Fasten im Alltag - bewusster Verzicht bringt Gewinn für Körper und Geist

Fasten ist mehr als ein paar Kilos loswerden. Der kluge, freiwillige Verzicht bringt Erholung für Körper, Geist und Seele. Auf die Einstellung und die Methode kommt es an! Verzichten Sie für eine bestimmte Zeit auf Fleisch, Genussmittel, Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin. Entdecken Sie die Einfachheit basischer Ernährung (Obst, Gemüse und Kartoffeln) oder wagen Sie sich an das Fasten ohne feste Nahrung z. B. Methode nach Dr. Buchinger (Buchinger Fasten, nur Wasser, Tee und Säfte trinken und Gemüsebrühen als Mahlzeit) zum Wohle Ihres Körpers!

Werden Sie sich über Ihre Ziele im Klaren. Warum wollen Sie fasten? Geht es um Ihre Gesundheit oder um Gewichtsabnahme? Möchten Sie Beschwerden im Alltag, Darmsanierung, Stärkung der Abwehrkräfte, Verbesserung der Blutwerte oder um Entgiftung und Gesundheitsvorsorge erreichen oder wollen Sie langfristig die Ernährung umstellen, loslassen, Reduktion und Neuorientierung?

Eine Frau will fasten im Alltag und hält ein Glas Saft

Kluges Fasten hat Methode - wie baue ich Fasten im Alltag ein?

Eine Alternative zur Fastenkur oder Fastenwoche (5, 7 oder 10 Tage Fasten) ist das Intervall- oder Kurzzeitfasten ideal: Tägliches Fasten (16, 18 oder 20 Stunden), wöchentliches Fasten (ein- bis zweimal die Woche), jeden zweiten Tag oder fünf Tage im Monat haben positive Effekte für Ihre Gesundheit. Studien zeigen, dass Intervallfasten den Alterungsprozess der Zellen verlangsamt. Sie bestimmen, in welchen Zeitabständen Sie essen oder fasten. Sie können einfach ausprobieren, was Ihnen besser liegt. Fasten ist immer ein Gewinn!

Bei der Leangains-Methode fasten Sie 16, 18 oder 20 Stunden. Man darf acht, sechs oder vier Stunden essen. In den Essenspausen sind nur Wasser, Tee und Gemüsebrühe erlaubt. Achten Sie auch in den Essensstunden auf Spielregeln: ballaststoffreiche Ernährung, reichlich Gemüse und Salat, Obst, gute Fette, möglichst unverarbeitete Lebensmittel, nicht zu viel...

Beginnen Sie vorsichtig, tasten Sie sich langsam an Ihren optimalen Fasten Rhythmus heran. Fasten kann man lernen und üben und ganz einfach zu Hause anwenden. Geübten fällt es leichter, einfach Mahlzeiten auszulassen ohne großen Hunger zu verspüren.

Eine bewährte Methode ist z. B. 8:16, das 16 Stunden Fasten. Sie essen z. B. ab 16.00 Uhr nichts mehr und am nächsten Tag erst ab 08.00 Uhr oder Sie essen um 20.00 Uhr und lassen am nächsten Tag das Frühstück aus und essen erst wieder um 12 Uhr. Wenn Sie konsequent abnehmen und Gewicht verlieren wollen, sollten die letzten Mahlzeiten keine oder wenig Kohlehydrate enthalten. Wichtig: Schmackhafte Gemüsesuppen enthalten viele Mineralstoffe und Ballaststoffe und machen satt.

Eine Kürbissuppe zum Fasten steht auf dem Tisch

Fasten macht glücklich, gesund und schlank

Gezielte Essenspausen bewirken die Umstellung auf gesunde Ernährung von innen. Damit wird auch ein Recycling in Gang gesetzt, das sehr heilsam ist, weil abgelagerte Giftstoffe mit Fett- und Eiweißdepots ausgeschieden werden.

Bewegung bereichert Ihr Vorhaben. Gehen Sie hinaus in die Natur! Frische Luft und Sonnenlicht aktivieren die Lebensgeister. Nützen Sie jede Gelegenheit!

  • Nehmen Sie die Stufen und nicht den Lift!
  • Laufen Sie die Rolltreppe hinauf!
  • Gehen Sie manche Wege zu Fuß!
  • Bauen Sie kleine Workouts in Ihren Alltag ein!
  • Stellen Sie sich Ihre Lieblingsübungen zusammen!
  • Suchen Sie sich immer wieder Motivation!
  • Genießen Sie Ihren Lieblingssport (Wandern, Radfahren Fitness...)! Lernen Sie Tanzen, Pilates, Yoga, Qi Gong und Meditation.
Eine Frau hält einen Apfel

Zelebrieren Sie den Rückzug vom Esszwang

Gönnen Sie sich einen einwöchigen Fastenurlaub in einer Gruppe von Gleichgesinnten! Besonders Fastenanfänger sind in einer Gruppe von Gleichgesinnten und professioneller fachlicher Begleitung gut aufgehoben. Das Fasten fällt wesentlich leichter und die Zeit vergeht wie im Flug.

Werden Sie leichtfüßig mit Fasten!

Autorin: Dr. Eveline Egger

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.