Typgerechte Ernährung mit Ayurveda - Fastenzeit neu entdeckt

Ayurveda ist ein 3000 Jahre altes komplexes System, eine Lebensphilosophie wie Körper, Seele und Geist gesund bleiben aber auch hoch effektiv in der Behandlung vieler chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, irritierten Darm-Syndroms, Burn-out… Welche Rolle dabei eine typgerechte Ernährung spielt und wie Sie die passenden Lebensmittel für finden, erfahren Sie hier.

Inhalt:

Eine kleine Buddha-Statue sitzt neben Ayurveda Fasten Utensilien

Fit for Life mit Ayurveda

Beginnen wir mit dem Geist, der Seele, dem Mind….

Gehen wir davon aus, Sie duschen jeden Tag. Was tun Sie, um Ihre Seele, Ihre Gedanken zu reinigen, die alles, auch einen Teil Ihres Stoffwechsels steuern? Jeden Tag hören wir schreckliche Dinge in den Nachrichten, in unserem Umfeld oder fast täglich sehen wir Krimis im Fernsehen. Wo bleiben alle diese negativen Informationen? Sie hinterlassen Spuren in uns, sie bilden unsere Wirklichkeit.

In allen Zeiten hatten Völker Traditionen und Rituale, um sich – neben der Körperpflege – regelmäßig auch geistig zu erneuern. Sie legten Pausen ein, um zu beten, zu fasten, sich auf das Wesentliche rückzuverbinden (religio), eine Zeit für Gott oder ihre weisen Lehrer. Unsere heutige technikgläubige Zeit setzt uns permanent unter Leistungsdruck. Sie schaut vermeintlich auf das kurzfristige „outcome“ und richtet doch viele seelisch zugrunde.  

Ayurveda und Yoga sind Schwestern aus den heiligen Büchern Indiens, den Upanishaden. Sie geben in ihrer philosophischen und spirituellen Dimension Hilfestellung wie unser Leben in unserem sozialen Umfeld gelingen kann und wie seelische und körperliche Gesundheit untrennbar mit einander verbunden sind.

Eine Frau macht Yoga und meditiert

Zur Ruhe kommen mit Ayurveda: Wie geht das?

Gönnen Sie sich eine Auszeit mit Ayurveda, die Ihr Leben unendlich bereichern kann! Vielleicht machen Sie eine zweiwöchige Panchakarma-Kur, der „Königsweg“ zu Entgiftung und Reinigung.

Erschließen Sie sich diese heilsame Welt zunächst mit der qualifizierten Beratung eines ausgebildeten Ayurveda-Arztes, z. B. im Ayurveda-Zentrum Bad Bocklet! Er empfiehlt Ihnen wohltuende Behandlungen und Naturheilmittel, die alle Zellen Ihres Körpers aktivieren und zu neuem Leben erwecken.

Wählen Sie eine Form der Besinnung, die für Sie passt, entweder Meditation und Achtsamkeit (z. B. Kabat-Zinn) oder christliche Kontemplation. Sie können auch ganz einfach wieder für sich allein die Kraft des Gebetes entdecken. Drücken Sie Ihre Dankbarkeit aus für das, was gut ist in Ihrem Leben. Verzeihen Sie denen, die Ihnen Unrecht getan haben, damit Sie selbst frei werden.

Das Team des Ayurveda Zentrum Bad Bocklet ist zu sehen

Ayurvedische Ernährung nach der Typenlehre

Damit geht einher eine aktive Änderung des Lebensstiles. Ist Ihre Eigenverantwortung gefragt, gefällt das dem „inneren Schweinehund“ erfahrungsgemäß eher weniger (z. B. Rauchen, zu viel Alkohol etc.), Bewegung (z. B. Yoga), Atmung (Pranayama).

Ein Schlüssel ist auch die typgerechte Ernährung und vor allem auch wann und in welcher Kombination gegessen wird. Notwendig ist dafür meist keine Diät, sondern einfach ein paar Regeln, die dir zeigen, welche Ernährung zu dir passt und wie du dich individuell ernähren kannst. 

Ayurveda Essen liegt in einer Kiste aus Holz

Typgerechte Ernährung: das 3-Dosha-Konzept

Man unterscheidet im Ayurveda drei Haupt-Konstitutionstypen (Dosha):

  • Vatha: das Luftelement, geistig beweglich, manchmal künstlerisch, oft schlanke Menschen, kalte Hände und Füße
  • Pittha: das Feuerelement, scharfsinnig, durchsetzungsstark, aktiv
  • Kapha: Erde und Wasser, zuverlässig, warmherzig, beständig, eher mollig, ausdauernd

Die meisten Menschen sind ein Mischtyp aus zwei Hauptarten. Gesund ist man, wenn man frei von Schmerzen, mit beweglichen Gelenken und fröhlichem Herz sein Leben lebt. Wenn ein Dosha „aus der Balance geraten ist“, kann man es u. a. mit entsprechender Ernährung und mit Behandlungen ausgleichen.

Bei uns in Mitteleuropa haben wir sehr viele Vatha-Pittha Typen, darauf liegt also unser Fokus.

  • Vatha muss immer warm essen!
  • Pittha kann mittags auch mal Salate essen, sollte nicht scharf essen
  • Kapha nichts Süßes, leicht bitter oder scharf, wenig Kohlenhydrate.
Löffel mit Gewürzen liegen neben Ayurveda Ernährung

Grundregeln ayurvedischer Ernährung

Unser Körper hat eine Betriebstemperatur von ca. 36 °C. Sofern der Mageninhalt kälter ist, liegt er entsprechend länger und schwerer im Magen. Deshalb:

  • So viel wie möglich Warmes essen, weil es leichter verdaulich ist. Daraus folgt: NIEMALS! etwas Kaltes zum Essen trinken! Immer heißes Wasser oder Kräutertee.
     
  • Man beginnt immer mit einer kleinen Süßigkeit, um dem Magen zu signalisieren, dass jetzt etwas zu Essen kommt und die Verdauungssäfte angeregt werden.
     
  • Frühstück: Morgens immer zuerst einen warmen Brei mit Wasser oder Kokosmilch oder, wer mag, Kuhmilch, aber dann keinesfalls mit Obst. (z. B. Orangen im Milch-Brei!). Das flockt im Magen aus. Nüsse oder getrocknete süße Feigen, Rosinen oder Datteln, Kokosraspeln und Nüsse hineingeben. Auch Zimt, Kardamom und Honig sind natürlich möglich. Hier sollte man möglichst variieren. Zum Frühstück gehen auch leichte Pfannkuchen mit Marmelade oder mit Herzhaftem gefüllt. Spinat oder ein herzhaftes Pilzragout sind ebenfalls möglich, gebratene Bananen in Ghee gebraten, keinesfalls paniert, dafür aber mit Kokosraspeln.
     
  • Mittags soll die gehaltvollste Mahlzeit sein. Sie soll sättigend und reich an Kohlenhydraten sein. Kartoffeln, Reis oder auch Nudeln, Salat mit gutem Dressing sind möglich. Einen Eintopf nennt man in Indien „Curry“, also geschmortes oder gekochtes Gemüse (alle Kohlsorten, Zucchini, Auberginen, Kürbis, Möhren etc.) mit verschiedenen Gewürzen mit Kartoffeln reichen. Dazu gibt es Reis oder Fladen. Salate sind mittags okay (nicht empfohlen für Vatha, das Luftelement).
     
  • Abends: das leichteste Mahl – keine Salate! Am besten immer nach einer nett angerichteten Dattel auf dem Teller als „Magentratzerl“ am Anfang eine Suppe, z. B. Mungbohnensuppe, dann Gemüse mit Reis. Gewürze sind wirklich die Zaubermittel der indischen Küche: Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Kurkuma, Kurmin, Schwarzkümmelöl, Sesamöl.
Die Gewürze Cardamom, Kurkuma und Knoblauch sind auf einer Collage zu sehen

Niemals:

  • Niemals verschiedene Eiweiße mischen, also niemals Fisch und Fleisch wie z. B. in Paella, die Eiweiße vertragen sich nicht
  • Niemals Milcheiweiß mit Fleisch oder Fisch, wie z. B. Tzaziki zu Giros
  • Niemals Milch mit saurem Obst, wie Milch mit Erdbeeren…

Also: Vieles liegt in Ihrer Hand – Krankheit ist nicht immer ein völlig überraschender Schicksalsschlag. Achten Sie auf sich!  Investieren Sie Zeit in Ihr einziges wirkliches Zuhause – Ihren Körper und Ihre Seele! Nehmen Sie sich selbst mindestens so wichtig wie die Anderen! Bleiben Sie gesund!

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter
Ebba-Karina Sander von Ayurveda4u

Sander Ebba-Karina

Ebba-Karina Sander ist Geschäftsführerin des Ayurveda-Gesundheitszentrum Deutschland. 2014 holte sie gemeinsam mit Wolfgang Back die alternative Heilmethode Ayurveda nach Deutschland.