Ernährung für die Umwelt: So isst du nachhaltig

Eine Frau beißt in ein Sandwich mit Salat

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung möchtest du dir etwas Gutes tun. Denn wenn du deinen Körper mit den notwendigen Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen versorgst, fühlst du dich einfach besser und gesünder. Allerdings hat eine gesunde und bewusste Ernährung noch einen weiteren Vorteil. Du gibst der Umwelt im Idealfall etwas zurück und hilfst aktiv mit, den Klimawandel aufzuhalten. Eine gute Grundvoraussetzung für eine solche Ernährung ist der Verzehr von regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Doch du kannst mit deinem Essverhalten noch mehr tun. Wir zeigen dir deine Möglichkeiten auf.

Was bedeutet eigentlich nachhaltige Ernährung?

Mit einer nachhaltigen Ernährung tust du nicht nur deinem Körper und deiner Gesundheit etwas Gutes. Viel mehr gibst du der ganzen Welt etwas zurück. Du hast nämlich ebenfalls einen gewissen Einfluss, auch wenn er klein ist. Wenn sich aber nun jeder dazu entscheidet, sich nachhaltig zu ernähren, kann die Welt zu einem besseren Ort werden.

Wenn du dich nachhaltig ernährst, dann setzt du dich für den Schutz des Klimas und der Umwelt ein. Gleichzeitig achtest du darauf, dass die Menschen, die deine Lebensmittel herstellen, unter fairen Bedingungen arbeiten. Gleiches gilt für die Tiere und deren Behandlung. Es spielen also viele Faktoren eine wichtige Rolle dabei.

Achte beim Kauf deiner Lebensmittel auf entsprechende Siegel, wie „Fairtrade“, „Bio“ oder das „Regionalfenster“.  

Regionale und saisonale Lebensmittel

Sie kommen nicht nur frischer und gesünder auf deinen Teller, sondern du schützt mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln die Umwelt und das Klima. Das liegt unter anderem an den kürzeren Transportwegen von regional angebauten Produkten. Dadurch werden weniger schädliche Treibhausgase in die Luft abgegeben.

Für saisonal angebaute Lebensmittel müssen außerdem keine künstlichen Bedingungen für den Anbau geschaffen werden. Das mag zwar zunächst wie eine Art Einschränkung klingen, aber es bietet dir letztlich doch die Möglichkeit, die kulinarische Vielfalt der verschiedenen Jahreszeiten zu entdecken.  

Welche Lebensmittel aktuell Saison haben, erfährst du in unserem Saisonkalender für Gemüse, Obst und Salat.

Verschwende nichts

Versuche, es zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen! Plane deine Gerichte entsprechend, damit du nichts verschwendest. Eine gute Möglichkeit, das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden, sind sogenannte Kochboxen.

Mit diesen Kochboxen bereitest du verschiedene leckere Gerichte zu. Die enthaltenen Zutaten reichen genau für jedes Gericht aus. Folglich muss nichts im Müll landen. Noch nachhaltiger wird es mit einer vegetarischen Kochbox.

Hier findest du saisonale Menüs, die dir eine echte Abwechslung auf dem Teller garantieren. Zudem sind die Gerichte nachhaltig und nicht teurer, als wenn du die Zutaten im Supermarkt kaufen würdest.

Iss weniger Fleisch

Die Fleischproduktion und die damit oft einhergehende Massentierhaltung ist ein extremes Problem für die Umwelt und unser Klima. Für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch werden rund 16.000 Liter Wasser benötigt. Hinzu kommen rund 13,3 Kilogramm CO2, die beispielsweise für ein Kilogramm Rindfleisch in die Luft abgegeben werden.

Wenn du also insgesamt weniger Fleisch isst und dich stattdessen häufiger vegetarisch oder sogar vegan ernährst, kannst du den Ausstoß von Treibhausgasen minimieren und Wasser einsparen, das an anderen Enden fehlt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, pro Person pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch zu essen.

Unverpackt ist es besser

Suche verstärkt sogenannte Unverpackt-Läden auf, um zumindest einen Teil deiner Lebensmittel einzukaufen. In vielen Supermärkten sind verschiedene Obst und Gemüse bereits ohne Verpackung erhältlich.

Kleinere Lebensmittelgeschäfte bieten häufig Papiertüten an, in die du die Lebensmittel packen kannst. Wichtig ist, dass du, so gut es geht, auf Plastik und Eingeschweißtes verzichtest.

Manchmal kannst du Lebensmittel sogar in selbst mitgebrachten Taschen, Dosen oder anderen Behältern direkt im Geschäft selbst einpacken. Weniger (Plastik-)Müll bedeutet mehr Umweltschutz.

Wocheneinkäufe statt jeden Tag in den Supermarkt

Eine Menge CO2 wird bei den regelmäßigen Einkaufstouren mit dem Auto ausgestoßen. Vermeide es deshalb, jeden Tag einzukaufen. Besser ist es, wenn du beispielsweise ein- bis zweimal einen größeren Einkauf machst.

Fertige dir dazu einen Plan darüber an, was du in den nächsten Tagen essen möchtest. Plane deinen Speiseplan so, dass du alle Lebensmittel verwendest. So sorgst du gleichzeitig dafür, dass du nichts wegwerfen musst.

Der Vorteil größerer Wocheneinkäufe ist nicht nur, dass du damit das Klima und die Umwelt schützt, sondern dass du auch noch deinen Geldbeutel schonst.

Meide Convenience Food

Bei Convenience Food handelt es sich um industriell verarbeitete Lebensmittel, die entweder komplett oder zum Teil verzehrfertig sind. Meist gibt es hier eine Menge Zusätze, die nicht nur ungesund sind, sondern auch noch der Umwelt schaden. Bereite deine Speisen lieber mit frischen Lebensmitteln vor und meide Convenience Food!

Ein kleiner Tipp: Schau bei den Produkten, die du kaufst, auf die Zutatenliste! Je kürzer sie ist, desto besser ist sie für dich und die Umwelt.

Fazit

Du kannst mit der Art, wie du dich ernährst, einen positiven Einfluss auf die Umwelt und aufs Klima ausüben. Gehe mit einem guten Beispiel voran, damit andere dir folgen können. Gemeinsam können wir es schaffen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.