Warum ist Spargel gesund? Infos und Rezept

Die Spargelzeit hat begonnen und das Wurzelgemüse erobert die heimischen Speisekarten. Noch bis Juni können wir uns also am Asparagus officinalis erfreuen. Doch welche Inhaltsstoffe hat das Liliengewächs und welchen positiven Einfluss hat es auf den Organismus des Menschen? Warum ist Spargel gesund? Wir haben die Antworten auf all deine Fragen.

Inhalt:

Grüner Spargel liegt vor aufgestelltem weißem Spargel (gesund)

Warum ist Spargel so gesund?

Die gute Nachricht zu Beginn: Dank seines hohen Wassergehalts zählt der Spargel mit 18 Kalorien pro 100 g zu einer ganz besonders kalorienarmen Gemüsesorte und wird deswegen oft als Diät-Gemüse bezeichnet. Doch auch die wertvollen Inhaltsstoffe des Gemüses sind bestechend. Spargel ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen oder Magnesium und Vitaminen.

  • Wichtige Mineralstoffe: Kalzium-, Magnesium- und hoher Kaliumgehalt, ist unter anderem gut für unseren Energiestoffwechsel, sorgt für die Aufrechterhaltung der Herz- und Muskelfunktion und hat einen positiven Einfluss auf die Reizübertragung von Nerven auf Muskeln.
  • Vitamine: Provitamin A, Vitamin C, E, B, darunter Folsäure (Vitamin B9). Sie sind wichtig für unser Nervensystem und eine normale Zellfunktion, wirken sich positiv auf unser Verdauungssystem aus und haben eine entwässernde Wirkung. Vor allem für Schwangere ist Folsäure unverzichtbar.

500 g Spargel können schon den Großteil des Vitamin- und Mineralstoffbedarfes decken. Die Konzentration der Inhaltsstoffe ist dabei von Klima, Standort und Bodenbeschaffenheit abhängig. Ebenso ist der Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel zu beachten. Wie bei so vielen Sorten von Gemüse gilt auch hier, beim Essen von leckerem, wirklich frischem Spargel, erhält der Körper mehr gesunde Nährstoffe. 

Was ist der Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel?

Während weißer Spargel (Bleichspargel) unter angehäufter Erde, sogenannten Dämmen, wächst, entwickelt sich der grüne Spargel zur Gänze in der Sonne. Dadurch bildet sich Chlorophyll, das eine wichtige Funktion bei der Photosynthese erfüllt. Dieses Blattgrün bildet die Grundlage für die grüne Farbe der Stange. Auch sind beim grünen Spargel mehr Nährstoffe enthalten als beim weißen. Durch das schnellere Wachstum des grünen Spargels bildet dieser auch eine dünnere Haut. Den Unterschied können wir natürlich auch schmecken. Weißer Spargel schmeckt deutlich milder als der grüne und ist in unseren Breiten auch beliebter. In Frankreich etwa ist wiederum violetter Spargel gefragter. Dieser wird nach dem Durchbrechen der Erdschicht nicht sofort geerntet und enthält dadurch seine außergewöhnliche violette Farbe. 

Grüner Spargel und weißer Spargel wachsen auf einem Feld

Die unterschätze Heilpflanze: Wofür ist Spargel gesund?

Spargel ist nicht nur gesund, sondern auch seine arzneiliche Wirkung auf unseren Körper ist schon lange kein Geheimnis mehr. Bereits bei den Ägyptern, Chinesen, Römern und Griechen wurde Spargel bei gesundheitlichen Problemen gegessen. Durch seine blutreinigende und harntreibende Wirkung wurde er damals vor allem bei Gelbsucht, Geschwüren oder Husten angewandt. Nachdem der Spargel dann lange Zeit unterschätzt wurde, wird seine gesundheitsfördernde Wirkung heutzutage wieder positiv bewertet.

  • Besonders bei Blasen- und Nierenleiden wie einer Reizblase oder einer Harnwegsinfektion wird das Essen des Spargels empfohlen.
  • Auch bei Vitaminmangel kann er wegen seines hohen Vitamin C Gehalts einen positiven Effekt auf unseren Körper und unsere Gesundheit haben.
  • Ebenso lindert er Symptome wie Hautprobleme oder Nervosität

Die leckeren Rezepte, die den frischen Spargel betreffen, sollten jedoch von denjenigen Menschen mit größter Vorsicht genossen werden, die Probleme mit der Niere, etwa mit Nierensteinen zu kämpfen haben. Außerdem sollten die weißen oder grünen Stangen aus der gesunden Ernährung gestrichen werden, wenn ein Fall von erhöhten Harnsäurewerten vorliegt, denn das Essen des sonst so gesunden Lebensmittels kann im menschlichen Körper Gicht hervorrufen und somit viel zu leicht schmerzvoll enden.

In der Homöopathie findet die Urtinktur des Spargels Anwendung. Die Tinktur wird aus jungen frischen Spargelsprossen gewonnen. Sie wird sogar als „Kleines Mittel der Wahl“ bei starkem Schnupfen bezeichnet. Das Mittel wirkt zudem auch bei Nierenerkrankungen oder sichtbarem Herzklopfen mit Brustbeklemmung. Bei Blasenentzündungen oder einer Reizblase empfiehlt es sich, Spargelwurzeltee zuzubereiten und drei gehäufte Teelöffel Spargelwurzel mit 300 ml kochendem Wasser zu übergießen.

Wie kann man Spargel zubereiten?

Wird Spargel gekocht, ist zunächst auf die Dicke der Stange zu achten. Hier gelten etwa zehn bis zwölf Minuten als Richtlinie. Je nach Ausstattung kann man den Spargel im Liegen oder im Stehen kochen. Auch Garen oder im Ofen braten ist möglich. Spargel findet sich in den unterschiedlichsten Gerichten wieder und passt sowohl zu Fisch als auch Fleisch. Auch eine Zubereitung als Suppe ist keine Hexerei und bereits in kurzer Zeit zubereitet. 

Rezept: Grüne Spargelcremesuppe: 

  • 500 g grüne Spargelspitzen
  • 500 g weißer Spargelbruch
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 2 - 3 EL Mehl
  • Kresse
  • 100 g Sahne (Obers)
  • 100 g Crème fraîche
  • Zitronensaft

Die Spargelspitzen putzen und den Spargelbruch schälen, die holzigen Enden abschneiden. Die Schalen mit 300 ml Wasser und etwas Salz in einen Topf geben und zehn Minuten köcheln lassen. Das Ganze durch ein Sieb gießen, die Flüssigkeit auffangen und mit dem Spargelbruch in einen Topf geben. Danach so viel Wasser zufügen, dass der Spargel bedeckt ist und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Zuletzt fein pürieren. Nun die Spargelspitzen in Salzwasser ca. acht Minuten bissfest garen. Butter mit Mehl verrühren, nach und nach unter die pürierte Suppe rühren. Spargelspitzen zugeben und alles einmal kräftig aufkochen lassen. Danach Sahne und Crème fraîche in die Suppe rühren und Wasser zufügen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Kresse garnieren. Unser Tipp: Mit Croutons als Einlage schmeckt die Suppe besonders gut!

Verwendung von Spargel in der Kosmetik

Nicht nur in der Küche, sondern auch in der Kosmetik ist man sich der positiven Effekte von Spargel bewusst. Durch seine Extrakte, Säuren und sekundären Pflanzenstoffe wirkt er hautpflegend und antistatisch und wird deswegen kosmetischen Produkten beigefügt. Die vielen Spurenelemente und vor allem das enthaltene Vitamin E straffen und erfrischen die Haut.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.