Rötungen treten im Anfangsstadium nur vorübergehend auf, können sich dann später jedoch dauerhaft äußern. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kommt es auf Grund von Blutstauungen zur Neubildung von Gefäßen sowie zu Gefäßerweiterungen. Diese charakterisieren sich durch eine erhöhte Durchlässigkeit und verminderte Elastizität. Grundsätzlich wird die Erkrankung in zwei Arten unterteilt. Je nach dem ob es sich um venöse oder arterielle Gefäße handelt. Die Haut kann sich daher eher rot oder bläulich verfärben. Auch Mischformen sind durchaus üblich.

Ein Gesicht mit Couperose ist zu sehen

Welche Ursachen gibt es?

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bislang noch nicht hundertprozentig geklärt. Fachleute nehmen jedoch an, dass der Grund von Couperose eine genetisch bedingte Gewebsschwäche ist. Für diese Vermutung spricht beispielsweise, dass sie vermehrt bei hellhäutigen Hauttypen auftritt. Besonders Nordeuropäer mit keltischem Ursprung, also Menschen mit rotblonden Haaren leiden häufiger daran.

Schuld an den roten Stellen ist der permanent erhöhte Druck in den Kapillaren. Dieser wird durch eine übermäßige Durchblutung ausgelöst. In Folge kommt es zu einer Erweiterung bzw. Dehnung der Gefäße und auch die Durchlässigkeit der Gefäßwände steigt an.

Typische Symptome:

  • Gefäßerweiterung der Gesichtsäderchen
  • Hautrötungen 
  • Bindegewebsschwäche
  • Hautblutungen
  • In manchen Fällen trockene, empfindliche Haut

Welche Faktoren können Hautzustand beeinflussen?

Wenn du auch an den roten Äderchen leidest, solltest du auf einige Dinge achten. Es gibt nämlich gewisse Faktoren, die das Hautbild unter anderem stark verschlimmern können. Zu diesen zählen:

  • Umweltfaktoren: Luftverschmutzung, Hitze sowie Kälte, Sonne, Abgase und Pollen
  • Mechanische Faktoren: Druck oder Reiben auf der Haut
  • Psychische Faktoren: Stress, Ärger und Sorgen
  • Äußere Faktoren: heiße Bäder, Waschmittel, Duftstoffe, scharfes Essen und Alkohol

Um die Äderchen und Rötungen im Zaum zu halten, solltest du also schädliche Umwelteinflüsse meiden. Auch wenn es schwer fällt: Meide im Sommer die Sonne und creme die betroffenen Stellen immer mit einem hohen Lichtschutzfaktor – 50 oder höher – ein. Auf Gesichtsmassagen und Peelings solltest du am besten ganz verzichten, weil sie die Durchblutung der Gesichtshaut anregen. Da deine Haut empfindlich auf Reize wie Temperaturschwankungen reagiert, solltest du auch Saunabesuche meiden. Last but not least: Rauchen, Alkohol, Kaffee und scharfes Essen können die sichtbaren Äderchen im Gesicht fördern. Befreie dich, so gut es geht, von deinen Lastern.

Eine Frau betrachtet ihre Wange misstrauisch im Spiegel. Es scheint als hätte sie dort etwas entdeckt

Welche Couperose Creme hilft wirklich?

Um neuerliche Rötungen zu vermeiden und bestehende zu behandeln, können dir Beauty Produkte helfen. Für die Hautpflege ist eine Couperose Creme sehr empfehlenswert, da sie – täglich angewandt – in kurzer Zeit sichtbar zu Verbesserungen führt. Achte auf den, in der Kosmetik verwendeten, Inhaltsstoff. Denn für die Wirkung der Hautpflege ist besonders der Wirkstoff entscheidend. So manche Creme enthält als Inhaltsstoff ätherische Öle, die jedoch die Durchblutung fördern. Der Wirkstoff Rosskastanie sowie Weinlaub führen hingegen schnell zu einem schönen Hautbild.

Was ist Rosacea?

Wenn du dich mit Couperose befasst, wirst du früher oder später über die Hautkrankheit „Rosacea“ stolpern. In der Tat sind beide Erkrankungen symptomatisch sehr ähnlich. Ersteres wird sogar als Vorstufe von Rosacea bezeichnet. Der Verlauf ist aber individuell sehr unterschiedlich, daher kann dies nicht pauschal behauptet werden.

Auch bei dieser Hauterkrankung sind gerötete Haut und geweitete Äderchen im Gesicht typische Anzeichen. Zu den Risikofaktoren zählen Sonnenlicht, scharfe Speisen und Alkohol sowie ebenfalls ein heller Hauttyp. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, können folgende Symptome hinzukommen:

  • Hautknötchen oder Eiterbläschen
  • Schmerzen und Juckreiz
  • Haut- bzw. Gewebewucherungen im Bereich der Nase

Passe auf, dass du Rosacea nicht mit Akne verwechselst. Denn in manchen Fällen machen sich Pickel im Gesicht breit, die der Akne sehr ähnlich sind. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass die Haut nicht zu Mitessern neigt.

Die Erkrankung zählt zu den chronischen Hautkrankheiten und ist daher leider nicht heilbar. Die Beschwerden können allerdings deutlich verbessert werden. Wichtig hierfür ist die richtige Behandlung. Wenn du also an einer langanhaltenden Rötung im Gesicht mit den genannten Symptomen leidest, solltest du unbedingt einen Hautarzt aufsuchen!

Eine Frau blickt in den Spiegelt, lächelt und trägt sich mit einem Pinsel Puder auf

Tipps zum Schminken für Frauen

Couperose ist zwar keine ernsthafte Erkrankung, kann aber für Betroffene sehr belastend sein. Denn die geröteten Stellen an Wangen und Nase stellen ein unschönes ästhetisches Problem dar. Vor allem, weil sich die betroffenen Stellen im für jedermann sichtbaren Bereich befinden, kann die Krankheit zu einer psychischen Herausforderung werden.

Um deinen Teint besonders ebenmäßig erscheinen zu lassen, haben wir einen speziellen Schmink Tipp aus der Kosmetik für dich:

  • Trage zuerst eine pflegende Creme auf.
  • Danach verwende für die roten Stellen einen grünen Abdeckstift. Denn die rötliche Färbung der Haut kann durch grüne Pigmente sehr gut kaschiert werden.
  • Verteile, tupfe und klopfe das grüne Make-up mit den Fingern oder mit einem Schwämmchen in die Haut ein.
  • Anschließend verwende deine gewohnte Grundierung im normalen Hautton.
  • Zum Schluss kannst du deinen Teint mit einem Puder noch mattieren.

Wichtig: Verwende ein hochpigmentiertes Make-up, da dieses sehr gut deckt. Auch sollte es langen Halt versprechen und dich somit sicher durch den Tag begleiten.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.