TCM Ernährung im Frühling – Bring Frische in dein Leben!

Der Frühling ist die beste Zeit des Jahres zum Ausmisten und Reinigen, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Setze sanfte Entschlackungsimpulse mit einer bewussten, leichteren Ernährung, mit viel grünem Gemüse und aufkeimenden Sprossen!

Brote für Ernährung im Frühling sind hergerichtet

Leben im Frühling, TCM und Ernährung

Es ist Frühling. Die Temperaturen steigen und die Natur erwacht zu neuem Leben. Dankend nehmen wir die wärmenden Strahlen der Sonne auf und spüren, wie unsere Lebenskraft wächst. Alles sprießt und kommt nach draußen, denn das ist die natürliche energetische Bewegung im Frühling. Diese expandierende Frühjahrskraft erleichtert uns die Aktivität und Bewegung, die wir brauchen, um frischen Schwung in unser Leben zu bringen. Ein neuer Jahreszeitenzyklus hat begonnen.

Dem Frühling sind nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) das Element Holz und die Organe Leber und Galle zugeordnet. Mit Kurkuma unterstützen wir die Galle und der saure Geschmack der Zitrone tut der Leber gut. Die Holzenergie erleichtert das Ausmisten und Reinigen, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene und unterstützt das Ausleben von Visionen und Kreativität.

Kurkuma und Zitrone sind für die Ernährung im Frühling ideal

Was kann ich laut TCM bei Wind im Frühling tun?

Der starke Wind im Frühling ist notwendig, denn er verbreitet die milde Frühlingsluft und fegt weg, was der Winter bedeckt hat. Jedoch schwächt laut TCM der Wind auch unsere Immunabwehr und es kann zu Kopfweh, Husten, Gliederschmerzen, Nackensteifheit und Zahnschmerzen kommen. Wenn wir unseren Nacken mit einem Halstuch oder ähnlichem schützen, verhindern wir, dass Kälte unter unsere Haut gelangt und Beschwerden auslöst.

Mildes Ingwerwasser vertreibt innere Kälte und unterstützt eine Entgiftung des Körpers.

Eine Ingwerwurzel liegt neben einer Tasse Ingwerwasser

Schluss mit Müdigkeit – Wie kann ich mit Essen Schwung in den Frühling bringen?

Nun ist die beste Zeit, um unseren Körper in Schwung zu bringen. Schleim und Blockaden, aber auch Emotionen wie Ungeduld, Zorn und Frustration haben sich womöglich während des kalten Winters und dem damit verbundenen Bewegungsmangel und üppigen Essen im Körper festgesetzt. Diese können wir nun mit sanften Entgiftungsimpulsen und einer bewussten, leichteren Ernährung ausleiten.

Sammeln sich vermehrt Giftstoffe im Verdauungstrakt an, wird der Abbau der Nahrung verlangsamt. Dies macht uns müde und energielos. Zusätzlich sorgen die steigenden Temperaturen und der rasche Wetterwechsel dafür, dass sich unsere Blutgefäße erweitern, der Blutdruck sinkt und wir uns erschöpft fühlen. Kraft und Tatendrang erhalten wir durch energiereiche Nahrung wie junges, grünes Gemüse, aufkeimende Sprossen und Bienenprodukte (Honig, Blütenpollen, Gelée Royale), denn diese tragen das pure Leben in sich.

Welche Lebensmittel sollten wir laut TCM essen im Frühling?

Unsere Vitalspeicher sind nach dem langen Winter ausgelaugt und wollen nun mit frischem jungem Gemüse aufgefüllt werden. Das erste Frühlingsgrün des Jahres, der Bärlauch, entgiftet und unterstützt den Aufbau unseres Immunsystems. Grünes Gemüse ist ein endloser Quell an Nährstoffen. Es gibt kaum andere Gemüsesorten, die so reichhaltig an Chlorophyll, Vitaminen und Nährstoffen sind.

  • Frische grüne Blätter wie Blattspinat, Kresse, Bärlauch, Schnittlauch, Petersilie, Brennnesseln, Löwenzahn, Blattsalate, grüner Tee, Algen (Chlorella, Spirulina), Gänseblümchen und grüne Gemüsearten wie Brokkoli, Stangensellerie, frische Erbsen, Fisolen, Mangold.
  • Leicht scharfes Gemüse, um die Leber anzuregen wie Radieschen, Jungzwiebeln, Rettich, Kohlrabi, Sprossen.
  • Leicht süßes Gemüse wie Karotten, Fenchel, Spargel, Kartoffeln.
  • Getreide, Hülsenfrüchte und Samen gekeimt als Sprossen, als Ganzes gekocht (Reis, Hirse, Grünkern) oder zu Flocken (Hirseflocken, Haferflocken) und Mehl verarbeitet (Hanfmehl, Buchweizenmehl, etc).
  • Lebensmittel, die die Darmgesundheit fördern wie Leinsamen, Chiasamen, Flohsamen, probiotischer Joghurt, Chicoree, Schwarzwurzel, Topinampur, Pastinake, Knoblauch, Yacon-Sirup, Sauerkraut, Apfelessig, Brottrunk, Miso, Kimchi (fermentierter Chinakohl), Tempeh, Kefir und Kombucha, eingelegtes Gemüse.
  • Kräuter wie Basilikum, Fenchel, Majoran, Rosmarin, Kümmel, Dille, Lorbeer, Koriander, Kardamom.
Grüne Blätter vom Bärlauch wachsen

Rezept: Grüner Smoothie als sanfter Entschlackungsimpuls

Dieser grüne Smoothie enthält eine extra Portion Chlorophyll. Er reinigt die Leber und das Blut, weckt die Lebensgeister, klärt den Kopf und lässt Haut und Augen strahlen. Alternativ zu den Radieschenblättern kann der Smoothie auch mit Grünkohl oder Stangensellerie zubereitet werden.

Mein Lieblings-Green-Smoothie

  • 1 Bund Radieschenblätter
  • ¾ Gurke
  • 1 großer grüner Apfel
  • daumengroßes Stück Ingwer
  • Saft einer Zitrone (oder Orange)
  • 1 EL Brennesselpulver
  • 1 EL Chlorella
  • 1 EL Maca
  • 1 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 EL frisches Aloe Vera Gelee
  • 0,5 l frisches Wasser

Alle Zutaten in den Hochleistungsmixer geben und pürieren. Am besten gleich trinken und eine Portion für den nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.

Autorin: Sandra Nova

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.