Entspannung in den eigenen vier Wänden: 5 Tipps für die Erholung daheim

Wer kennt das nicht? Der stressige Alltag hat uns fest im Griff. Jeder Tag läuft mehr oder weniger gleich ab: Aufstehen, ein schnelles Frühstück „to go“ und dann wird der Rest des Tages im Büro verbracht. Das Mittagessen gibt’s beim Schnellimbiss um die Ecke und das Abendessen vor dem Fernseher. Wer dann noch Kinder hat oder zum Sport möchte, dessen Tag muss eigentlich 36 Stunden haben. Umso wichtiger ist es deshalb, auch zu Hause zu entspannen. Eine schnelle Massage, eine kleine Wellnessbehandlung am Abend oder Yoga am Morgen helfen dabei, die eigene Mitte zu finden und schnell Energie zu tanken. Die folgenden fünf Tipps sind leicht umzusetzen, benötigen nicht viel Zeit und bieten dafür maximale Entspannung.

Auf eine Strumpf sind die Fußreflexzonen markiert

Tipp 1: Massage daheim

Wer am Abend etwa eine halbe bis ganze Stunde Zeit hat, kann mit einer Massage den Körper entspannen oder verspannte Muskeln beruhigen. Entgegen der landläufigen Meinung braucht es für eine Massage nämlich nicht unbedingt einen professionellen Masseur. Eine Fußreflexzonenmassage ist mit etwas Übung beispielsweise einfach selbst durchzuführen. Der fernöstlichen Medizin zufolge können körperliche Beschwerden mithilfe dieser Massagetechnik behandelt werden, da in den Füßen Punkte liegen, die den einzelnen Körperstellen entsprechen. Die Fußreflexzonen spielen ebenfalls in der Akupunktur eine Rolle.

Ganzkörpermassagen sind zu Hause übrigens ebenfalls durchführbar. Da die wenigsten Menschen ihren gesamten Körper selbst massieren können, kommt an dieser Stelle professionelles Zubehör zum Einsatz. Spezielle Massage-Matratzen mit Fernbedienung sorgen für eine angenehme Vibration und Druck am ganzen Körper. So ist eine Shiatsu-Massage zu Hause kein Problem mehr. Die neuesten Modelle benötigen übrigens nicht mehr besonders viel Platz, sondern können nach der Benutzung einfach zusammengefaltet in einer Tasche aufbewahrt werden. So wird das Schlafzimmer bei Bedarf schnell und einfach in einen Massagesalon umgebaut.

Eine Frau hat eine schwarze Gesichtsmaske

Tipp 2: Masken und Bäder

Statt der morgendlichen Dusche empfiehlt es sich aus Wellness-Sicht, abends ein ausgiebiges Bad einzulegen. Dieses entspannt die Muskeln und sorgt für eine Entschleunigung. Um den Effekt zu verstärken, sind verschiedene Badezusätze hilfreich, die, je nach Inhaltsstoffen, weitere positive Einflüsse auf den Körper haben:

  • Badeöle wie Jojobaöl, Mandelöl, Kokosöl oder Traubenkernöl pflegen die Haut und machen sie weich und geschmeidig.
  • Ätherische Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminz lindern körperliche Beschwerden. Sie helfen bei Erkältungen, Verspannungen oder Kopfschmerzen und sollten daher sparsam eingesetzt werden.
  • Badesalze helfen bei trockener und zu Neurodermitis neigender Haut. Sie werden manchmal mit ätherischen Ölen versetzt, um ein zusätzliches Entspannungs-Erlebnis zu gewährleisten.

Während oder nach dem Entspannungsbad helfen Gesichtsmasken dabei, die Haut zu pflegen. Es gibt sie abgestimmt auf den Hauttyp für trockene, unreine, normale oder empfindliche Haut und mit verschiedenen Inhaltsstoffen. Manche Masken werden nach der veranschlagten Zeit mit warmem Wasser abgewaschen, andere, sogenannte Peel off-Masken, lassen sich von der Anwenderin einfach abziehen. Bei der Wahl der richtigen Maske kommt es vor allem auf den Hauttyp an und darauf, welcher Effekt gewünscht ist. Übrigens gibt es nicht nur Masken für das Gesicht: Auch Hände und Füße werden gern einer pflegenden Prozedur unterzogen!

Tipp 3: Mit Musik entspannen

Musik wirkt erwiesenermaßen entspannend auf den Körper. Hirnforscher haben herausgefunden, dass beim Hören von Musik sowie beim aktiven Musizieren Endorphine, also Glückshormone ausgeschüttet werden. Bereits bevor Menschen die gehörte Musik bewusst wahrnehmen, verarbeitet der Hirnstamm die Reize. Je nachdem, welche Art von Musik gehört wird, sind die Reaktionen des Gehirns unterschiedlich. Das bedeutet, dass Musik die Kraft hat, den Körper zu entspannen. Welche Musik welche Effekte auf den eigenen Körper hat, muss jeder Mensch selbst herausfinden. Manche Menschen finden klassische Klavierkonzerte entspannend, andere hören lieber Rockballaden oder Jazz. In jedem Fall gilt, dass Musik entspannend wirken kann und daher zur abendlichen Routine besser geeignet ist als das Fernsehprogramm.

Eine Frau macht Yoga zur Entspannung

Tipp 4: Yoga als Ritual

Bereits bei kleinsten Kindern zeigt sich, dass Rituale und Routinen wichtig für die Entwicklung sind. Sie wirken beruhigend und helfen dabei, sich zu entspannen. Yoga gehört zudem zu den Sportarten, die Körper und Geist in Einklang bringen. Was ist also sinnvoller, als Yoga in die morgendliche oder abendliche Routine zu integrieren? Immer mehr YouTube-Videos und Anleitungen helfen Einsteigern dabei, ein erstes Gefühl für Yoga zu bekommen und den passenden Yoga-Stil für sich zu finden. Für Neulinge können Yoga-Kurse bei Fachleuten empfehlenswert sein, um die richtige Haltung bei den einzelnen Übungen zu lernen. Danach ist es möglich, Yoga auch allein in den eigenen vier Wänden zu betreiben. Der Kauf einer speziellen Yoga-Matte ist überdies sinnvoll, da ein Handtuch im Zweifel verrutschen und so zu Unfällen führen kann.

Tipp: In Kombination mit entspannender Musik wirkt Yoga besonders beruhigend auf den Körper. So eignet sich der Sport auch für die abendliche Routine vor dem Zubettgehen.

Tipp 5: Meditation

Bereits fünf Minuten Meditation am Tag helfen dabei, den Körper langfristig zu entspannen und Stress zu reduzieren. Meditative Übungen können auch Angestellte im Büro in ihren Alltag integrieren. Sie konzentrieren sich fünf Minuten ausschließlich auf die eigene Atmung und lassen die Gedanken fließen. Die E-Mails oder Aufgaben werden für diese kurze Zeit nicht beachtet. Bereits nach wenigen Augenblicken fühlen Anwender sich wesentlich ruhiger und entspannter.

Auch zu Hause ist die Meditation ein wichtiges Werkzeug der Entspannung. Besonders etabliert hat sich in diesem Zusammenhang die Achtsamkeits-Meditation. Diese spezielle Form der Meditation beansprucht etwas mehr Zeit, hat dafür allerdings einen größeren Effekt. Sie wird zum einen in Kursen angeboten und ist zum anderen auch per Anleitung einfach zu erlernen. Sie hat ihre Ursprünge in der buddhistischen Lehre. Natürlich kann sich auch ohne religiösen Hintergrund durchgeführt werden und bietet so eine Entspannung im Alltag.